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AKTIE IM FOKUS: Cisco vorbörslich mit Gewinnmitnahmen - KI-Ausblick enttäuscht

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 14:12 Uhr | dpa.de

Aus Anlegersicht eher enttäuschenden Ziele für das Geschäft rund um Künstliche Intelligenz (KI) und Margenbedenken dürften die Aktien des Netzwerk-Ausrüsters Cisco US17275R1023 am Donnerstag belasten.

Überraschend gute Resultate für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 und ein insgesamt optimistischer Ausblicks rückten in den Hintergrund. Der Aktienkurs sank am Donnerstag im vorbörslichen US-Handel um 6 Prozent auf 116,40 US-Dollar.

Damit zeichnen sich Gewinnmitnahmen auf einem hohen Niveau ab: Am Mittwoch - vor den nach Handelsschluss veröffentlichten Zahlen - waren die Titel zeitweise bis auf 124,45 Dollar geklettert. Bis zum Rekord bei rund 130 Dollar vom Juni hatten sie es damit nicht mehr weit - und seit Jahresbeginn bereits rund 60 Prozent gewonnen.

Die vergleichsweise wenigen Titel im Tech-Index Nasdaq 100 US6311011026, die in diesem Zeitraum noch stärker abgeschnitten haben, stammen fast alle ebenfalls aus dem Halbleitersektor - allen voran der Chipproduzent Micron US5951121038 und der Laufwerk-Hersteller Seagate Technology, deren Aktienkurse sich mehr als verdreifacht haben.

In den vergangenen zwei Jahren hat das Cisco-Papier um mehr als 170 Prozent zugelegt - und übertraf damit den Anstieg des Technologieindex Nasdaq 100 US6311011026 deutlich. In den Jahren davor hatte das Papier allerdings nicht so stark vom KI-Boom, der die Börsen seit Ende 2022 erfasst hat, profitiert. Seit Anfang 2022 gerechnet, liegt Cisco mittlerweile wieder gleichauf mit dem Nasdaq 100.

Cisco berichtete für das im Juli abgelaufene Geschäftsjahr ein zwölfprozentiges Umsatzwachstum. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) legte noch etwas stärker zu. 2026/27 will Cisco den Umsatz sogar um bis zu knapp 16 Prozent steigern und das bereinigte EPS um bis zu 18 Prozent, was ebenfalls deutlich mehr ist als von Analysten erwartet.

Dass Cisco im angelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz mit KI-Produkten fast verdoppeln will, reichte den Experten indes nicht: Sie hatten sich mit Blick auf das hohe Auftragsvolumen in diesem Bereich teils noch mehr erhofft.

Meta Marshall von der US-Bank Morgan Stanley monierte zudem, dass der gestiegene Geschäftsanteil von Hardware-Komponenten kurzfristig die Bruttomargen belasten dürfte. Ähnlich äußerte sich Analyst Tim Long von der britischen Investmentbank Barclays.

Zudem ist das Unternehmen weiter stark vom klassischen Geschäft mit Produkten wie Routern und Switches für Internetanbieter abhängig. Gemessen an den Prognosen für 2026/27 wird der KI-bezogene Umsatz gerade mal etwas mehr als zehn Prozent des gesamten Erlöses betragen.

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