Atlassian: RPO springt 37 Prozent auf 4 Milliarden
02.05.2026 - 09:29:03 | boerse-global.deStarke operative Zahlen treffen auf einen massiv abgestraften Aktienkurs. Atlassian hat im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen und an der US-Börse einen Kurssprung von fast 30 Prozent ausgelöst. Der eigentliche Treiber für diesen Optimismus verbirgt sich hinter zwei zukunftsgerichteten Kennzahlen: einem rasanten Anstieg der vertraglich gesicherten Umsätze und einer vertieften KI-Partnerschaft.
Langfristige Verträge und KI-Integration
Ein zentraler Indikator für die künftige Umsatzdynamik sticht im aktuellen Bericht hervor. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) wuchsen im Jahresvergleich um 37 Prozent auf vier Milliarden US-Dollar. Diese Metrik erfasst vertraglich zugesicherte, aber noch nicht verbuchte Erlöse. Sie signalisiert, dass Großkunden sich wieder für längere Zeiträume an den Softwarekonzern binden. Laut CEO Michael Cannon-Brookes verzeichnete das Unternehmen das bisher stärkste Quartal bei der Verdrängung konkurrierender Anbieter für IT-Service-Management.
Parallel dazu baut Atlassian seine technologische Basis aus. Eine erweiterte, mehrjährige Partnerschaft mit Google Cloud integriert deren Gemini-Modelle in die hauseigenen Produkte Rovo AI und Confluence. Die Nutzung von KI-Credits für Rovo wächst derzeit um mehr als 20 Prozent pro Monat. Kunden, die diese KI-Funktionen einsetzen, steigern ihre wiederkehrenden Umsätze etwa doppelt so schnell wie Nutzer ohne das KI-Tool.
Umsatzsprung trotz roter Zahlen
Auf Konzernebene kletterte der Umsatz im abgelaufenen Quartal um 32 Prozent. Das Cloud-Segment erwies sich mit Erlösen von 1,13 Milliarden US-Dollar als stärkster Wachstumstreiber. Das Geschäft mit Rechenzentren übertraf die Schätzungen mit 561 Millionen US-Dollar ebenfalls deutlich.
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Unter dem Strich arbeitet das Unternehmen allerdings weiterhin defizitär. Der Nettoverlust weitete sich von rund 71 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 98,39 Millionen US-Dollar aus. Das entspricht einem Minus von 38 Cent je Aktie.
Dennoch blickt das Management optimistisch nach vorn und hob die Jahresprognose für das Cloud- und Data-Center-Wachstum an. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Vorstand nun mit einem Gesamtumsatzwachstum von rund 24 Prozent.
Analysten kappen Kursziele
Trotz der angehobenen Prognosen reagiert die Wall Street bei der Bewertung zurückhaltend. Mehrere Investmentbanken bestätigten zwar ihre Kaufempfehlungen, strichen aber die Kursziele massiv zusammen. Cantor Fitzgerald senkte den Zielwert auf 98 US-Dollar, Oppenheimer auf 100 US-Dollar und die Bank of America reduzierte ihr Ziel auf 84 US-Dollar.
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Trotz des jüngsten Kurssprungs in den USA bleibt das übergeordnete Bild an den europäischen Handelsplätzen trüb. Mit einem Freitagsschlusskurs von 58,50 Euro notiert die Aktie auf Jahressicht noch immer knapp 56 Prozent im Minus. Die hohe annualisierte Volatilität von fast 73 Prozent unterstreicht die anhaltende Nervosität der Investoren.
Der nächste Impuls für die Aktie steht bereits im Kalender. Vom 5. bis 7. Mai lädt das Management zur Nutzerkonferenz Team '26 nach Anaheim ein. CFO James Chuong kündigte an, dort im Rahmen eines Investorenforums historische Daten zu den wiederkehrenden Abo-Umsätzen offenzulegen. Das soll dem Markt eine präzisere Einschätzung der laufenden Cloud-Transformation ermöglichen.
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