ASUS ProArt: Neue Hardware für Kreative setzt auf KI und riesigen Arbeitsspeicher
18.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de
ASUS treibt mit seiner ProArt-Serie den Angriff auf den Profi-Markt für Kreative voran. Im Zentrum steht ein neues Laptop, das mit bis zu 128 Gigabyte Arbeitsspeicher und leistungsstarker KI-Hardware punktet.
Der taiwanesische Hersteller hat seine im Januar angekündigte ProArt-Linie für kreative Profis nun auf den Markt gebracht. Das Flaggschiff, das ProArt PX13 GoPro Edition, ist seit Ende Februar verfügbar. Die Geräte zielen mit spezialisierter Hardware für Videobearbeitung und 3D-Rendering explizit auf die Lücke zwischen Apple's MacBook Pro und klassischen Windows-Workstations.
PX13 GoPro Edition: Robustes Kraftpaket für unterwegs
Das Highlight der neuen Serie ist die Zusammenarbeit mit der Actionkamera-Marke GoPro. Das daraus entstandene 13,3-Zoll-Convertible ist für den harten Einsatz konzipiert. Für rund 2.800 Euro bekommen Nutzer ein Gehäuse mit Militärstandard-Zertifizierung, das Feuchtigkeit, Staub und extreme Temperaturen aushalten soll – ideal für Videografen am Filmset oder in der Natur.
Die eigentliche Stärke steckt aber im Inneren: Der AMD Ryzen AI Max+ 395 Prozessor mit 16 Kernen wird von einer gewaltigen Architektur unterstützt. Das Gerät verfügt über 128 Gigabyte einheitlichen Arbeitsspeicher (Unified Memory). Bis zu 96 Gigabyte davon können direkt der integrierten Grafikeinheit, einer Radeon 8060S, zugewiesen werden. Diese Konfiguration ermöglicht es, große KI-Modelle lokal auszuführen und anspruchsvolle 5,3K-Videoprojekte zu bearbeiten, ohne dass der begrenzte Speicher herkömmlicher Grafikkarten zum Flaschenhals wird.
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Das Display ist ein 3K Lumina OLED-Touchscreen mit Referenz-Farbgenauigkeit. Im Lieferumfang enthalten sind zudem ein Stylus, eine spezielle Hartschalenhülle und ein Abonnement für GoPro's Cloud-Dienste.
Ökosystem wächst: Vom Tablet bis zum Profi-Monitor
Neben dem Flaggschiff-Laptop baut ASUS das ProArt-Ökosystem aus. Seit Januar ist das ProArt PZ14 erhältlich, ein 14-Zoll-Tablet für mobile Profis. Mit nur 790 Gramm Gewicht (ohne Tastatur) setzt es auf den Snapdragon X2 Elite Prozessor. Diese ARM-Architektur soll maximale Akkulaufzeit bei genug Leistung für Apps wie Adobe Premiere Pro bieten.
Für den stationären Einsatz hat ASUS seine Monitor-Palette erweitert. Neue Profi-OLED-Modelle wie der ProArt Display OLED PA279CDV setzen auf eine spezielle, blendfreie Beschichtung, die Augenstrain reduzieren soll. Für Animations- und Spieleentwickler gibt es Monitore mit 240 Hertz Bildwiederholrate und extrem schnellen Reaktionszeiten.
Marktresonanz: Stärken glänzen, Schwächen bleiben
Seit den ersten Testberichten im März wird das PX13 vor allem für seine Rechenpower im kompakten Format gelobt. Die Kombination aus Prozessor und riesigem Arbeitsspeicher soll die integrierte Grafikleistung in bestimmten Profi-Anwendungen auf das Niveau dedizierter Grafikkarten heben. Rezensenten lobten das flüssige Scrubben in komplexen Videotimelines und die schnelle lokale KI-Verarbeitung.
Doch es gibt auch Kritik. In einer Premium-Klasse, in der 120-Hertz-Displays zum Standard geworden sind, wirkt die Begrenzung auf 60 Hertz beim PX13 wie ein Rückschritt. Auch die maximale Helligkeit von 500 Nits könnte für den Einsatz im direkten Sonnenlicht – ein zentrales Marketing-Versprechen des „Outdoor“-tauglichen Geräts – knapp bemessen sein.
Branchenwende: Windows holt im Kreativ-Markt auf
Der Launch der ProArt-Serie markiert einen strategischen Wendepunkt. Mit der Strix-Halo-Architektur von AMD und den großen Unified-Memory-Pools greift ASUS Apple's Vormachtstellung im Kreativsegment direkt an. Die Möglichkeit, fast 100 Gigabyte Speicher für die Grafik zu reservieren, macht sperrige, hitzeentwickelnde Grafikkarten in mobilen Workstations für viele Aufgaben überflüssig.
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Die durchgängige Integration leistungsstarker NPUs (Neural Processing Units) in allen Geräten zeigt zudem: Lokale KI-Berechnung wird zum neuen Standard für professionelle Workflows. Die langfristige Akzeptanz der Hardware hängt nun davon ab, wie gut die Kühlung unter Dauerlast funktioniert und wie stark Software-Hersteller wie Adobe die neuen KI-Fähigkeiten tatsächlich nutzen.
ASUS positioniert sich mit der erweiterten ProArt-Linie als ernstzunehmender Anbieter für eine neue generation kreativer Profis, die Leistung und Mobilität gleichermaßen fordern.
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