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Aston Martin DB12: Warum dieser „Super Tourer“ alles sprengt, was du über Sportwagen dachtest

10.01.2026 - 01:08:36

Du kennst das: endlose Autobahnkilometer, ein teurer Sportwagen unter dir – und trotzdem fühlst du dich eher gestresst als begeistert. Der Aston Martin DB12 will genau das ändern und erfindet den klassischen GT als „Super Tourer“ neu. Ist das hier der Sweet Spot zwischen Brutalität und British Luxury?

Aston Martin DB12: Wenn du merkst, dass dein bisheriger Traumwagen zu wenig träumt

Stell dir vor: Du fährst nachts über eine leere Autobahn. 200 km/h fühlen sich an wie 120, die Musik aus dem Bowers-&-Wilkins-System ist klar wie ein Liveset, das Leder riecht nach britischer Manufaktur statt nach Chemiefabrik – und jeder Gasstoß katapultiert dich nach vorn, ohne dass dir der Schweiß in den Händen steht.

Genau hier scheitern viele klassische Sportwagen und GTs. Entweder sind sie zu hart, zu nervös, zu digital – oder sie sehen gut aus, fühlen sich aber an wie ein schweres, schnelles Sofa. Was fehlt, ist dieser eine Sweet Spot: radikale Performance, die du wirklich nutzen kannst, verpackt in ein Interieur, in dem du freiwillig noch einen Umweg fährst.

Genau diese Lücke will der Aston Martin DB12 schließen. Kein normaler GT, sondern ein „Super Tourer“, wie Aston Martin ihn selbst nennt – und sie übertreiben zur Abwechslung mal nicht.

Die Lösung: Der Aston Martin DB12 als Statement auf Rädern

Der DB12 ist der Nachfolger des DB11, aber in der Szene spricht eigentlich niemand von „Facelift“. Die meisten nennen ihn das, was er ist: ein Neustart. Mehr Leistung, mehr Schärfe, viel moderneres Infotainment und ein Fahrgefühl, das in Reviews regelmäßig mit Worten wie „Telepathie“, „unfassbar stabil“ und „endlich zeitgemäß“ beschrieben wird.

Unter der Haube arbeitet ein 4,0-Liter V8-Biturbo (AMG-Basis, aber stark Aston-optimiert) mit rund 680 PS und ca. 800 Nm Drehmoment. 0–100 km/h in etwa 3,6 Sekunden, Topspeed um die 325 km/h – soweit die Zahlen. Spannend wird es, wenn du verstehst, was das auf der Straße bedeutet:

  • Autobahn links: Du ziehst mühelos an allem vorbei, was kein Supersportwagen ist – und fühlst dich dabei nicht wie in einem Tracktool, sondern wie in einem fliegenden Wohnzimmer.
  • Alpenpass am Sonntagmorgen: Die neue, deutlich steifere Karosserie, breitere Spur und das elektronische Hinterachsdifferenzial (E-Diff) geben dir das Gefühl, das Auto mit dem Gas zu zeichnen.
  • Innenstadt bei Regen: Die Fahrmodi zähmen die 680 PS so, dass du nicht bei jeder nassen Querfuge nervös wirst.

Der Clou: Der DB12 ist kein Auto, das dich anschreit. Er flüstert dir zu: „Du kannst, wenn du willst.“

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

Auf dem Papier konkurriert der Aston Martin DB12 mit Porsche 911 Turbo S, Bentley Continental GT und Ferrari Roma. In der Realität zielt er auf ein sehr bestimmtes Gefühl: Du willst nicht den schnellsten Rundenzeiten-Rekord, du willst jedes Mal Gänsehaut, wenn du die Garage öffnest.

  • 680 PS V8 mit brutaler Elastizität
    Auf der Landstraße bedeutet das: Du musst nicht ständig hochdrehen, um Feuerwerk zu bekommen. Ein kurzer Kickdown, und du bist in einer anderen Dimension unterwegs – auch im vierten oder fünften Gang.
  • Neue Fahrwerksabstimmung mit adaptiven Dämpfern
    Die adaptive Dämpfung analysiert permanent Straße und Fahrstil. Ergebnis: In „GT“ gleitet der DB12 überraschend komfortabel, in „Sport+“ merkst du, wie sich der Wagen förmlich in die Fahrbahn krallt. Du kannst damit wirklich von Hamburg nach Meran fahren – und am Pass trotzdem Spaß haben.
  • Deutlich modernisiertes Interieur & Infotainment
    Ein großer Kritikpunkt am DB11 war das veraltete Infotainment. Beim DB12 gibt es endlich ein eigenes Aston-System mit schnellem Touchscreen, besserer Grafik, CarPlay/Android Auto und logischer Bedienung. Du verbringst weniger Zeit damit, Menüs zu suchen, und mehr Zeit damit, einfach zu fahren.
  • Handwerk vs. Tech-Overkill
    Während viele Konkurrenten dich mit Displays zuschütten, bleibt der DB12 analog genug: echte Knöpfe für Klimabedienung, solide Metall-Schalter, handgenähte Lederflächen. Du spürst, dass hier nicht alles aus einem Modulbaukasten stammt – das macht etwas mit dir, vor allem, wenn du Wert auf Haptik legst.
  • Design, das nicht schreit – sondern flüstert: „Ich bin anders“
    Mehr Kanten, breiterer Grill, aber klar als Aston erkennbar. Viele Tester beschreiben ihn als „aggressiver, aber immer noch elegant“. Sprich: Du fällst auf, ohne zum Meme zu werden.

Auf einen Blick: Die Fakten

Merkmal Dein Nutzen
4,0-Liter V8-Biturbo mit ca. 680 PS Explosive Beschleunigung in jeder Lebenslage – Überholen wird zur Fingerübung, nicht zum Risiko-Projekt.
0–100 km/h in rund 3,6 s, Topspeed ca. 325 km/h Genug Performance, um auf Autobahn und Passstraßen in der Liga echter Supersportwagen mitzuspielen.
Neue adaptive Dämpfer & breitere Spur Spürbar präzisere Kurvendynamik bei gleichzeitig hohem Reisekomfort – du musst dich nicht zwischen Sport und Luxus entscheiden.
Modernes Aston-Infotainment mit Touchscreen, Smartphone-Integration Navigation, Musik, Connectivity auf heutigem Niveau – ohne Tech-Frust auf Langstrecken.
Handgefertigtes Interieur mit hochwertigen Materialien Jede Fahrt fühlt sich nach „Special Occasion“ an – selbst der Weg ins Büro bekommt Event-Charakter.
2+2-Konfiguration Hinten kein Familienkombi, aber Platz für Kinder, Taschen oder den Wochenend-Trip – Alltagstauglichkeit bleibt erhalten.
Aerodynamisch optimierte Karosserie & E-Diff Stabilität bei hoher Geschwindigkeit und spürbar mehr Traktion aus Kurven – mehr Vertrauen, weniger Nervosität.

Das sagen Nutzer und Experten

Schaut man in aktuelle Tests und Reviews auf YouTube sowie in Foren und Reddit-Threads zum Aston Martin DB12, ergibt sich ein klares Bild:

  • „So hätte der DB11 von Anfang an sein müssen“ – dieser Satz taucht auffallend häufig auf. Viele sehen im DB12 die konsequente Korrektur der Schwächen des Vorgängers.
  • Fahrdynamik & Lenkung werden fast durchgehend gelobt: direkte, natürliche Rückmeldung, deutlich mehr Grip und Vertrauen im Vergleich zum DB11. Gerade auf kurvigen Strecken scheint der DB12 viele Fans gewonnen zu haben.
  • Innenraum & Infotainment: Der Sprung nach vorn ist einer der meistgenannten Pluspunkte. Wo früher Kritik an Mercedes-Alttechnik und Menüführung laut wurde, sprechen aktuelle Nutzer von einem stimmigen, modernen System – nicht perfekt, aber endlich auf der Höhe der Zeit.
  • Sound & Emotion: Der V8-Klang wird als „kernig, aber kultiviert“ beschrieben. Nicht so brachial wie manche AMG-Derivate, aber mit einer sehr eigenen, britischen Note – gerade im Sportmodus ein echtes Erlebnis.
  • Kritikpunkte sind vor allem: hoher Preis, erwartungsgemäß hoher Verbrauch, und vereinzelt Hinweise auf typische Exoten-Themen wie Wartezeiten, Service-Netz und Individualisierungs-Zuschläge. Wer Aston Martin sagt, weiß aber in der Regel, worauf er sich einlässt.

Spannend: Viele Experten bezeichnen den DB12 als den „reifsten“ Aston der letzten Jahre – ein Auto, das nicht nur gut aussieht, sondern sich erstmals ganzheitlich so fährt, wie es aussieht.

Alternativen vs. Aston Martin DB12

In dieser Liga hast du keine schlechten Autos zur Auswahl, sondern unterschiedliche Charaktere:

  • Porsche 911 Turbo S: Brutal effizient, unfassbar schnell, technisch perfekt – aber emotional für manche fast zu klinisch. Wenn du maximale Performance suchst, ist der 911 Turbo S eine Bank. Wenn du mehr Drama und Handwerks-Charme willst, punktet der DB12.
  • Bentley Continental GT: Mehr Luxus, mehr Gewicht, eher Luxus-Cruiser als Sportgerät. Für die Langstrecke ein Traum, aber in engen Kurven nicht so spielerisch wie der Aston.
  • Ferrari Roma: Sehr emotional, sehr schön, etwas kompromissloser Richtung Sportlichkeit. Der DB12 positioniert sich dazwischen: mehr GT-Komfort als der Ferrari, aber dynamischer als der Bentley.

Der Aston Martin DB12 trifft am Ende eine Nische, die erstaunlich leer war: ein extrem leistungsstarker, aber nicht hysterischer Super Tourer, der Technik, Handwerk und Design so kombiniert, dass du nicht das Gefühl hast, ein Rennwagen-Imitat zu fahren. Gemessen an seiner Exklusivität, dem Designfaktor und der neuen Technik ist das Preis-Leistungs-Verhältnis im Segment durchaus konkurrenzfähig – zumal du hier nicht „nur“ ein Auto kaufst, sondern ein Stück Markenmythos aus dem Haus Aston Martin Lagonda, das an der Börse unter der ISIN GB00BN7CG237 geführt wird.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Wenn du auf der Suche nach einem reinen Tracktool bist, das du jedes Wochenende über den Ring prügelst, gibt es passendere Waffen. Wenn du aber ein Auto willst, das sich morgens vor dem Büro, abends vor dem Restaurant und sonntags auf dem Pass gleichermaßen richtig anfühlt, ist der Aston Martin DB12 einer der spannendsten Kandidaten seiner Zeit.

Er löst ein sehr konkretes Problem: die Lücke zwischen kalter Effizienz und klebriger Luxus-Show. Er ist schnell, ohne dich zu überfordern. Komfortabel, ohne weich zu werden. Digital, ohne seelenlos zu sein.

Am Ende musst du dir nur eine Frage ehrlich beantworten: Willst du einfach nur schnell sein – oder willst du jedes Mal Gänsehaut, wenn du den Startknopf drückst?

@ ad-hoc-news.de