Aston Martin DB12 von Aston Martin Lagonda - V8-Coupé als Gran-Tourer mit Fokus auf Fahrdynamik
Veröffentlicht am: 02.07.2026 um 12:05 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSVerantwortlich: Florian Meierhoff, ad hoc news Fachredaktion Software & Services. Geprueft am 02.07.2026, 12:04 Uhr. Details im Impressum.
Der Aston Martin DB12 steht tief auf dem Asphalt, die langen Türen fallen satt ins Schloss und ein dezenter Geruch nach Leder und leicht erwärmtem Aluminium liegt in der Luft. Wer am neuen, horizontal ausgerichteten Zentraldisplay wischt, merkt sofort, dass Aston Martin die Software im DB12 ernst nimmt. Entwicklungschef Roberto Fedeli spricht von einem Gran-Tourer, der sich wie ein digital aufgeräumter Sportwagen anfühlen soll.
Neues Infotainment-System aus eigenem Haus
Aston Martin hat für den Aston Martin DB12 erstmals ein vollständig eigenes Infotainment-System entwickelt, statt wie bisher ein zugekauftes System zu adaptieren. Das System läuft auf einer eigenen Software-Plattform von Aston Martin und soll laut Hersteller schnellere Reaktionszeiten und mehr Update-Fähigkeit bieten.
Im Mittelpunkt steht ein zentraler Touchscreen mit einer Bildschirmdiagonale von rund 10,25 Zoll, der leicht zum Fahrer hin angewinkelt ist. Unterhalb des Displays bleiben klassische Drehregler für Lautstärke, Klimabedienung und Fahrmodi erhalten, was auf längeren Etappen eine blinde Bedienung ohne Blickablenkung ermöglichen soll.
Aston Martin DB12 im Anleger-Fokus
Mehr Hintergründe zu Aston Martin Lagonda und der Bedeutung des DB12 für die Produktstrategie finden Sie im Themenbereich zur ISIN GB00BN7CG237 und bei den Investor Relations.
Software-Architektur, Updates und Konnektivität
Beim DB12 stellt Aston Martin die Software-Struktur auf eine moderne, serviceorientierte Architektur um, die spätere Funktions-Updates erleichtern soll. Das Fahrzeug ist dauerhaft online angebunden, Daten laufen über eine zentrale Steuereinheit, die sowohl Infotainment als auch bestimmte Komfortfunktionen koordiniert.
Over-the-Air-Updates, kurz OTA, sollen nach Angaben des Herstellers nicht nur Kartenmaterial und Entertainment betreffen, sondern auch Benutzeroberflächen und neue Assistenzfunktionen. Damit zielt Aston Martin auf Käufer, die ihren Gran-Tourer mehrere Jahre fahren und beim Software-Stand nicht zurückfallen möchten.
Benutzeroberfläche mit Fokus auf Klarheit
Beim ersten Blick auf das UI des Aston Martin DB12 fällt die klare Aufteilung in horizontale Funktionsbänder auf. Große Kacheln für Navigation, Medien und Telefon sollen dafür sorgen, dass Fahrer mit einem Blick erkennen, wo sie tippen müssen, ohne in verschachtelten Untermenüs zu versinken.
Produktdesigner Marek Reichman betont, dass Farbgebung und Typografie bewusst zurückgenommen sind, um vor allem das Straßenbild und die Instrumente wirken zu lassen. Der hohe Kontrast und reduzierte Grafiken sollen auch bei tiefstehender Sonne oder Spiegelungen für ablesbare Anzeigen sorgen.
Sprachsteuerung und Smartphone-Einbindung
Die Sprachsteuerung im DB12 soll natürliche Sprachkommandos verstehen und nicht nur starre Befehlsfolgen. Fahrer können etwa Navigationsziele, Innenraumtemperatur oder Medienwiedergabe über Sprache steuern, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen.
Zudem ist die Einbindung von Smartphones ein zentrales Software-Thema im DB12. Der Gran-Tourer unterstützt gängige Smartphone-Spiegelungslösungen, sodass Apps für Navigation, Musik oder Kommunikation nahtlos auf dem zentralen Display nutzbar sind. Der Wechsel zwischen nativen Fahrzeugfunktionen und Smartphone-Inhalten erfolgt über eine einfache Leiste am unteren Bildschirmrand.
Assistenzsysteme und Fahrdynamik-Regelung
Die Software des DB12 spielt auch bei den Fahrerassistenzsystemen eine wesentliche Rolle. Hinter Spurhaltefunktionen, Abstandsregelung und Kameras steckt eine Sensorfusion, die Radardaten, Kamerabilder und Ultraschallinformationen kombiniert. Die Auswertung erfolgt in Echtzeit in einer zentralen Steuerbox.
Für die Fahrdynamik nutzt Aston Martin mehrere Fahrmodi, die per Drehregler gewählt werden. Die Software variiert Kennlinien von Lenkung, Gasannahme, Dämpfung und Traktionskontrolle. So soll der DB12 sowohl auf der Autobahn als auch auf kurvigen Landstraßen ein präzises, aber nicht nervöses Fahrverhalten bieten.
Individualisierung über Profile und App
Über Nutzerprofile können Fahrer im Aston Martin DB12 Einstellungen für Sitzposition, Spiegel, bevorzugte Fahrmodi und Infotainment-Favoriten speichern. Beim Einsteigen erkennt das Fahrzeug anhand des Schlüssels oder der App, wer fährt, und lädt das passende Profil.
Eine begleitende Smartphone-App erlaubt es, Fahrzeugdaten aus der Ferne zu prüfen, etwa Reichweite, Tankstand oder verriegelte Türen. Zusätzlich lassen sich Ziele vorab planen und an das Navigationssystem senden. Für Vielreisende kann das den Start einer Fahrt deutlich beschleunigen.
Konnektivität als Umsatztreiber
Mit dem softwareseitig stark aufgerüsteten DB12 hat Aston Martin nicht nur die Technik im Blick, sondern auch wiederkehrende Umsatzpotenziale. Abo-basierte Dienste rund um Konnektivität, Navigation und zusätzliche Komfortfunktionen sind bei Premium-Herstellern ein wachsendes Geschäftsfeld.
Für Aston Martin spielen diese Erlöse eine Rolle, weil sie über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs hinweg Einnahmen generieren können. Gerade im Luxussegment sind Käufer eher bereit, für exklusive digitale Services zusätzlich zu zahlen, solange die Bedienung klar bleibt und der Mehrwert nachvollziehbar ist.
Einordnung und Aston Martin Lagonda Aktie
Der DB12 markiert für Aston Martin den Start einer modernisierten Modellgeneration, in der Software und Konnektivität deutlich stärker im Mittelpunkt stehen als bisher. Damit adressiert der Hersteller eine Kundengruppe, die klassische Gran-Tourer-Qualitäten mit aktueller Digitaltechnik verbinden möchte.
Die Aston Martin Lagonda Aktie (ISIN GB00BN7CG237) wird an der London Stock Exchange in Pfund gehandelt und der DB12 gehört zu den Modellen, mit denen der Hersteller sein profitableres Luxus-Portfolio stärken will.
Wichtige Fakten zum Aston Martin DB12
- Produkt: Aston Martin DB12
- Hersteller: Aston Martin Lagonda Global Holdings plc
- Kategorie: Software/Service/Abo
- Markteinführung: 2023
- UVP / Preis: ab ca. 185000 Euro (je nach Markt)
- Verfügbarkeit: in ausgewählten Märkten bestellbar
- Zielgruppe: Käufer von Luxus-Gran-Tourern mit hohem Anspruch an Fahrdynamik und aktuelle Fahrzeugsoftware
- Besonderheit / USP: erstmals von Aston Martin entwickeltes eigenes Infotainment-System mit Over-the-Air-Update-Fähigkeit im Gran-Tourer
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