ASML: TSMC verschiebt High-NA auf 2029
10.05.2026 - 10:20:39 | boerse-global.deBei ASML prallen derzeit Extreme aufeinander. Der niederländische Ausrüster für die Chipindustrie reitet auf einer massiven KI-Welle, während parallel dazu die geopolitischen Risiken für das Chinageschäft wachsen. Die Aktie zeigt sich davon unbeeindruckt.
Am Freitag schloss das Papier auf einem neuen Rekordhoch von 1.350,20 Euro. Das entspricht einem Wochenplus von gut zehn Prozent, womit sich der Kursgewinn seit Jahresbeginn auf 36 Prozent summiert. Auslöser der jüngsten Rally war ein starker Quartalsbericht von AMD. Der US-Konzern übertraf die Erwartungen deutlich und befeuerte damit die Hoffnungen auf einen rasanten Ausbau der KI-Infrastruktur.
Der breite Markt für Halbleiterausrüstung bietet ein solides Fundament. Weltweit stiegen die Umsätze in diesem Sektor zuletzt stark an. Treiber sind massive Investitionen in Speicherchips und neue KI-Kapazitäten. ASML profitiert als dominanter Anbieter von EUV-Systemen direkt von diesem Trend.
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Kurzfristige Dämpfer beim Wachstum
Trotz der Euphorie mahnen einige Analysten zur Vorsicht. Im zweiten Quartal sinkt die Bruttomarge voraussichtlich leicht auf maximal 52 Prozent. Im Vorquartal lag dieser Wert noch etwas höher. Hinzu kommt ein Dämpfer von Kundenseite: Der Großkunde TSMC will die teuren High-NA-EUV-Maschinen aus Kostengründen erst im Jahr 2029 einsetzen.
Geopolitik als größtes Risiko
Der größte Unsicherheitsfaktor bleibt die US-Handelspolitik. Der geplante "MATCH Act" bedroht das lukrative Chinageschäft, da das Gesetz auf strengere Exportkontrollen für DUV-Lithografiesysteme abzielt. Auch wer bestehende Anlagen in China wartet, gerät ins Visier. Die Folge: Ein solcher Schritt würde die langfristige Ertragskraft von ASML spürbar belasten.
Währenddessen wehrt sich CEO Christophe Fouquet gegen europäische Regulierungen. Gemeinsam mit den Chefs von Airbus, SAP und Siemens fordert er, das EU-KI-Gesetz drastisch zu vereinfachen. Die Wirtschaftsführer warnen vor einem Wettbewerbsnachteil für Europa und veröffentlichten dazu einen gemeinsamen Aufruf in mehreren Tageszeitungen.
Die politische Bühne bleibt für ASML in den kommenden Wochen entscheidend. Am 27. Mai präsentiert die Europäische Kommission ihr neues Paket zur technologischen Souveränität. Investoren achten genau auf die Details. Jeder Hinweis auf schärfere Exportregeln dürfte die aktuelle Rekordjagd der Aktie sofort bremsen.
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