ASML, Plus

ASML: 135 Prozent Plus in zwölf Monaten

17.06.2026 - 04:52:02 | boerse-global.de

ASML profitiert von Elon Musks Milliarden-Chipfabrik und steigert Umsatzprognose. Die Aktie erreicht neue Höhen.

ASML Aktie: Historische Dominanz durch Musks Terafab-Projekt
ASML - Finanzviertel-Skyline bei Dämmerung mit beleuchteten Fenstern. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Elon Musk plant mit Terafab eine gigantische Chip-Fabrik. Ohne die Maschinen aus den Niederlanden wird dieses Projekt scheitern. ASML zementiert seine Rolle als unverzichtbarer Flaschenhals im globalen KI-Boom. Das treibt den Aktienkurs auf immer neue Höhen.

Milliarden-Projekt befeuert Fantasie

Tesla, SpaceX und xAI bündeln ihre Kräfte für das Halbleiterprojekt Terafab. Die Partner planen anfängliche Investitionen von 55 Milliarden US-Dollar. Im Endausbau könnte die Summe auf 119 Milliarden US-Dollar steigen.

Für die Produktion modernster KI-Chips ist extreme Ultraviolett-Lithografie zwingend nötig. ASML baut als weltweit einziges Unternehmen diese 400 Millionen US-Dollar teuren Anlagen. Konzernchef Christophe Fouquet bestätigte direkte Gespräche mit Musk.

Solche Großprojekte belasten die ohnehin knappen Kapazitäten der Ausrüster. Fouquet rechnet für längere Zeit mit einem angebotslimitierten Markt.

Prognose rauf, China-Risiko runter

Die operative Entwicklung untermauert diese starke Marktstellung. Anfang Juni hob das Management die Umsatzprognose für das laufende Jahr auf bis zu 40 Milliarden Euro an. Zuvor meldete ASML für das erste Quartal einen Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent.

Parallel dazu verringert der Konzern seine Abhängigkeit von China. Der Umsatzanteil im Reich der Mitte fiel im ersten Quartal auf 19 Prozent. Südkorea sprang im Gegenzug auf 45 Prozent der Gesamtverkäufe. Exportkontrollen verlieren damit an Schrecken.

Kein Wunder. Investoren honorieren diese Entwicklung. Die Aktie notiert aktuell bei 1.554,80 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein massives Plus von 135 Prozent auf der Kurstafel. Das Rekordhoch vom Montag liegt in greifbarer Nähe.

Preismacht als nächster Hebel

Große Fondsgesellschaften wie Columbia Threadneedle werten ASML als zentralen Profiteur des KI-Infrastruktur-Zyklus. Analysten sehen weiteres Potenzial durch steigende Preise. Bernstein Research bestätigte das "Outperform"-Rating mit einem Kursziel von 1.700 Euro. Analyst David Dai verweist auf die hohe Preismacht der Ausrüster bei knappen Kapazitäten.

Am 15. Juli öffnet ASML die Bücher für das zweite Quartal. Dann stehen neben den Margen vor allem die Auftragseingänge im Fokus. Halten die Bestellungen für die teuren EUV-Systeme das hohe Tempo, dürfte der Weg zu neuen Höchstständen frei sein.

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