Arthrofibrose, Sanfte

Arthrofibrose: Sanfte Mobilisation ersetzt forciertes Dehnen

06.02.2026 - 01:12:12

Die Nachbehandlung nach Knieoperationen setzt zunehmend auf schmerzfreie Mobilisation, um die gefürchtete Komplikation Arthrofibrose zu vermeiden. Aggressives Dehnen gilt heute als kontraproduktiv.

Nach Knie-OPs setzt sich ein neuer Reha-Ansatz durch. Statt schmerzhafter Dehnungen stehen nun sanfte, schmerzfreie Bewegungen im Mittelpunkt. Dieser Paradigmenwechsel soll die gefürchtete Komplikation Arthrofibrose verhindern.

Was ist Arthrofibrose?

Bei einer Arthrofibrose bildet sich überschießendes Narbengewebe im Gelenk. Das führt zu Schmerzen, Schwellungen und einer massiven Bewegungseinschränkung – Patienten beschreiben oft ein „Schraubstockgefühl“. Bis zu 13 Prozent aller Patienten nach Knieoperationen sind betroffen.

Risikofaktoren sind:
* Die Operation selbst
* Genetische Veranlagung
* Infektionen
* Eine zu aggressive Mobilisation nach dem Eingriff

Warum forciertes Dehnen schaden kann

Lange versuchten Therapeuten, steife Knie mit intensivem Dehnen und Motorschienen „aufzubrechen“. Heute weiß man: Diese aggressive Herangehensweise kann den Zustand verschlimmern. Starker Schmerz und mechanischer Stress können die Entzündungsreaktion und damit die Narbenbildung sogar anfachen.

Die neue Devise lautet deshalb: Sanft bewegen, statt forciert dehnen. Das Ziel ist es, das Gelenk im schmerzfreien Bereich zu mobilisieren. So wird die Durchblutung gefördert, ohne die körpereigenen Schutz- und Abwehrreaktionen zu provozieren.

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Die Säulen der modernen Nachbehandlung

Der moderne Therapieplan ist individuell und multimodal. Im Zentrum steht die Physiotherapie mit speziellen Techniken:
* Sanfte, passive Bewegungen der Kniescheibe
* Kontrolliertes Beugen und Strecken streng innerhalb der Schmerzgrenze

Unterstützend kommen oft manuelle Lymphdrainage gegen Schwellungen oder schmerzfreie elektrische Stimulation zum Einsatz. Entscheidend ist, dass Patienten lernen, auf die Warnsignale ihres Körpers zu hören und Überlastungen zu vermeiden.

Ein tieferes Verständnis führt zum Umdenken

Der Wechsel zu schonenden Methoden basiert auf neuen Erkenntnissen über die zellulären Prozesse bei der Heilung. Früher deutete man Steifigkeit einfach als „Verwachsung“. Heute versteht man die komplexe Rolle von Entzündungsbotenstoffen und Stressreaktionen.

Auch Konzepte wie die Fast-Track-Chirurgie, die auf frühe Mobilisierung setzt, müssen daher mit einem sanften Bewegungskonzept kombiniert werden. Internationale Fachgesellschaften treiben den Austausch über diese neuen Standards voran.

Wohin geht die Reise?

Die Zukunft liegt in der personalisierten Therapie. Die Forschung arbeitet daran, Risikopatienten früher zu identifizieren. Langfristig könnten Medikamente, die gezielt in die Narbenbildung eingreifen, die Prävention verbessern.

Bis dahin bleibt die konsequente, schmerzadaptierte Mobilisation der wichtigste Baustein für eine erfolgreiche Genesung ohne Arthrofibrose.

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