Arsink-Trojaner, Millionen

Arsink-Trojaner bedroht Millionen Android-Geräte

08.02.2026 - 17:42:12

Der Arsink-Trojaner infiziert Android-Geräte und gewährt Angreifern über getarnte Cloud-Kanäle volle Kontrolle. Experten warnen vor der schwer zu erkennenden Malware.

Eine neue Spionagesoftware namens Arsink infiziert derzeit weltweit Android-Smartphones. Der Remote-Access-Trojaner (RAT) gewährt Angreifern die totale Kontrolle über betroffene Geräte. Sicherheitsforscher haben bereits über 45.000 Infektionen in mehr als 140 Ländern dokumentiert.

So tarnt sich die Malware in der Cloud

Das Besondere an Arsink ist seine raffinierte Tarnung. Statt eigene Server zu nutzen, missbraucht der Trojaner die Infrastruktur bekannter Cloud-Dienste. Er versteckt seinen bösartigen Datenverkehr in der Kommunikation mit Plattformen wie Google Firebase, Google Drive oder Telegram.

Für Sicherheitssysteme sieht dieser Datenstrom damit aus wie normaler Nutzer-Traffic. Die Entdeckung wird so erheblich erschwert. Die Analyse von über 1.200 einzigartigen APK-Hashes deutet zudem auf eine schnelle Weiterentwicklung der Malware hin.

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Gefälschte Premium-Apps als Köder

Arsink gelangt nicht über den Google Play Store auf die Geräte. Die Angreifer setzen auf Social Engineering: In Telegram-Gruppen, auf Discord oder dubiosen Websites locken sie Nutzer mit angeblichen Gratis-Versionen.

Dort werden „Premium-„, „Pro-“ oder „Mod“-Varianten beliebter Apps wie WhatsApp, Instagram oder YouTube zum Download angeboten. Wer zuschlägt, installiert stattdessen den Trojaner. Die Malware versteckt nach der Installation oft ihr Icon und arbeitet im Verborgenen.

Totale Kontrolle für die Angreifer

Einmal installiert, sammelt Arsink umfassend Daten und gibt Angreifern Fernzugriff. Die Malware kann:
* Kontakte, SMS und Anrufprotokolle auslesen
* Auf gespeicherte Fotos, Videos und Dokumente zugreifen
* Das Mikrofon zur Gesprächsaufzeichnung aktivieren
* Zwei-Faktor-Authentifizierungscodes (2FA) abfangen

Besonders kritisch: Die Angreifer können das Gerät aus der Ferne komplett löschen (Wipe). Alle gestohlenen Informationen werden über die getarnten Cloud-Kanäle abgeschöpft.

Warum diese Bedrohung so schwer zu stoppen ist

Arsink ist Teil eines beunruhigenden Trend zu „Cloud-nativer“ Malware. Diese Schadsoftware nutzt legale Dienste, um unentdeckt zu bleiben. Für Cyberkriminelle ist das ideal – sie brauchen keine eigene, teure Infrastruktur.

Das Problem wird durch den Zustand des Android-Ökosystems verschärft. Mehr als 40 Prozent aller aktiven Geräte erhalten keine regelmäßigen Sicherheitsupdates mehr. Sie sind damit ein leichtes Ziel für Angriffe.

So schützen Sie sich vor Arsink

Experten erwarten, dass andere Malware-Familien diese Taktiken kopieren werden. Nutzer können sich mit einfachen Maßnahmen schützen:
* Apps nur aus dem Google Play Store installieren
* Äußerst misstrauisch sein bei Angeboten für kostenlose „Premium“-Versionen
* App-Berechtigungen kritisch prüfen – warum braucht eine Taschenlampen-App Kontakt-Zugriff?
* Sicherheitsupdates für System und Apps sofort installieren
* Eine seriöse mobile Sicherheitslösung nutzen

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