Armata: 25 Millionen Dollar von Innoviva
14.05.2026 - 16:24:11 | boerse-global.deArmata Pharmaceuticals hat für das erste Quartal 2026 einen deutlich höheren Fehlbetrag gemeldet und zugleich eine teure neue Kreditlinie gesichert. Beides hängt eng zusammen: Das Biotech braucht Geld für die nächste klinische Phase, während die Bilanz durch Bewertungsänderungen belastet wurde.
Der Markt reagierte nervös. Die Aktie verlor heute 7,19 Prozent auf 7,10 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 33,64 Prozent.
Bewertungsverlust drückt Ergebnis
Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 115,3 Millionen Dollar oder 3,16 Dollar je Aktie. Ein Jahr zuvor lag das Minus bei 6,5 Millionen Dollar. Der kräftige Anstieg kam vor allem durch einen nicht zahlungswirksamen Bewertungsverlust von 101,1 Millionen Dollar bei einem Wandelkredit zustande.
Operativ fiel der Verlust deutlich kleiner aus. Er lag bei rund 8,8 Millionen Dollar nach 8,2 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Das zeigt: Das Kerngeschäft verschlechterte sich nur leicht, die Schlagzeile entstand vor allem durch die Bilanzbewertung.
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Der Umsatz blieb niedrig. Armata setzte 0,8 Millionen Dollar um, nach 0,5 Millionen Dollar im Vorjahr. Die Einnahmen kamen vollständig aus Förder- und Zuschussgeldern für das AP-SA02-Programm.
Teure Finanzierung von Innoviva
Am 12. Mai hat sich das Unternehmen eine neue besicherte Kreditlinie gesichert. Partner ist eine Tochter des Großaktionärs Innoviva. Das Darlehen über 25 Millionen Dollar läuft bis Januar 2029 und kostet 14,0 Prozent Zinsen pro Jahr.
Die Finanzierung kommt nicht zufällig. Ende März verfügte Armata nur noch über rund 4,8 Millionen Dollar freie Liquidität. Zum Jahresende 2025 waren es noch 8,7 Millionen Dollar. Die neue Schuld ist mit im Wesentlichen allen Vermögenswerten der Gesellschaft und ihrer US-Tochter besichert.
Parallel dazu verschiebt sich die Kontrolle weiter Richtung Innoviva. Nach der neuen Finanzierung und unter Einbezug von Warrants und Wandelinstrumenten wird der wirtschaftliche Anteil der Gruppe auf rund 82,7 Prozent geschätzt.
Nächster Prüfstein für AP-SA02
Im Mittelpunkt bleibt AP-SA02. Der Wirkstoffkandidat zielt auf Staphylococcus-aureus-Bakteriämie. Das Management arbeitet daran, in der zweiten Jahreshälfte 2026 eine Phase-3-Studie mit Überlegenheitsdesign zu starten.
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Für das Programm hat Armata bereits zwei wichtige FDA-Status erhalten: Fast Track und QIDP. Das beschleunigt Entwicklung und Prüfung. Der QIDP-Status kann zudem nach einer Zulassung fünf Jahre zusätzlichen Marktschutz bringen.
Die Gesellschaft baut zugleich ihre Produktion für phagenbasierte Herstellungsprozesse auf. Außerdem sucht sie weitere Partnerschaften und nicht verwässernde Finanzierung. Auch die AP-PA02-Pipeline für Lungeninfektionen soll so wieder stärker vorankommen.
Die Kosten bleiben hoch. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen auf 3,5 Millionen Dollar, die Forschungsausgaben lagen bei 6,1 Millionen Dollar. Anfang Mai waren rund 36,7 Millionen Aktien ausstehend. Die Aktie notiert damit weiter klar unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 9,04 Euro und auch unter dem 100-Tage-Durchschnitt von 7,60 Euro.
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