Arm bündelt Auto- und Roboter-Geschäft in neuer Physical-AI-Sparte
14.01.2026 - 22:22:12Der britische Chipdesign-Riese Arm Holdings stellt sich neu auf. Auf der CES 2026 kündigte das Unternehmen eine umfassende Reorganisation an, bei der eine neue „Physical AI“-Division entsteht. Sie soll das Wachstum in den boomenden Märkten für Robotik und autonome Systeme vorantreiben. Die Strategie spiegelt einen grundlegenden Branchenwandel wider: Künstliche Intelligenz verlässt den digitalen Raum und interagiert zunehmend mit der physischen Welt.
Drei Säulen für die Zukunft des Rechnens
Die Umstrukturierung teilt das Unternehmen in drei klar definierte Geschäftsbereiche. Neben den bestehenden Einheiten für Cloud & AI (Rechenzentren) und Edge AI (Smartphones, PCs) wird die neue Physical-AI-Sparte aufgebaut. Sie vereint das etablierte Automobilgeschäft mit den wachsenden Robotik-Aktivitäten. Diese Konsolidierung soll technologische Synergien nutzen, denn beide Sektoren stellen ähnliche Anforderungen an Chips: Höchste Energieeffizienz, Sicherheit und Echtzeitfähigkeit sind entscheidend.
„Diese Technologien können Arbeit fundamental verbessern, Effizienz steigern und das Bruttoinlandsprodukt von Nationen erheblich beeinflussen“, sagte Drew Henry, Leiter der neuen Division. Arm will daher gezielt Robotik-Spezialisten einstellen, um das erwartete Marktwachstum zu bedienen. Die Reorganisation ist Teil der Strategie von CEO Rene Haas, das Geschäft seit seinem Amtsantritt vor rund vier Jahren zu diversifizieren und den Wert der Arm-Technologie zu steigern.
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Autos und Roboter – eine strategische Allianz
Die Zusammenlegung von Auto- und Roboter-Sparte ist kein Zufall. Beide Branchen benötigen Prozessoren, die riesige Mengen Sensordaten verarbeiten können, um komplexe Umgebungen in Echtzeit zu erfassen und zu reagieren – und das bei strengen Energievorgaben.
„Unsere Kunden in beiden Sektoren verlangen höchste Standards“, erläuterte Arm-Chefmarketingofficer Ami Badani. Durch die Bündelung der Entwicklungsressourcen will Arm skalierbare Plattformen schaffen, die sowohl für intelligente Fahrzeuge als auch für Industrieroboter genutzt werden können. Das soll Entwicklungszyklen verkürzen und Kosten senken. Die Grenzen zwischen den Industrien verschwimmen bereits: Automobilkonzerne wie Hyundai und Tesla expandieren aktiv in die Entwicklung humanoider Roboter.
Die dritte Welle der KI erreicht die reale Welt
Arm reagiert mit dem Schritt auf einen breiten Branchentrend. Nach generativer und agentenbasierter KI sehen Analysten nun die dritte Welle heraufziehen: Physical AI. Diese Phase ist definiert durch KI-Modelle, die die physische Welt interpretieren und mit ihr interagieren. Sie erfordern enorme Investitionen in Trainingsdaten aus hochauflösenden Videos und Physik-Simulationen.
Im Gegensatz zu Cloud-KI benötigen physische Anwendungen ultrageringe Latenzzeiten und maximale Energieeffizienz – Stärken, auf die Arm mit seinen Prozessor-Architekturen setzt. Die Strategie zielt darauf ab, mehr Inferenz- und Steuerungsfunktionen direkt in den Geräten am „Edge“ auszuführen. So entsteht ein nahtloses Rechen-Netzwerk vom Server bis zum Roboter. Arm positioniert sich damit als Grundlagentechnologie-Anbieter für intelligente Maschinen in Fabriken, Logistikzentren und der Landwirtschaft.
Ein Rennen mit starken Konkurrenten
Arm agiert nicht allein auf dem Feld. Die Ankündigung auf der CES fiel in eine Phase intensiver Roboter-Präsentationen. Der Chip-Konkurrent Nvidia stellte neue Tools für autonome Systeme vor, und Mobileye gab die Übernahme des Robotik-Unternehmens Mentee bekannt. Auch die Zeitpläne der Industrie werden ambitionierter: Hyundai, Eigentümer von Boston Dynamics, plant den Einsatz seiner nächsten Generation des humanoiden Atlas-Roboters in US-Fabriken ab 2028.
Mit der Fokussierung auf Physical AI geht Arm eine langfristige Wette ein. Das Unternehmen positioniert seine Architektur als Fundament für eine Zukunft, in der intelligente Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen. Der Erfolg hängt davon ab, ob Arm die nötige Leistung, Effizienz und Sicherheit für die nächste Generation autonomer Systeme liefern kann.
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