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Arista Networks Aktie: XPO spart 75 Prozent Platz

11.05.2026 - 04:55:30 | boerse-global.de

Arista Networks verzeichnet starke Quartalszahlen, kämpft aber mit branchenweiten Lieferengpässen und steigenden Kosten.

Arista Networks Aktie: XPO spart 75 Prozent Platz - Foto: über boerse-global.de
Arista Networks Aktie: XPO spart 75 Prozent Platz - Foto: über boerse-global.de

Arista Networks hat ein Problem, das viele Hersteller gern hätten. KI-Kunden bestellen mehr Netzwerktechnik, als der Konzern liefern kann. Genau das macht die Aktie schwerer lesbar. Starke Zahlen treffen auf knappe Bauteile, höhere Kosten und eine Prognose, die eher die Lieferfähigkeit abbildet als die Nachfrage.

Starke Zahlen reichen nicht

Der Umsatz stieg im jüngsten Quartal auf 2,709 Milliarden Dollar, ein Plus von 35,1 Prozent. Operativ lief damit vieles besser als erwartet.

Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie lag Arista vorn. Er erreichte 0,87 Dollar, während Analysten mit 0,79 Dollar gerechnet hatten.

Die Börse reagierte trotzdem kühl. Am Freitag schloss die Aktie bei 120,14 Euro. Auf Wochensicht steht ein Minus von 18,62 Prozent, obwohl der Titel über zwölf Monate noch 44,35 Prozent vorn liegt.

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Der Grund liegt weniger im vergangenen Quartal. Der Markt hatte nach der starken Rally vor den Zahlen sehr hohe Erwartungen eingepreist. Eine nur solide Prognose für das laufende Quartal reichte dafür nicht.

Der Engpass sitzt in der Lieferkette

Das Management sprach von „branchenweiten Engpässen auf breiter Front“. Gemeint sind Wafer, Siliziumchips, CPUs, Optikkomponenten und Speicher. Die Nachfrage übersteige in diesem Jahr das verfügbare Angebot.

Besonders heikel: Das Problem kann ein bis zwei Jahre dauern. In einigen Fällen gelten Lieferzeiten von 52 Wochen bereits als normal.

Damit verschiebt sich der Blick auf Arista. Nicht jeder neue Auftrag wird sofort zu Umsatz. Der Konzern zahlt mehr, um sich kritische Teile zu sichern, und nimmt dafür Druck auf die Bruttomarge in Kauf.

Die Einkaufsverpflichtungen stiegen von 6,8 Milliarden auf 8,9 Milliarden Dollar. Die Jahresprognose von rund 11,5 Milliarden Dollar zeigt deshalb vor allem, was Arista ausliefern kann.

Prognose rauf, Marge unter Druck

Trotz der Engpässe hob das Management den Ausblick an. Für das Gesamtjahr peilt Arista nun ein Umsatzwachstum von 27,7 Prozent und Erlöse von etwa 11,5 Milliarden Dollar an.

Auch das KI-Netzwerkgeschäft soll mehr liefern. Das Umsatzziel steigt von 3,25 Milliarden auf 3,5 Milliarden Dollar.

Im laufenden Quartal stellt der Vorstand rund 2,8 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei etwa 0,88 Dollar liegen. Die Bruttomarge sieht Arista im Korridor von 62 bis 63 Prozent.

Strategisch setzt der Konzern auf drei KI-Netzwerkebenen: Scale-out, Scale-across und Scale-up. Scale-out trägt bereits spürbar bei. Scale-across entwickelt sich stärker als erwartet.

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XPO soll Platz sparen

Arista setzt parallel auf eine neue Optiktechnik. Auf der Optical Fiber Conference stellte der Konzern XPO vor, ein Format für schnelle optische Verbindungen in Rechenzentren. Dafür wurden 45 Modullieferanten eingebunden, inzwischen unterstützen mehr als 100 Anbieter den Ansatz.

XPO soll Netzwerk-Racks um bis zu 75 Prozent reduzieren. Beim Platzbedarf im Rechenzentrum nennt Arista Einsparungen von bis zu 44 Prozent. Scale-up-Anwendungen sieht das Management vor allem ab 2027.

Die Technik passt zur aktuellen Engpasslogik. Wer weniger Platz, kürzere Kabel und weniger Energie braucht, kann KI-Cluster dichter bauen. Das hilft aber nicht sofort gegen fehlende Chips.

Ein weiterer Punkt bleibt die Kundenseite. Arista führt inzwischen im Hochgeschwindigkeits-Switching über 10 Gigabit, hängt aber stark an wenigen Cloud-Riesen. Microsoft stand zuletzt für rund 26 Prozent des Umsatzes, Meta für 16 Prozent.

Damit kann der Konzern höhere Beschaffungskosten nicht beliebig weitergeben. Genau hier liegt der Kern der Bewertung: Der KI-Boom ist real, aber Arista muss ihn erst durch eine enge Lieferkette bringen. Auf den anstehenden Konferenzen von Needham, J.P. Morgan und William Blair dürfte das Management vor allem zu Lieferzusagen, Margenpfad und KI-Roadmap nachlegen.

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