ArcelorMittal Aktie: JPMorgan dreht durch
09.03.2026 - 20:25:55 | boerse-global.deJPMorgan hat ArcelorMittal heute von der Favoritenliste gestrichen – und das gleich mit einem doppelten Paukenschlag. Nein, nicht Paukenschlag: Die US-Bank vollzog eine der schärfsten Kehrtwenden, die der Stahlsektor zuletzt erlebt hat.
Vom Liebling zum Sorgenkind
Analyst Dominic O'Kane strich die Einstufung von „Overweight" auf „Underweight" – also vom Kauf- zum Verkaufssignal. Gleichzeitig senkte JPMorgan das Kursziel deutlich von 53,50 Euro auf 40,00 Euro. Das ist ein Rückgang von rund 25 Prozent beim Zielwert, was die veränderte Risikoeinschätzung der Bank unmissverständlich unterstreicht.
Hintergrund ist die Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundene Energiepreisfrage. O'Kane zieht dabei Parallelen zum Energieschock der Jahre 2022 und 2023 und stellt eine mögliche Wiederholung in den Raum. Steigende Produktionskosten beim Stahlschmelzen, nachlassende Nachfrage auf der Abnehmerseite und Risiken für das globale Wirtschaftswachstum – das ist der Dreiklang, der die Neubewertung trägt.
Energiekosten fressen Margen
ArcelorMittal kämpft bereits heute mit einer Bruttomarge von lediglich 7,5 Prozent. Kein großer Puffer, wenn die Energiepreise anziehen. JPMorgan argumentiert, dass dieser Umstand die Schutzwirkung der EU-Stahlsicherungsmaßnahmen – darunter eine Kürzung der Importquoten um mehr als 40 Prozent sowie die Aktivierung des CO?-Grenzausgleichsmechanismus – erheblich abschwächt.
Dabei erinnerte O'Kane ausdrücklich an den Abschwung im Stahl- und Minensektor zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Industriemetallpreise hätten bislang kaum auf den Iran-Konflikt reagiert, obwohl ihre Korrelation mit dem globalen Wachstum eng ist. Was früher Negativszenarien waren, ist nun laut JPMorgan die neue Ausgangslage.
Die Bank hält zwar grundsätzlich an ihrer Erwartung fest, dass europäische Stahlhersteller 2026 und 2027 Preissetzungsmacht zurückgewinnen und das Ergebnis steigern werden – die eigenen EBITDA-Prognosen für diese Jahre liegen jedoch bewusst unterhalb des Marktkonsenses.
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Gegenwind von allen Seiten
Zuletzt hat die Aktie bereits rund 14 Prozent an Wert verloren – gemessen über die vergangene Woche. Das zeigt, dass der Markt die neuen Risiken nicht ignoriert.
Auf der anderen Seite des Meinungsspektrums steht Jefferies: Die Investmentbank hatte ArcelorMittal zuletzt von „Hold" auf „Buy" hochgestuft und das Kursziel von 44,00 auf 62,00 Euro angehoben. Jefferies begründete dies mit einem positiven Ausblick für europäischen Stahl und einem EBITDA-Potenzial von 11,7 Milliarden Dollar für 2027 – rund 15 Prozent über dem Konsens.
Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich die Aktie derzeit. JPMorgan sieht vor allem die Energiefrage als entscheidenden Belastungsfaktor – und wer den Sektor 2022 erlebt hat, weiß, dass dieser Vergleich nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.
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