ArcelorMittal: 667 Millionen Dollar durch Vallourec-Verkauf
26.05.2026 - 11:27:30 | boerse-global.deArcelorMittal trennt sich von einem Teil seiner Vallourec-Beteiligung. Der Stahlkonzern erlöste mit dem Verkauf von rund zehn Prozent des Aktienkapitals brutto 667 Millionen Dollar. Das Geld fließt direkt in das laufende Aktienrückkaufprogramm.
Die Aktionäre honorieren den Schritt nur verhalten. Die Aktie notiert am Dienstag bei 57,88 Euro und gibt damit 0,62 Prozent nach. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich der Kurs allerdings mehr als verdoppelt – ein Plus von über 110 Prozent. Der RSI von 72,4 signalisiert zudem eine leichte Überkauftheit.
Details zum Vallourec-Deal
Im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens verkaufte ArcelorMittal rund 23,9 Millionen Vallourec-Aktien an institutionelle Investoren. Der Emissionspreis lag bei 24,00 Euro je Aktie. Die Abwicklung war für den 21. Mai 2026 vorgesehen.
Nach Abschluss der Transaktion hält ArcelorMittal noch 17,3 Prozent an dem französischen Röhrenhersteller. Ein Sitz im Aufsichtsrat bleibt erhalten. Für die restlichen Vallourec-Anteile vereinbarte das Unternehmen eine 90-tägige Haltefrist – mit marktüblichen Ausnahmen.
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Strategische Kapitalallokation
Der Verkauf passe zur disziplinierten Kapitalallokation des Konzerns, teilte ArcelorMittal mit. Man realisiere den Wert der Investition und leite die Erlöse direkt an die Aktionäre weiter. Das Unternehmen war 2024 bei Vallourec eingestiegen und sieht in dem Unternehmen weiterhin ein hochwertiges Asset mit starker Marktposition.
Parallel treibt ArcelorMittal seine Strategie voran. Der Konzern erwartet für dieses Jahr ein globales Stahlnachfragewachstum von zwei Prozent (ohne China) und rechnet mit steigenden Produktionszahlen in allen Regionen. Europäische Werke sollen von neuen Handelsmaßnahmen profitieren. 2025 erzielte das Unternehmen Erlöse von 61,4 Milliarden Dollar.
Ausblick
Im Juli steht ein Führungswechsel bei ArcelorMittal Nippon Steel India an. Der bisherige Finanzvorstand übernimmt dort den Chefposten. Zudem treibt der Konzern die Dekarbonisierung voran: Eine neue Elektrostahlfabrik im US-Bundesstaat Alabama soll 2027 die Produktion aufnehmen und die wachsende Nachfrage nach Elektroblechen für die E-Mobilität bedienen.
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Für Anleger bleibt der Vallourec-Verkauf ein klares Signal: ArcelorMittal stellt den Aktionär in den Mittelpunkt. Allerdings rückt die Frage nach weiteren Veräußerungen in den Fokus – schließlich hält der Konzern noch immer knapp 17 Prozent an dem Röhrenhersteller.
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