Arbeitsmoral-Umfrage: Generation 55+ zeigt höchste Mehrarbeits-Bereitschaft
09.02.2026 - 02:30:12Eine neue Umfrage offenbart tiefe Gräben zwischen den Generationen über die Zukunft der Arbeit. Während drei Viertel der Deutschen den Vorwurf zu geringer Arbeitszeiten zurückweisen, zeigt sich bei der Frage nach Mehrarbeit für die Konjunktur ein klares Altersgefälle. Die über 60-Jährigen sind mit Abstand am willigsten, länger zu arbeiten.
Die Daten des ZDF-Politbarometers vom 6. Februar 2026 zeigen ein gespaltenes Land: 48 Prozent halten Mehrarbeit für wirtschaftlich wichtig, 49 Prozent für weniger wichtig. Der entscheidende Unterschied liegt im Alter. Unter den über 60-Jährigen befürworten 61 Prozent längere Arbeitszeiten als konjunkturellen Beitrag. Bei den 18- bis 34-Jährigen sind es nur 36 Prozent, bei den 35- bis 59-Jährigen 38 Prozent.
Dienstleistungssektor braucht erfahrene Kräfte dringend
Die hohe Bereitschaft der Generation 55+ trifft auf eine Wirtschaft, die sie dringend benötigt. Das erwartete BIP-Wachstum von rund 1,0 Prozent 2026 stützt sich maßgeblich auf die Binnennachfrage und den Dienstleistungssektor. Branchen wie Gastgewerbe, IT und unternehmensnahe Dienstleistungen sind die Wachstumstreiber – und leiden besonders unter dem Fachkräftemangel.
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„Die Mobilisierung der Generation 55+ ist keine Sozialpolitik mehr, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit“, analysieren Experten. Unternehmen riskieren wertvolles Know-how, wenn sie keine altersinklusive Personalstrategie entwickeln. Der demografische Wandel verschärft den Druck zusätzlich.
89 Prozent fordern bessere Rahmenbedingungen
Die Debatte darf sich nicht auf reine Arbeitszeit beschränken. Fast neun von zehn Befragten (89 Prozent) halten bessere Rahmenbedingungen für entscheidend. Dazu zählen flexible Modelle, gezielte Weiterbildung und eine gesundheitsfördernde Arbeitskultur.
Genau hier liegt die Herausforderung für Personalverantwortliche. Sie müssen eine Brücke schlagen zwischen der mehrarbeitswilligen älteren Belegschaft und jüngeren Generationen, die stärker auf Work-Life-Balance pochen. Eine Einheitslösung funktioniert nicht.
Altersgerechte Konzepte statt Stereotype
Was bedeutet das konkret für die Personalarbeit? Für die Generation 55+ braucht es altersgerechte Arbeitsplätze, digitale Weiterbildung und flexible Übergänge in den Ruhestand. Mentoring-Programme können Wissen sichern und die Integration fördern.
Die Umfragedaten zeigen einen potenziellen Kulturkonflikt. Die Arbeitsethik der Älteren trifft auf veränderte Prioritäten der Jüngeren. Kann die deutsche Wirtschaft diese Unterschiede als Chance nutzen?
Politik und Unternehmen sind gleichermaßen gefordert
Die Herausforderung betrifft beide Seiten. Unternehmen müssen innovative Personalstrategien entwickeln, die vier Generationen produktiv zusammenbringen. Die Politik muss die geforderten Rahmenbedingungen schaffen – etwa durch flexiblere Rentenübergänge.
Die Entwicklung des Dienstleistungssektors wird zum Gradmesser. Gelingt es, die demografische Herausforderung in produktive Kraft zu verwandeln? Die Bereitschaft der Generation 55+ ist da. Nun müssen die Strukturen folgen.
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