Arbeitsmarkt: Erstmals seit Pandemie weniger Beschäftigte
19.02.2026 - 00:02:15 | boerse-global.deDie deutsche Wirtschaftsschwhe hat den Arbeitsmarkt voll erfasst. Erstmals seit der Corona-Pandemie ist die Zahl der Erwerbstätigen im vierten Quartal 2025 im Jahresvergleich gesunken ? ein klares Ende des langen Beschäftigungsbooms.
Laut vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Erwerbstätigen zwischen Oktober und Dezember 2025 bei rund 46,1 Millionen. Das sind 58.000 Personen oder 0,1 Prozent weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres. Saisonbereinigt fiel die Zahl sogar zum dritten Mal in Folge und ging gegenüber dem dritten Quartal 2025 um 25.000 zurück.
Die Details der Statistik zeigen: Der Rückgang wird maßgeblich von der Industrie getrieben. Die verarbeitende Industrie (ohne Bau) verzeichnete im Jahresvergleich einen dramatischen Verlust von 160.000 Stellen. Grund sind die anhaltende Industrierezession und die hohen Energiekosten. Auch die Bauwirtschaft setzte ihren Abwärtstrend fort.
Der Dienstleistungssektor zeigt ein gemischtes Bild. Zwar legten öffentlicher Dienst, Bildung und Gesundheit noch zu. Doch der Handel, Verkehr und die Gastronomie büßten 35.000 Stellen ein. Selbst der sonst wachstumsstarke IT- und Kommunikationssektor schrumpfte um 15.000 Beschäftigte ? ein Zeichen, dass die Tech-Schwäche auch Deutschland erreicht hat.
Fachkräftemangel entspannt sich zyklisch
Parallel dazu gibt der Fachkräftemangel nach ? allerdings aus den falschen Gründen. Laut einer aktuellen Ifo-Umfrage klagten im Januar 2026 nur noch 22,7 Prozent der Unternehmen über Engpässe durch Personalmangel. Das ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren.
?Die aktuelle konjunkturelle Schwäche ist der dominante Faktor?, so Ifo-Experten. In der Industrie sank der Anteil betroffener Firmen auf 16,6 Prozent. In Handel und Logistik entspannte sich die Lage spürbar. Nur in bestimmten Dienstleistungsberufen wie Rechtsberatung oder Zeitarbeit bleibt die Engpassquote hoch.
Trendwende oder vorübergehende Delle?
Die Zahlen für 2025 komplettieren ein Jahr der Stagnation. Analysten rechnen damit, dass der negative Trend im ersten Halbjahr 2026 anhalten wird. Frühindikatoren wie der Ifo-Beschäftigungsbarometer deuten auf weiter zurückhaltende Einstellungen hin.
Interessant ist die Entwicklung bei den Beschäftigungsformen: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten blieb mit 42,5 Millionen relativ stabil. Dagegen reagierten Selbstständige und geringfügig Beschäftigte deutlich empfindlicher auf die Konjunkturabkühlung.
Für Personalverantwortliche bedeutet die Entwicklung eine strategische Zäsur. Die Phase des ?Einstellens um jeden Preis? ist in vielen Branchen vorbei. Der Fokus verschiebt sich hin zu Personalbindung und Effizienz.
Personalverantwortliche stehen jetzt unter Druck, Personalbindung und Effizienz zu steigern ? und müssen gleichzeitig rechtlich sauber handeln. Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung ab 2025 stellt viele Arbeitgeber vor Herausforderungen: Wer sie nicht korrekt umsetzt, riskiert Bußgelder. Ein kostenloses E?Book erklärt Schritt für Schritt, wie Sie die Arbeitszeiterfassung rechtssicher und zeitsparend einführen ? inklusive Mustervorlagen für Stundenzettel. Arbeitszeiterfassung in 10 Minuten rechtssicher umsetzen
Doch Experten warnen vor falscher Sicherheit: Der demografische Wandel mit seiner schrumpfenden Erwerbsbevölkerung bleibt das langfristige Grundproblem. Sobald die Konjunktur anspringt, dürfte der Fachkräftemangel mit voller Wucht zurückkehren.
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