Arbeitslosigkeit in Großbritannien steigt auf Fünf-Jahres-Hoch
04.03.2026 - 08:24:29 | boerse-global.deDas britische Amt für Budgetverantwortung (OBR) korrigiert seine Prognose deutlich nach oben: Die Arbeitslosenquote wird 2026 auf 5,3 Prozent klettern. Das wäre der höchste Stand seit der Corona-Pandemie. Hinter der düsteren Prognose steht eine schwächelnde Wirtschaft und eine besorgniserregende Jugendarbeitslosigkeit.
Düstere Prognose: Höchststand seit 2020 erwartet
Noch im November 2025 rechnete das OBR mit einem Spitzenwert von 4,9 Prozent. Die nun veröffentlichte Frühjahrsprognose malt ein deutlich dunkleres Bild. Ein Wert von 5,3 Prozent wäre der höchste seit Ende 2020, als das Land im Lockdown war. Parallel dazu senkte das OBR seine Wachstumsprognose für 2026 auf nur noch 1,1 Prozent. Ein Lichtblick ist die erwartete Inflation: Sie soll von 3,4 Prozent (2025) auf 2,3 Prozent in diesem Jahr fallen.
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Die jüngsten offiziellen Daten untermauern den Trend. Die Quote für die drei Monate bis Dezember 2025 lag bereits bei 5,2 Prozent – dem höchsten Stand seit fünf Jahren. Die Prognose deutet darauf hin, dass der Höhepunkt der Arbeitslosigkeit erst noch bevorsteht.
Jugendliche als Verlierer des Abschwungs
Besonders alarmierend ist die Lage für junge Menschen. Die Arbeitslosenquote der 16- bis 24-Jährigen erreichte im letzten Quartal 2025 besorgniserregende 16 Prozent. Das entspricht fast einem Elfjahreshoch.
Ökonomen sehen hier auch politische Gründe. Experten der Bank of England nennen die kombinierten Effekte aus erhöhten Sozialversicherungsbeiträgen für Arbeitgeber und der Anhebung des nationalen Mindestlohns für jüngere Arbeitnehmer. Diese Faktoren erschwerten die Einstellung junger Menschen spürbar. Der Arbeitsmarkt schwächelt vor allem durch eine gedämpfte Nachfrage nach Arbeitskräften, was Berufseinsteigern den Einstieg besonders schwer macht.
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Politische Reaktionen und wirtschaftliche Risiken
Schatzkanzlerin Rachel Reeves stellte die Prognosen im Rahmen der Frühjahrserklärung im Parlament vor. Trotz der schlechten Nachrichten betonte die Regierung, den richtigen Plan für Stabilität und sinkende Lebenshaltungskosten zu haben. Sie verweist darauf, dass die Realeinkommen pro Kopf bis zur nächsten Wahl voraussichtlich steigen werden.
Für die Bank of England sind die Signale gemischt. Ein nachlassender Lohndruck könnte die Inflation schneller senken und den Weg für Zinssenkungen ebnen. Gleichzeitig ist die Kombination aus höherer Arbeitslosigkeit und schwächerem Wachstum eine erhebliche Belastung für die Gesamtwirtschaft. Das OBR selbst warnt vor erheblichen Risiken durch internationale Unsicherheiten, wie den eskalierenden Konflikt im Nahen Osten.
Langfristig rechnet das OBR mit einer Erholung. Die Quote soll 2027 auf 4,9 und 2028 auf 4,4 Prozent sinken. Bis dahin bleibt der Spagat zwischen Inflationsbekämpfung und Stützung des Arbeitsmarktes die zentrale Herausforderung. Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich die Prognose in den realen Daten widerspiegelt.
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