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Aprilia RS 660: Sportliches Mittelklasse-Bike mit Fokus auf Alltagstauglichkeit

14.06.2026 - 06:17:43 | ad-hoc-news.de

Die Aprilia RS 660 positioniert sich als sportliches Mittelklasse-Motorrad mit 659-ccm-Reihenzweizylinder, umfangreicher Elektronik und alltagstauglicher Ergonomie. Was das Bike technisch auszeichnet und wie es sich im Portfolio von Piaggio & C. SpA einordnet.

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Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Klassiker & Longseller. Vor der Veroeffentlichung am 14.06.2026, 06:17:08 Uhr geprueft. Details im Impressum.

Die Aprilia RS 660 gilt als sportlich orientiertes Mittelklasse-Motorrad, das die Lücke zwischen supersportlichen 1000er-Modellen und einsteigerfreundlichen Naked Bikes schließt. Mit einem 659-ccm-Paralleltwin, rund 100 PS Spitzenleistung und einem vergleichsweise moderaten Gewicht zielt das Bike auf Fahrerinnen und Fahrer, die Supersport-Optik mit praxistauglichen Fahreigenschaften verbinden wollen. In Deutschland wird die RS 660 seit 2020 angeboten und ist über Aprilia-Händlernetze verfügbar; einzelne Modelljahre wurden mit Varianten wie RS 660, RS 660 Extrema oder Sonderlackierungen ergänzt. Als Teil des Portfolios von Piaggio & C. SpA steht sie neben Modellen wie Tuono 660 und Tuareg 660 und soll insbesondere die sportliche Straßenfraktion unterhalb der V4-Supersportler ansprechen.

Technische Eckdaten der Aprilia RS 660

Herzstück der Aprilia RS 660 ist ein flüssigkeitsgekühlter Reihenzweizylinder mit 659 ccm Hubraum, der auf dem V4-Triebwerk der großen RSV4 basiert, jedoch halbiert und für den Straßeneinsatz abgestimmt wurde. Die Motorleistung liegt modellabhängig bei etwa 100 PS bei rund 10.500 U/min, das maximale Drehmoment bei knapp 67 Nm im Bereich um 8.500 U/min, womit die Maschine klar im sportlichen Mittelklasse-Segment positioniert ist. Aprilia koppelt den Motor mit einem Sechsganggetriebe, in höheren Ausstattungen inklusive Quickshifter für kupplungslose Gangwechsel. Das Fahrwerk setzt vorne auf eine Upside-down-Gabel von Kayaba und hinten auf ein Zentralfederbein, beide in wichtigen Parametern einstellbar, um die Maschine sowohl für sportliche Landstraßenfahrten als auch für den gelegentlichen Rennstreckeneinsatz zu rüsten.

Die Bremsanlage der RS 660 kommt mit Doppelscheibenbremse vorn und radial montierten Bremssätteln, häufig von Brembo, und einer Einzelscheibe hinten, unterstützt von einem schräglagenfähigen ABS. Das Trockengewicht wird von Aprilia mit rund 169 kg angegeben, fahrfertig liegt die Maschine je nach Ausstattung um 183 kg, was für ein vollverkleidetes Sportbike dieser Klasse ein vergleichsweise niedriger Wert ist. Die Sitzhöhe wird mit etwa 820 mm ausgewiesen, womit die RS 660 eher sportlich, aber nicht extrem hoch ausfällt und damit auch für mittelgroße Fahrerinnen und Fahrer zugänglich bleibt. In Tests wird wiederholt hervorgehoben, dass die Ergonomie im Vergleich zu klassischen Supersportlern etwas entspannter ausfällt: die Stummellenker sind weniger tief, die Fußrasten nicht zu weit hinten, was längere Etappen erleichtert. Diese Kombination aus sportlicher Geometrie und alltagstauglicher Sitzposition gilt als eines der wesentlichen Argumente für das Modell.

Elektronikseitig setzt Aprilia auf ein umfangreiches Fahrerassistenzpaket, das unter dem Namen APRC (Aprilia Performance Ride Control) zusammengefasst wird. Dazu gehören je nach Variante eine mehrstufige Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle, Motorbremseinstellung, verschiedene Fahrmodi, Launch Control und ein Kurven-ABS, das über eine IMU (Inertial Measurement Unit) die Schräglage erfasst. Bedient werden die Systeme über ein farbiges TFT-Display, das neben den klassischen Fahrdaten auch Menüs für die Elektronikbereitstellung anzeigt und häufig mit Smartphone-Konnektivität kombiniert wird. In neueren Modelljahren hat Aprilia Software-Updates genutzt, um Details wie Mapping oder Anzeigelogik anzupassen, ohne grundlegende Hardwareänderungen vorzunehmen. Für den deutschen Markt sind Euro-5-konforme Abgasanlagen mit integriertem Katalysator Standard, teils ergänzt um optionale Zubehörschalldämpfer, die innerhalb der Homologation bleiben.

Optisch orientiert sich die RS 660 klar an Aprilia-Supersportlern wie der RSV4, allerdings im verkleinerten Format. Charakteristisch sind die dreiteilige LED-Front mit Tagfahrlichtsignatur, die kompakte Heckpartie und markante Lackierungen, darunter klassische Aprilia-Racing-Farben sowie dezente einfarbige Varianten. Die Vollverkleidung ist aerodynamisch ausgelegt, integriert jedoch zugleich Elemente wie versteckte Winglets, die den Anpressdruck bei höheren Geschwindigkeiten verbessern sollen. Die Tankform ist so gestaltet, dass sie sowohl beim sportlichen Hanging-off-Fahren als auch im aufrechteren Straßeneinsatz guten Knieschluss bietet. Zubehörseitig bieten Aprilia und Drittanbieter eine breite Palette an Ergänzungen von höher positionierten Rastenanlagen über Racing-Scheiben bis hin zu Gepäcklösungen, um das Einsatzspektrum der Maschine zu erweitern.

Preislich startete die Aprilia RS 660 zum Marktanlauf in Deutschland im Bereich um 11.000 bis 11.500 Euro inklusive Mehrwertsteuer, abhängig von Farbe und Ausstattung; spätere Modelljahre und Sonderversionen können höher liegen und werden von Händlern teils mit saisonalen Rabatten angeboten. Konkrete tagesaktuelle Preise variieren, da Händler unterschiedliche Aktionen fahren und Lagerbestände einzelner Modelljahre abbauen. In Vergleichstests wird die RS 660 häufig gegen Modelle wie die Yamaha R7, Honda CBR650R oder Kawasaki Ninja 650 gestellt und vor allem für ihr geringes Gewicht, den drehfreudigen Motor und die umfangreiche Elektronik gelobt. Kritisch angemerkt werden in manchen Tests eine vergleichsweise straffe Abstimmung des Fahrwerks auf schlechten Straßen und die für die Hubraumklasse eher im oberen Bereich liegenden Anschaffungskosten. Auf der Rennstrecke attestieren Fachmedien der RS 660 dagegen ein sehr präzises Einlenkverhalten und eine hohe Neutralität in Schräglage, was sie für ambitionierte Hobbyfahrer attraktiv macht.

Innerhalb des Piaggio-Konzerns nimmt die Aprilia RS 660 eine Rolle als sportlich fokussiertes, aber alltagstaugliches Straßenmotorrad in der mittleren Hubraumklasse ein und ergänzt damit sowohl die V4-Topmodelle als auch die 660er-Baureihe mit Tuono und Tuareg. Für Fahrerinnen und Fahrer, die eine Kombination aus Supersport-Optik, moderner Elektronik und einer im Alltag noch beherrschbaren Leistungsentfaltung suchen, gehört die RS 660 zu den etablierten Angeboten im Markt. Die Aktie von Piaggio & C. SpA (DE000PIAG239) notiert am 13.06.2026 auf Xetra bei rund 3,00 Euro.

Steckbrief zur Aprilia RS 660

  • Produkt: Aprilia RS 660
  • Hersteller: Piaggio & C. SpA
  • Kategorie: Klassiker / Longseller im sportlichen Mittelklasse-Segment
  • Markteinfuehrung: Europäischer Marktstart ab 2020
  • UVP / Preis: zum Start in Deutschland rund 11.000 bis 11.500 Euro je nach Ausstattung (Stand Marktanlauf)
  • Verfuegbarkeit: über Aprilia-Vertragshändler und ausgewählte Motorrad-Fachhändler in Deutschland
  • Zielgruppe: sportlich orientierte Fahrerinnen und Fahrer, die ein leistungsstarkes, aber alltagstaugliches Mittelklasse-Sportbike suchen
  • Besonderheit / USP: 659-ccm-Paralleltwin mit rund 100 PS kombiniert mit umfangreichem Elektronikpaket (APRC) und relativ geringem Gewicht

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