Aprilia RS 660: Mittelklasse-Sportler mit Fokus auf Alltag und Rennstrecke
12.06.2026 - 14:14:54 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Lifestyle & Consumer. Vor der Veroeffentlichung am 12.06.2026, 14:14:04 Uhr geprueft. Details im Impressum.
Die Aprilia RS 660 gilt als einer der spannendsten Mittelklasse-Sportler im aktuellen Motorradmarkt und positioniert sich bewusst zwischen Einsteigerbike und Superbikes. Der Zweizylinder-Sportler von Piaggio & C. SpA setzt auf ein relativ geringes Gewicht, einen kompakten Reihenzweizylinder und umfangreiche Assistenzsysteme, um sportliche Performance mit Alltagstauglichkeit zu kombinieren. Laut Hersteller leistet der 659-Kubikzentimeter-Motor rund 100 PS, kombiniert mit einem Trockengewicht von etwa 169 Kilogramm, was für ein sehr agiles Handling spricht. Mit einer moderateren Sitzposition im Vergleich zu klassischen Supersportlern adressiert die RS 660 insbesondere Fahrerinnen und Fahrer, die Landstraße, Pendelwege und gelegentliche Rennstreckentage mit einem Motorrad abdecken wollen.
Motor, Fahrwerk und Elektronik der Aprilia RS 660 im Überblick
Kern der Aprilia RS 660 ist ein flüssigkeitsgekühlter Reihenzweizylinder mit 659 Kubikzentimetern Hubraum, der auf der Erfahrung von Aprilia aus der MotoGP- und Superbikeszene aufbaut. Der Motor ist auf mittlere Drehzahlen und eine breite nutzbare Leistungsentfaltung ausgelegt, um sowohl im Stadtverkehr als auch auf der Landstraße Reserven zu bieten, ohne ständig am Drehzahllimit fahren zu müssen. Die Nennleistung von rund 100 PS kombiniert Aprilia mit einem maximalen Drehmoment von etwa 67 Nm, sodass der Sportler auch aus Kehren und engen Kurven heraus kraftvoll beschleunigen kann. Im Zusammenspiel mit dem vergleichsweise niedrigen Gewicht zielt die RS 660 damit auf Fahrer, die eine sportliche, aber beherrschbare Charakteristik suchen.
Beim Fahrwerk setzt die Aprilia RS 660 auf einen Aluminium-Brückenrahmen, der Motor und Chassis eng zusammenführt und so hohe Steifigkeit mit geringem Gewicht ermöglichen soll. Vorn arbeitet eine voll einstellbare Upside-Down-Gabel, hinten ein Zentralfederbein, das je nach Modellvariante in Zug- und Druckstufe sowie Federvorspannung justierbar ist. Die Geometrie ist auf ein agiles Einlenkverhalten ausgelegt, gleichzeitig soll das Motorrad auf schnellen Landstraßenpassagen und bei höheren Geschwindigkeiten stabil bleiben. Die Bremsanlage mit Doppelscheibenbremse vorn, radial verschraubten Bremssätteln und ABS zielt klar auf sportliche Fahrer ab, die Wert auf präzise Dosierbarkeit und kurze Bremswege legen.
Ein zentrales Verkaufsargument der RS-660-Baureihe ist das Elektronikpaket, das Aprilia aus den größeren V4-Modellen abgeleitet hat. Je nach Ausstattungsniveau gehören ein schräglagenabhängiges ABS (Cornering-ABS), Traktionskontrolle, Wheelie-Control, Motorbremssteuerung, mehrere Fahrmodi und ein optionaler Quickshifter mit Blipper-Funktion zur Ausstattung. Über ein TFT-Farbdisplay kann der Fahrer die Assistenzsysteme an Fahrstil und Untergrund anpassen, vom eher komfortbetonten Alltagsmodus bis zum sehr direkten Track-Setting. Damit positioniert Piaggio die Aprilia RS 660 klar in einem Segment, in dem Elektronik nicht nur als Sicherheitsnetz, sondern als integraler Bestandteil des Fahrerlebnisses verstanden wird.
Auch die Ergonomie zeigt, dass die RS 660 nicht ausschließlich auf die Rennstrecke entwickelt wurde. Die Lenkerstummel sind etwas höher und weniger extrem nach unten gekröpft als bei klassischen Supersportlern, die Fußrasten sitzen sportlich, aber nicht übertrieben hoch. In der Praxis bedeutet dies, dass viele Fahrer auch längere Etappen ohne starke körperliche Ermüdung bewältigen können, während auf der Landstraße eine aktive, vorderradorientierte Sitzposition erhalten bleibt. Der zweistufige Sitz und der optionale Soziussitz richten sich an Nutzer, die das Motorrad auch im Alltag oder für gelegentliche Touren mit Beifahrer einsetzen. Ergänzt wird das Paket durch ein modernes LED-Lichtdesign mit Tagfahrlicht, das der RS 660 einen eigenständigen, gut erkennbaren Auftritt im Straßenverkehr verschafft.
Für den deutschen Markt wird die Aprilia RS 660 üblicherweise in mehreren Farbvarianten angeboten, darunter klassische Rennsportlackierungen mit Anleihen an die historischen Aprilia-Rennmaschinen. Zudem existiert in vielen europäischen Märkten eine A2-konforme Version mit auf 35 kW reduzierter Leistung, die sich gezielt an Führerschein-Neueinsteiger in der EU richtet. Preislich bewegt sich die RS 660 in Deutschland nach Marktbeobachtungen im Bereich um die 12.000 bis 13.000 Euro, abhängig von Ausstattung, Farbvariante und eventuellen Händleraktionen. Exakte, tagesaktuelle Preise hängen jedoch vom jeweiligen Vertragspartner ab, weshalb Interessenten ihren lokalen Aprilia-Händler oder die offizielle Herstellerseite konsultieren sollten. Als Lifestyle-Produkt spricht das Motorrad nicht nur Performance-orientierte Fahrer an, sondern auch Kunden, die Design, Markengeschichte und ein gewisses Exklusivitätsgefühl schätzen.
Im Konzernportfolio von Piaggio & C. SpA ergänzt die Aprilia RS 660 die Bandbreite zwischen den alltagstauglichen Rollern der Marke Piaggio und den hubraumstarken Sport- und Nakedbikes von Aprilia. Das Modell ist strategisch wichtig, weil es in einem volumenstarken Segment antritt, in dem viele Fahrer von kleineren Maschinen aufsteigen, ohne direkt in die leistungsstärkste Superbikeklasse zu wechseln. Die Aktie von Piaggio & C. SpA (IT0003073266) notiert laut Daten vom 05.03.2026 auf Tradegate bei rund 1,62 Euro.
Kurzprofil: Aprilia RS 660 im Faktencheck
- Produkt: Aprilia RS 660
- Hersteller: Piaggio & C. SpA
- Kategorie: Lifestyle / Consumer-Motorrad
- Markteinfuehrung: Europaweite Marktpraesenz seit Anfang der 2020er-Jahre
- UVP / Preis: im Bereich um 12.000-13.000 Euro in Deutschland (haendlerabhaengig)
- Verfuegbarkeit: bei autorisierten Aprilia-Haendlern und im deutschen Fachhandel
- Zielgruppe: sportlich orientierte Fahrer, die ein agiles Mittelklasse-Sportmotorrad mit moderner Elektronik suchen
- Besonderheit / USP: Kombination aus drehfreudigem 659-ccm-Reihenzweizylinder, umfangreichem Elektronikpaket und vergleichsweise alltagstauglicher Ergonomie
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