Apples Siri-Revolution verzögert sich erneut
17.02.2026 - 05:10:11 | boerse-global.deDie KI-Überholung von Apples Sprachassistentin Siri kommt später und gestückelt. Kernfunktionen für den März sind verschoben – ein Rückschlag im Wettlauf mit Google und Microsoft.
Internes Testen habe Leistungs- und Zuverlässigkeitsprobleme offenbart, berichten mehrere Quellen. Der Konzern aus Cupertino muss seine ehrgeizigste Software-Offensive der letzten Jahre nun phasenweise ausrollen. Geplante Spitzenfunktionen wie die tiefe Durchsuchung persönlicher Daten auf dem Gerät werden nicht wie intern geplant im Update iOS 26.4 im März erscheinen.
Stattdessen verteilt Apple die Einführung wohl auf spätere Updates in diesem Jahr. Einige Teile könnten auf iOS 26.5 im Mai warten, komplexere Funktionen sogar auf iOS 27 im September. Die Verzögerung trifft Apple in einem entscheidenden Moment im globalen KI-Wettrennen.
Was Nutzer jetzt nicht bekommen
Betroffen sind genau die Fähigkeiten, die Siri revolutionieren sollten. Dazu zählt eine intelligente Sprachsteuerung für Aktionen innerhalb von Apps. Vor allem aber die neue Kontext-Intelligenz: Siri sollte Nachrichten, E-Mails und Fotos auf dem Gerät durchsuchen können, um präzise Antworten zu geben.
Ein Beispiel: „Spiele den Podcast, den mir Lisa letzte Woche geschickt hat.“ Die Assistentin sollte den Link in der Textnachricht finden und sofort abspielen. Genau diese nahtlose Integration bereitet offenbar Probleme. Tests hätten ungenaue Antworten, langsame Reaktionszeiten und Schwierigkeiten mit komplexen Anfragen gezeigt.
Ein Projekt mit langem Atem – und vielen Verschiebungen
Die Reise zu einem klügeren Siri ist eine Geschichte voller Korrekturen. Apple kündigte die umfassende, KI-getriebene Neuerfindung bereits auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2024 an. Damals versprach der Konzern einen revolutionären Assistenten für iOS 18 noch im selben Jahr.
Dieses Ziel wurde verfehlt, der Zeitplan auf ein allgemeines Fenster in 2026 verschoben. Offiziell hält Apple daran fest und betont, seine KI-Projekte lägen „im Plan für 2026“. Die jüngste Verzögerung betrifft also interne Meilensteine, nicht den Gesamtzeitrahmen. Für Nutzer und Branchenbeobachter, die auf einen konkurrenzfähigen Assistenten warten, ist es dennoch ein weiterer Frustpunkt.
Technische Hürden und der Google-Deal
Die Entwicklung stellt Apple vor immense technische Herausforderungen. Grund ist das strikte Privacy-by-Design-Prinzip des Konzerns. Während Wettbewerber wie Google mit riesigen Cloud-Datenmengen trainieren, setzt Apple auf Verarbeitung direkt auf dem Gerät. Das erschwert die Entwicklung leistungsstarker Sprachmodelle.
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Die neue Architektur, intern „Linwood“ genannt, basiert auf Apples eigenen „Apple Foundation Models“. Um voranzukommen, ging Apple sogar eine ungewöhnliche Partnerschaft mit dem Rivalen Google ein. Dessen Gemini-KI-Modelle sollen in Siri integriert werden.
Doch selbst diese Allianz konnte nicht alle Hürden beseitigen. In einigen Testversionen soll sich die neue Siri sogar standardmäßig mit einer ChatGPT-Integration beholfen haben – statt mit Apples eigenen Systemen.
Blick nach vorn: Stückwerk oder Masterplan?
Das vollständige KI-Siri-Erlebnis lässt auf sich warten. Das Update iOS 26.4 wird Nutzer im März dennoch erreichen, nur ohne die erhofften KI-Überraschungen. Apple könnte einige der verschobenen Funktionen später in einem „Preview“- oder Beta-Modus freischalten, um Feedback zu sammeln.
Langfristig arbeitet der Konzern bereits an der nächsten Stufe. Das Projekt „Campo“ für iOS 27 soll ein konversationellerer, Chatbot-ähnlicher Assistent werden. Dieses System wird voraussichtlich stärker auf Googles serverbasierte KI-Infrastruktur zurückgreifen. Für Apple geht es nun darum, die gestaffelte Einführung zu managen – und am Ende ein poliertes, zuverlässiges KI-Erlebnis zu liefern, das den hohen Erwartungen gerecht wird.
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