Apple iMac im Alltagstest – wie gut ist der iMac als eleganter All?in?One wirklich?
08.02.2026 - 22:00:07Ein aufgeräumter Schreibtisch, ein einziger farbiger Rahmen – und darin der komplette Rechner. Der Apple iMac wirkt eher wie ein Design-Statement als wie ein klassischer Desktop. Doch hinter der dünnen Silhouette steckt deutlich mehr als nur ein hübsches Gesicht: Der iMac mit Apple Silicon will ernst genommen werden, wenn es um Performance, Bildqualität und Effizienz im Alltag geht.
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Der aktuelle Apple iMac setzt radikal auf das All-in-One-Prinzip: Im nur wenige Millimeter dünnen Displaygehäuse steckt der komplette Rechner mit Apple Silicon, Speicher, Lautsprechern, Kamera und Mikrofonen. Wer von einem alten Desktop oder einem in die Jahre gekommenen iMac kommt, merkt den Sprung sofort: der M?Chip sorgt für einen fast schon irritierend flüssigen Arbeitsalltag.
Im Zentrum steht das 24 Zoll große 4.5K Retina Display. 4480 x 2520 Pixel auf dieser Fläche ergeben eine Pixeldichte, bei der Schrift wirkt, als wäre sie gedruckt, und selbst feine UI-Details gestochen scharf sind. Das Panel deckt den P3-Farbraum ab, bietet hohe Helligkeit und eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung. Farben wirken satt, aber nicht überzogen – ideal für Fotobearbeitung in Lightroom, Farbkorrektur in Final Cut oder schlicht für alle, die keine Lust mehr auf ausgewaschene Büromonitore haben. Gerade der iMac zeigt hier, wie stark das Display-Erlebnis den gesamten Eindruck eines Rechners prägt.
Der M?Chip im Apple iMac – je nach Konfiguration M1 oder ein neuerer Apple Silicon Chip – ist nicht nur schnell, sondern vor allem effizient. Apps starten nahezu ohne Verzögerung, große Bibliotheken in Fotos, Musik oder Notizen laden, als wären sie lokal im Arbeitsspeicher vorgerendert. Mehrspurige Audio-Projekte, Dutzende Browser-Tabs, eine RAW-Entwicklung im Hintergrund und Videocalls parallel: Der iMac bleibt erstaunlich unbeeindruckt und vor allem leise. Das thermische Design sorgt dafür, dass Lüfter im Normalbetrieb kaum auffallen. Für viele Nutzer ist genau das der Punkt, an dem der Umstieg auf einen iMac sich im Alltag am deutlichsten bemerkbar macht – der Rechner verschwindet akustisch.
Spürbar ist der Schritt auch im Homeoffice. Die integrierte 1080p FaceTime HD Kamera ist kein Revolutionär im absoluten Sinne, aber eine riesige Verbesserung gegenüber älteren Apple-Generationen und vielen Laptops. Unterstützt vom Bildsignal-Prozessor des M?Chips wirkt das Bild klarer, rauschärmer und besser belichtet, selbst in weniger ideal ausgeleuchteten Räumen. Dazu kommen Mikrofone in sogenannter Studioqualität, die Stimmen sehr klar einfangen und Hintergrundlärm intelligenter ausblenden, als man es von klassischen All-in-One-Rechnern gewohnt ist. Wer viel in Zoom, Teams oder Meet unterwegs ist, profitiert direkt davon, ohne sich sofort mit externen Webcams und USB-Mikrofonen beschäftigen zu müssen.
Auch beim Sound trifft der iMac eine fast schon unfaire Messlatte für Schreibtisch-Setups. Das Mehrlautsprecher-System mit Force-Cancelling-Woofern bietet einen deutlich volleren und räumlicheren Klang als man aus so einem dünnen Gehäuse erwarten würde. Musik, Serien oder YouTube-Content wirken präsent und überraschend druckvoll. Für anspruchsvolle Musikproduktionen werden viele weiterhin Studio-Monitore nutzen, aber für den täglichen Mix aus Office, Entertainment und gelegentlichem Videoschnitt ist der iMac akustisch beeindruckend komplett.
Die Designentscheidung, den iMac wieder stärker in Farben zu denken, wirkt im Arbeitsalltag erstaunlich relevant. Der Rahmen ist bewusst hell gehalten, der Kinnbereich setzt farbige Akzente – von Blau und Grün bis hin zu Rosa und Gelb, je nach Modell. Auf einem ansonsten neutralen Schreibtisch gibt der iMac eine klare visuelle Richtung vor. Gerade in Kreativstudios, Agenturen, Empfangsbereichen oder Wohnküchen macht der Rechner eine Figur, von der klassische schwarze Tower-PCs mit Kunststoffmonitor nur träumen können. Dass Tastatur, Maus oder Trackpad farblich darauf abgestimmt sind, macht das Setup optisch abgeschlossen und reduziert.
Wer bereits in der Apple-Welt zuhause ist, merkt schnell, wie eng der iMac sich in das Ökosystem fügt. Handoff, AirDrop, iCloud, geteilte Zwischenablage – alles wirkt wie ein einziger, durchgängiger Arbeitsraum über iPhone, iPad, MacBook und den iMac hinweg. Externe Laufwerke lassen sich über Thunderbolt / USB?C anbinden, und je nach Konfiguration gibt es zusätzliche Anschlüsse wie Gigabit-Ethernet elegant im Netzteil versteckt, um Kabelsalat auf dem Tisch zu minimieren. Gerade hier punktet der iMac als visuell ruhiger Arbeitsplatz: nur ein Stromkabel, dazu eventuell ein Ladekabel für das iPhone – mehr muss man nicht sehen.
Spannend wird es beim Vergleich: iMac oder lieber Mac mini plus Monitor? Der Mac mini hat den unbestreitbaren Vorteil, dass man Monitor und Peripherie frei wählen kann – praktisch für alle, die etwa bereits ein farbkalibriertes Referenz-Display besitzen oder ohnehin ein Ultrawide-Panel nutzen wollen. Doch mit einem Mac mini in Kombination mit einem wirklich hochwertigen 4K- oder 5K-Monitor landet man preislich schnell in einer ähnlichen Region wie beim iMac, verliert aber das so dichte Gesamtpaket aus Display, Sound, Kamera, Mikrofonen und ästhetischer Integration. Der iMac ist in dieser Hinsicht fast kuratiertes Desktop-Design: wenig Wahl, dafür hohe Kohärenz.
Verglichen mit einem MacBook bringt der iMac eine andere Art von Freiheit. Ein MacBook punktet mit Mobilität, klar – unterwegs arbeiten, im Café, auf der Couch. Aber wer viele Stunden am Tag arbeitet, unterschätzt oft, was ein großes, scharfes 24 Zoll 4.5K-Display mental ausmacht. Mehr Platz für Timelines, Spreadsheets, Moodboards. Der Nacken freut sich über eine feste, ergonomische Position auf dem Schreibtisch. Für viele wird eine Kombination aus MacBook plus externem Monitor die Standardlösung sein – wer aber genau diese Komplexität vermeiden will, landet beim iMac: eine dedizierte Arbeitsinsel, sofort einsatzbereit, kein Kabel-Flickenteppich.
Der iMac spricht damit sehr unterschiedliche Zielgruppen an. Familien bekommen einen zentralen Rechner, der im Wohnzimmer oder Arbeitszimmer steht und den alle nutzen können – von Schulprojekten über Fotobücher bis zu Serienabenden. In Agenturen oder Praxen macht der Apple iMac als Empfangs- oder Beratungsrechner einen professionellen und gleichzeitig einladenden Eindruck. Im Homeoffice eignet er sich für alle, die ihren Arbeitsplatz bewusst gestalten wollen: klar, aufgeräumt, leistungsstark, ohne sich mit Komponentenfragen aufzuhalten.
Trotz aller Stärken ist der iMac nicht für jede Person der logische erste Griff. Wer maximale Flexibilität bei Upgrades (etwa beim Monitor) braucht, lieber mit Fensterwänden aus unterschiedlichen Spezial-Displays arbeitet oder ohnehin viel mobil unterwegs ist, wird mit Mac mini, Mac Studio oder einem MacBook-Setup glücklicher. Wer dagegen einen zuverlässigen, ästhetisch starken All-in-One sucht, der sich nahezu lautlos in den Alltag einfügt, profitiert enorm vom aktuellen iMac.
Unterm Strich ist der iMac eine bewusst kuratierte Entscheidung: ein Rechner für alle, die Konzentration, Klarheit und ein stimmiges Gesamtbild auf dem Schreibtisch höher gewichten als modulare Perfektion. Das Display ist schlichtweg brillant, der M?Chip sorgt für diese lässige Selbstverständlichkeit in der Performance, und das Design macht aus einem Arbeitsplatz eine kleine Bühne. Wer sich darin wiederfindet, bekommt mit dem Apple iMac eine in sich geschlossene Lösung, die viele Jahre souverän durch den digitalen Alltag tragen wird.


