HomePod 2, Apple Smartspeaker

Apple HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der neue HomePod 2 wirklich?

20.03.2026 - 06:33:03 | ad-hoc-news.de

Der HomePod 2 will als smarter Apple Smartspeaker Wohnzimmer und Ohren erobern. Wie gut klingt der Apple HomePod wirklich – und lohnt sich das Upgrade vom ersten HomePod?

Apple HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der neue HomePod 2 wirklich?  - Foto: über ad-hoc-news.de
Apple HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der neue HomePod 2 wirklich? - Foto: über ad-hoc-news.de

Der erste Takt rollt durchs Zimmer, der Bass setzt ein, die Stimmen schweben frei im Raum – und für einen Moment wirkt der HomePod 2 größer, als es seine zylindrische Form verspricht. Der Apple HomePod 2 knüpft an die Klang-DNA des Originals an, verspricht aber mehr Raumgefühl, mehr Smart-Home-Komfort und eine engere Verzahnung mit dem Apple-Ökosystem. Die Frage ist: Reicht das für ein echtes Upgrade – oder nur für ein behutsames Facelift?

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Apple platziert den HomePod 2 nicht als Massen-Soundbar für jeden Fernseher, sondern als audiophilen Smartspeaker im Kern des Apple-Universums. Wer iPhone, Apple TV, Apple Music und vielleicht sogar ein paar HomeKit-Lampen besitzt, spürt schnell: Hier geht es um mehr als um Hintergrundgedudel. Der HomePod 2 will der Dreh- und Angelpunkt fürs Hören und Steuern sein – mit Schwerpunkt auf Klangqualität, Sprachsteuerung via Siri und Smart-Home-Integration über Matter.

Bevor es in die technischen Details geht, lohnt der Blick auf das Versprechen: raumfüllender 3D-Sound, ein hoch aussteuerbarer Tieftöner, fünf Hochtöner, die sich akustisch an den Raum anpassen, dazu eine intelligentere Siri und ein ausgebautes Smart-Home-Hirn. Das alles steckt in einem Design, das auf den ersten Blick vertraut wirkt – und auf den zweiten klar signalisiert: Hier hat Apple an Feinheiten geschraubt, nicht an Effekthascherei.

Wer den ersten Apple HomePod kennt, wird sich beim HomePod 2 sofort zu Hause fühlen. Der neue Smartspeaker übernimmt die ikonische Zylinderform mit vollständig textilbespanntem Gitter, das optisch fast mit der Umgebung verschmilzt. Statt Design-Revolution setzt Apple auf Evolution: die Touch-Oberfläche wurde erweitert und leuchtet nun flächiger, das Gewebe wirkt etwas feiner, und es gibt die bekannten Farben Weiß und Mitternacht – letzteres ein dunkler, nicht zu hart wirkender Ton, der im Wohnzimmer dezent bleibt.

Unter der Haube steckt allerdings eine neue Klangarchitektur. Der HomePod 2 nutzt einen High-Excursion-Woofer, der vertikal im Gehäuse sitzt und mit großer Auslenkung arbeitet. Apple spricht von einem kraftvollen, kontrollierten Bass, der in Kombination mit einem Ring aus fünf Hochtönern (Tweeter) arbeitet. Diese abstrahlenden Einheiten sind in einem 360-Grad-Layout angeordnet, sodass der HomePod 2 den Raum akustisch abtastet und den Sound entsprechend formt.

Der Unterschied zur ersten Generation: Beim ursprünglichen HomePod kam ein Ring aus sieben Hochtönern zum Einsatz, während Apple beim HomePod 2 auf fünf reduziert, dafür aber die Signalverarbeitung und die Raumakustik-Intelligenz verstärkt. Das Herzstück ist der S7-Chip, den man auch aus der Apple Watch kennt. Er rechnet in Echtzeit an der Klangkurve, analysiert das Zusammenspiel aus Raum, Reflexionen und Lautstärke, und passt die Wiedergabe permanent an. Das klingt nach Marketing, wirkt im Alltag aber verblüffend entspannt: Der HomePod 2 bleibt selbst bei deutlicher Lautstärke erstaunlich gelassen und vermeidet das „Schreien“ in den Höhen, das viele kompakte Smartspeaker plagt.

Der Bass des HomePod 2 ist eine der größten Überraschungen. Apple hat zwar die physikalischen Gesetze nicht außer Kraft gesetzt – ein kompakter Smartspeaker ersetzt kein ausgewachsenes Subwoofer-System – aber die Art, wie der HomePod 2 Tiefton strukturiert, ist bemerkenswert. Kickdrums kommen trocken, nicht matschig; elektronische Bässe rollen mit Druck, ohne den Rest des Frequenzspektrums zu verschlucken. Gerade im Vergleich zu vielen günstigen Smartspeakern, die „mehr Bass“ durch bloßes Aufdrehen der unteren Mitten simulieren, wirkt der Apple HomePod hier deutlich reifer.

Im Mittenbereich zeigt sich, ob ein Lautsprecher wirklich musikalisch ist. Stimmen sitzen beim HomePod 2 präsent und stabil im Raum, ohne künstlich hervorgehoben zu wirken. Vocals von Singer-Songwriterinnen bleiben körperhaft und warm, während männliche Stimmen nicht in dumpfe Fülle abrutschen. Für Hörbücher, Podcasts und Serien-Dialoge ist diese Abstimmung Gold wert – gerade wenn man den HomePod 2 mit einem Apple TV koppelt und als TV-Sound nutzt.

Die Höhenzeichnung ist typisch Apple: klar, gut aufgelöst, leicht auf der frischen Seite, aber nie so scharf, dass sie nervt. Hi-Hats, Raumhall und feine Details bleiben präsent, sodass komplexe Produktionen nicht zu einem Klangbrei verschmieren. Gleichzeitig zügelt die digitale Signalverarbeitung aggressive Spitzen, was längere Hörsessions deutlich angenehmer macht.

Ein entscheidender Teil der Klangsignatur des HomePod 2 ist die dynamische Anpassung an den Raum. Der Smartspeaker nutzt seine Mikrofone nicht nur, um deine Stimme für Siri zu erfassen, sondern auch, um Schallreflexionen in der Umgebung zu messen. Steht der HomePod 2 nahe an einer Wand, verstärkt er keine ohnehin schon betonten Bassbereiche, sondern justiert seine Wiedergabe so, dass der Klang ausgewogen bleibt. Steht er frei im Raum, spielt er breiter und luftiger.

Das Ergebnis ist gerade in schwierigen Wohnsituationen hörbar: Auf Sideboards, in Ecken oder zwischen Möbeln klingt der HomePod 2 deutlich kontrollierter als viele Konkurrenten, die dort zu wummern beginnen. Wer den ersten HomePod kennt, wird die Verwandtschaft wahrnehmen, aber auch feststellen: Der neue Smartspeaker spielt etwas aufgeräumter und souveräner, mit besserer Kontrolle über Lautstärkesprünge.

Ein Highlight des Apple HomePod war schon immer die Fähigkeit, zwei identische Geräte zu einem Stereo-Paar zu verbinden. Beim HomePod 2 führt Apple dieses Konzept fort – und setzt mit Dolby Atmos und 3D-Audio noch eins oben drauf, insbesondere in Verbindung mit Apple Music und Apple TV 4K. Zwei HomePod 2 im Stereobetrieb öffnen eine Bühne, die weit über die physische Position der Lautsprecher hinausgeht.

Bei gut gemasterten Atmos- oder 3D-Audio-Tracks entsteht ein Raumgefühl, das eher an ein kompaktes HiFi-Set erinnert als an zwei Smartspeaker. Instrumente lassen sich mühelos im Stereopanorama orten, Hallräume und Effekte lösen sich von den Lautsprechern und legen sich wie eine akustische Kuppel über den Hörbereich. Natürlich bleibt das alles im Rahmen der Frontbeschallung – echte Decken-Lautsprecher ersetzen die HomePod 2 nicht –, aber das Mehr an Immersion gegenüber einfachem Stereo ist klar wahrnehmbar.

Im Alltag bedeutet das: Konzerte und Live-Aufnahmen fühlen sich intimer an, Filmsoundtracks gewinnen an Tiefe, und selbst Serien klingen einfach „größer“. Wer viel über Apple Music hört und Wert auf 3D-Audio legt, bekommt mit dem HomePod 2 eine Lösung, die ohne AV-Receiver auskommt, aber trotzdem ein ernstzunehmendes Raumgefühl erzeugt.

Siri ist beim HomePod 2 die zentrale Schnittstelle – zum Musikhören, zum Steuern des Smart Homes und zum Abfragen von Informationen. Apple hat in den vergangenen Jahren hörbar an der Erkennung und an der natürlichen Sprache gearbeitet. Der HomePod 2 profitiert davon direkt: Sprachkommandos werden auch bei laufender Musik verlässlich verstanden, solange man nicht voll in Partylautstärke unterwegs ist. Die Mikrofon-Array-Technik des Smartspeakers blendet den eigenen Output weitgehend aus, um die Stimme aus dem Geräuschteppich zu filtern.

Subjektiv wirkt Siri auf dem HomePod 2 etwas reaktionsfreudiger und weniger „zerstreut“ als bei älteren Geräten. Musikbefehle wie „Spiel entspannte Jazz-Playlist auf Apple Music“ oder „Lautstärke auf 30 Prozent“ funktionieren im Test prompt, auch mehrschrittige Szenen („Hey Siri, Filmabend“) laufen sauber ab, wenn sie im Home-App-Ökosystem entsprechend eingerichtet sind.

Der eigentliche Quantensprung findet allerdings im Hintergrund statt: Der HomePod 2 unterstützt Matter – den neuen, plattformübergreifenden Smart-Home-Standard –, fungiert als Thread-Border-Router und als Home-Hub für HomeKit. Übersetzt heißt das: Der smarte Lautsprecher ist nicht nur Abspieler, sondern Zentrale. Lampen, Steckdosen, Thermostate, Sensoren und Schlösser, die Matter oder HomeKit sprechen, können über den HomePod 2 gesteuert und automatisiert werden, selbst wenn kein iPhone im Haus ist.

Die Kombination aus Siri und Matter macht den Apple HomePod 2 zu einem langfristigen Smart-Home-Baustein. Automationen wie „Wenn die Haustür geöffnet wird und es dunkel ist, schalte das Flurlicht ein“ laufen direkt über den Hub. Anwesenheitserkennung mit iPhones, Szenensteuerung und Fernzugriff via iCloud greifen nahtlos ineinander. Für Nutzer, die ihre Wohnung nicht zum IoT-Spielplatz mit zig Apps machen wollen, sondern eine ruhige, integrierte Lösung suchen, ist das ein starkes Argument.

Ein zentraler Unterschied zwischen dem Apple HomePod 2 und vielen anderen Smartspeakern: Apple denkt das Gerät als Teil eines Ökosystems – und nicht als Plattform für Werbung oder Datensammeln. Der HomePod 2 ist eng mit iPhone, iPad, Mac, Apple TV und Apple Music verknüpft. Das fängt beim Setup an: Ein iPhone in die Nähe halten, einmal bestätigen, und nach wenigen Sekunden ist der Smartspeaker im WLAN, in der Home-App und in Apple Music eingebunden.

AirPlay 2 ist das Rückgrat der Wiedergabe. Egal ob vom iPhone, iPad oder Mac – ein Tipp auf das AirPlay-Symbol genügt, und der HomePod 2 übernimmt den Sound. Multiroom-Wiedergabe wird dabei ebenso unterstützt wie die Übergabe von Audio: Läuft ein Song auf dem iPhone, kann man das Gerät in die Nähe des HomePod 2 halten (U1-Ultrabreitband vorausgesetzt), und der Smartspeaker übernimmt den Track nahtlos. Andersherum lässt sich Musik vom HomePod zurück auf die mobilen Geräte „mitnehmen“, wenn man die Wohnung verlässt.

In Kombination mit Apple TV 4K wird der HomePod 2 zum TV-Lautsprecher. Ein einzelner HomePod 2 kann den Fernsehton schon spürbar aufwerten, zwei im Stereopaar ersetzen für viele Wohnzimmer eine Soundbar. Dialoge werden klarer, Effekte räumlicher, und der Bass legt gegenüber den meisten TV-internen Lautsprechern Welten zu. Der Clou: Die Audioausgabe lässt sich systemweit auf den HomePod 2 setzen, sodass auch Spiele und Apps vom Apple TV mit dem besseren Sound profitieren.

Natürlich gibt es eine Kehrseite: Wer sich für den HomePod 2 entscheidet, bekommt die volle Magie erst, wenn er bereits im Apple-Kosmos lebt oder berechtigt ist, dorthin zu wechseln. Android-Geräte bleiben außen vor – es gibt keine native Google- oder Spotify-Cast-Integration. Zwar lassen sich Dienste wie Spotify über AirPlay vom iPhone aus auf den HomePod streamen, aber die tiefe Integration inklusive Sprachsteuerung bleibt primär Apple Music vorbehalten.

Im Vergleich zur ersten Generation wird klar: Apple hat den HomePod 2 weniger als radikal neu gedachte Hardware, sondern als verfeinertes, zukunftssicheres Gerät positioniert. Die Grundidee – ein audiophiler Smartspeaker mit starker Raumklang-Technik – bleibt erhalten, aber Komponenten wie der S7-Chip, die neue Sensorik (Temperatur- und Feuchtigkeitssensor), der Thread-Support und Matter-Unterstützung machen den HomePod 2 zum moderneren Smart-Home-Knoten.

Der erste HomePod bot bereits einen kräftigen Woofer und sieben Hochtöner. Der HomePod 2 wechselt auf fünf Hochtöner, aber mit einer verbesserten Signalprozessierung. In der Praxis wirkt der Klang des neuen Modells eine Spur raffinierter und ausbalancierter, mit etwas besserer Ruhe im Hochtonbereich und einer kontrollierteren Bühne bei hoher Lautstärke. Wer einen einzelnen HomePod der ersten Generation besitzt, wird keinen dramatischen Sprung erleben – aber Nutzer, die neu einsteigen oder ein Stereo-Paar planen, sollten klar zum HomePod 2 greifen.

Im Wettbewerb mit Alternativen wie Sonos One / Era 100, Amazon Echo Studio oder Google Nest Audio positioniert sich der Apple HomePod 2 bewusst klar: Er richtet sich an Menschen, die ein iPhone besitzen und entweder Apple Music oder zumindest AirPlay intensiv nutzen. Während Sonos bei der Dienstevielfalt besticht und Amazon mit dem Echo Studio sehr aggressiv beim Preis-Leistungs-Verhältnis auftritt, setzt Apple auf enge Verzahnung und Datenschutz – und auf eine Klangsignatur, die vom ersten Ton an „fertig“ wirkt, ohne manuelle Apps-Schieberei.

Der Echo Studio etwa trumpft mit breitem Bass und Dolby Atmos für Alexa-Nutzer auf, wirkt aber im Direktvergleich weniger fein abgestimmt. Der Sonos Era 100 ist ein starker Allrounder mit sehr guter App und Multiroom-Flexibilität, klingt neutral und zugänglich, bietet aber nicht die gleiche nahtlose Integration in das Apple-Universum und kein so tief verzahntes Siri-Erlebnis. Wer sich bewusst für Apple entscheidet, bekommt mit dem HomePod 2 eine Lösung, die stärker in Richtung „schlüsselfertiges Erlebnis“ geht als in Richtung „Maximalfreiheit“.

Der HomePod 2 ist nicht nur Ohren, sondern auch Sensor. Apple hat dem Smartspeaker einen Temperatur- und Feuchtigkeitssensor spendiert, der nicht nur in der Home-App angezeigt wird, sondern sich auch in Automationen einbinden lässt. So kann der HomePod 2 beispielsweise als Auslöser dienen, wenn ein Raum zu warm wird („Wenn im Wohnzimmer mehr als 24 Grad, dann Ventilator-Steckdose einschalten“) oder wenn die Luftfeuchtigkeit einen bestimmten Bereich verlässt.

Der integrierte Thread-Border-Router ermöglicht zudem die direkte Einbindung von Thread-fähigen Smart-Home-Geräten, ohne dass pro Hersteller ein eigener Hub nötig wäre. In Kombination mit Matter – das als Standard eine Brücke zwischen Apple, Google, Amazon und anderen Herstellern schlägt – wird der HomePod 2 zum diplomatischen Vermittler in einem Smart Home, das nicht auf eine einzige Marke festgelegt sein will, aber trotzdem von Apples Struktur profitieren soll.

Sprachsteuerung bleibt dabei der intuitivste Weg. Die Aktivierung über „Hey Siri“ (oder die neu von Apple unterstützte, verkürzte Ansprechform, je nach Systemversion) reagiert im Alltag zuverlässig. Wer Türschlösser, Rollläden oder Alarmanlagen eingebunden hat, kann die Sicherheitsstufe in der Home-App so konfigurieren, dass kritische Aktionen nur mit zusätzlicher Authentifizierung vom iPhone erlaubt werden. Für alltägliche Abläufe – Licht, Musik, Szenen – ist die Steuerung per HomePod 2 dagegen bewusst niedrigschwellig.

Ein weiterer Aspekt, der im Alltag unterschätzt wird: die Ruhe. Der Apple HomePod 2 ist im Betrieb auffällig unauffällig. Kein blinkender Werbering, keine fremden Stimmen aus dem Lautsprecher, keine in den Vordergrund gedrängten Skill-Stores. Siri antwortet sachlich, die Statusanzeige bleibt dezent. Das mag langweilig klingen, wirkt in einem Wohnzimmer jedoch erstaunlich angenehm – der Smartspeaker wird nicht zum Show-Off-Gadget, sondern zum stillen, ständig präsenten Werkzeug.

Beim Design bleibt Apple seinem minimalistisch-weichen Ansatz treu. Der HomePod 2 ist ein dicht gewebter Stoffzylinder mit leicht abgerundetem Top. Die Touch-Oberfläche auf der Oberseite dient zur Lautstärkeregelung, Play/Pause und zur manuellen Siri-Aktivierung. Sie leuchtet bei aktiver Wiedergabe und Siri-Anfragen mit typischem, farbigem Wellenmuster, das visuelles Feedback gibt, ohne den Raum zu dominieren.

Das Stromkabel ist in der Farbe des Gehäuses gehalten und wirkt hochwertig, es ist im Gegensatz zur allerersten HomePod-Serie beim HomePod 2 wieder abnehmbar gelöst, was Wartung und Positionierung erleichtert. Gummifüße sorgen für sicheren Stand, auch bei basslastiger Musik. In kleineren Räumen reicht ein einzelner Apple HomePod oft völlig, in offenen Wohn-Ess-Bereichen wirken zwei Geräte jedoch akustisch und optisch deutlich souveräner – sowohl als Stereo-Paar links und rechts des Fernsehers als auch symmetrisch im Raum verteilt.

Wichtig im Alltag: Der HomePod 2 ist eher ein „stell mich irgendwo hin und vergiss mich“-Gerät als ein „trag mich in jedes Zimmer“-Gadget. Für Multiroom setzt Apple auf mehrere HomePods oder HomePod minis, die sich via AirPlay 2 zusammenschalten lassen. Wer in jedem Raum Hintergrundmusik möchte, kombiniert sinnvollerweise einen oder zwei HomePod 2 im Hauptwohnraum mit günstigeren HomePod minis in Nebenräumen – die Home-App behandelt sie dann als orchestrierbares Ensemble.

Privatsphäre und Datenschutz sind zentrale Verkaufsargumente für Apple – und damit auch für den HomePod 2. Sprachaufnahmen werden laut Apple standardmäßig nicht mit der Apple-ID verknüpft, und ein Großteil der Verarbeitung geschieht lokal auf dem Gerät. Erst wenn komplexere Anfragen gestellt werden, wandern Daten in die Cloud – verschlüsselt und minimiert. Die Aktivierungsphrase („Hey Siri“) soll der HomePod 2 lokal erkennen, ohne jeden Raumton an Server zu senden.

Im Unterschied zu manchen Mitbewerbern setzt Apple nicht auf ein Werbe- oder Daten-Monetarisierungsmodell, sondern verdient sein Geld am Gerät und an Diensten wie Apple Music. Wer sich im Apple-Kosmos wohlfühlt, weiß zu schätzen, dass der HomePod 2 nicht zwischendurch versucht, einen in fremde Ökosysteme zu schleusen. Gleichzeitig ist Transparenz wichtig: Wer ganz ohne Cloud-Kontakt leben möchte, wird auch mit dem Apple HomePod 2 nicht glücklich werden, denn Funktionen wie Siri, Remote-Zugriff und viele Smart-Home-Features sind naturgemäß cloudgestützt.

Ein häufig diskutierter Punkt bei Smartspeakern: die Abhängigkeit vom Hersteller. Der erste HomePod wurde nach einigen Jahren aus dem Sortiment genommen, Software-Updates laufen aber weiter. Beim HomePod 2 ist davon auszugehen, dass Apple die Plattform langfristig pflegt – nicht zuletzt, weil sie eng mit der Smart-Home-Strategie über Matter und Thread verknüpft ist. Wer also einen Apple HomePod 2 kauft, investiert in ein Gerät, das sich über die Jahre durch Software-Upgrades weiterentwickelt.

Zu einem ehrlichen Blick auf den HomePod 2 gehört auch: Das Gerät richtet sich klar an eine definierte Zielgruppe – und geht bewusst Kompromisse ein, um diese optimal zu bedienen. Wer auf Android unterwegs ist oder flexible Integration mit beliebigen Streaming-Diensten wünscht, wird mit Alternativen wie Sonos oder herstellerneutralen Matter-Hubs glücklicher. Der HomePod 2 ist nicht die universale Lösung für alle Ökosysteme, sondern die konsequente Fortsetzung der Apple-Philosophie: Hardware und Software sind eng verzahnt, dafür aber auch in sich stimmig.

Musikalisch spielt der HomePod 2 in einer Liga, in der er sich nicht hinter kompakten Regallautsprechern verstecken muss – solange man keine extremen Pegel oder Tiefstbass-Orgien erwartet. Für Wohnzimmer, Küchen und Büros liefert er einen mehr als respektablen Sound, der gerade bei moderaten Lautstärken seine Stärken ausspielt: detailreich, rund und mit einem guten Gefühl von Raum. Wer Wert auf Hintergrundmusik mit audiophilem Einschlag legt, bekommt hier ein Gerät, das nicht nervt, sondern trägt.

Wer den HomePod 2 für Filme und Serien einsetzt, profitiert von klaren Dialogen und einer überraschend filmischen Breite, vor allem im Stereo-Paar mit Apple TV. Edle Soundbars mit separatem Subwoofer liefern noch mehr Druck und physische Wucht, kosten aber auch entsprechend – und integrieren sich selten so nahtlos ins Apple-Universum. Für viele Apple-TV-Besitzer mit mittelgroßen Räumen ist ein Paar HomePod 2 daher eine sehr attraktive Balance aus Klangqualität, Design und Bedienkomfort.

Smart-Home-Fans schätzen die Unterstützung von Matter, Thread und HomeKit, die den Apple HomePod 2 zu einem unsichtbaren Regisseur im Hintergrund machen. Szenen wie „Guten Morgen“ (Licht, Heizung, Musik) oder „Gute Nacht“ (Rollläden runter, Lichter aus, Türen checken) werden zum angenehmen Ritual, gesteuert mit einem Satz oder automatisch durch Zeit- und Präsenzregeln. Dass dabei keine Flutlichter auffahren, sondern ein unauffälliger, stoffummantelter Zylinder im Regal steht, ist Teil des Konzepts.

Bleibt die Frage: Für wen lohnt sich der HomePod 2 konkret? Wer primär im Apple-Ökosystem lebt, Wert auf guten Klang legt und sein Smart Home nicht mit zehn verschiedenen Apps jonglieren möchte, findet im HomePod 2 einen sehr starken Kandidaten – vor allem, wenn Apple Music im Spiel ist. Wer bereits einen oder mehrere HomePod minis besitzt, kann den HomePod 2 als akustisch überlegenen Ankerpunkt ergänzen und die Minis für Nebenräume nutzen. Wer vom ersten HomePod kommt, wird nicht in jedem Detail vom Hocker fallen, aber bekommt eine zukunftssicherere Plattform mit feineren Klangnuancen und erweitertem Smart-Home-Hirn.

Nutzer ohne Apple-Affinität oder mit hart etablierter Spotify-First-Nutzung sollten hingegen genau rechnen: Ja, man kann Spotify via AirPlay abspielen, aber die Sprachsteuerung und der Komfort sind klar auf Apple Music zugeschnitten. Wer hier nicht umsteigen möchte, könnte mit einem Sonos-System oder einem herstellerneutraleren Smarthome-Konzept besser fahren, selbst wenn der reine Klang des HomePod 2 sehr verführerisch ist.

Unterm Strich ist der HomePod 2 weniger ein spektakuläres, alles-überrollendes Produkt als ein sorgfältig durchdachtes Werkzeug für Menschen, die mit Apple leben – und mit Klang leben wollen. Der Bass drückt überraschend präzise, die Bühne baut sich weit größer auf als das Format verspricht, und Siri wirkt endlich nicht mehr wie eine nachträgliche Beigabe, sondern wie ein integraler Teil des Erlebnisses. Wer dieses Paket sucht, findet im Apple HomePod 2 einen der rundesten Smartspeaker seiner Klasse.

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