Apple HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der neue HomePod 2 als Smartspeaker wirklich?
27.04.2026 - 06:33:03 | ad-hoc-news.de
Der erste Schlag der Kickdrum sitzt. Warm, körperlich, aber nicht schwammig. Genau in diesem Moment zeigt der Apple HomePod 2, wofür er gebaut wurde: Er füllt den Raum mit einem dichten, dreidimensionalen Klangteppich, der eher nach ausgewachsener HiFi-Anlage als nach Smartspeaker klingt. Der HomePod 2 wirkt wie eine akustische Lichtquelle – und die Frage ist: Rechtfertigt dieses Sound-Erlebnis den Schritt vom alten HomePod oder von kleineren Apple Smartspeakern wie dem HomePod mini?
Apple inszeniert den HomePod 2 als audiophilen Mittelpunkt des vernetzten Zuhauses. Neue Klangarchitektur, 3D Audio mit Dolby Atmos, ein smarter Temperatur- und Feuchtigkeitssensor, dazu Matter-Support für das Smart Home – auf dem Datenblatt stimmt vieles. Entscheidend ist aber: Wie fühlt er sich im Alltag an, wie klingt er wirklich und für wen lohnt sich der Sprung zu Apples großem Smartspeaker?
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Wer den Apple HomePod 2 auspackt, merkt schnell: Apple will seine Design-Sprache nicht neu erfinden, sondern verfeinern. Der zylindrische Körper bleibt, die nahtlose Mesh-Bespannung auch. Trotzdem fällt auf, dass die Akustik-Architektur unter der Oberfläche komplett überarbeitet wurde – und genau das macht den Unterschied zum ersten Modell und zu günstigeren Smartspeakern anderer Hersteller.
Im Kern arbeitet im HomePod 2 ein High-Excursion-Woofer, also ein Tieftöner mit besonders großer Auslenkung. Er wird von einem Ring aus fünf Hochtönern flankiert, jeder mit eigenem Verstärker, die nach unten abstrahlen und über ein akustisches Waveguiding den Raum füllen. Der erste HomePod hatte noch sieben Tweeter – Apple hat also reduziert, aber gleichzeitig das Zusammenspiel verfeinert. Die Idee: Weniger Komponenten, dafür mehr Kontrolle über das Abstrahlverhalten und die Phasenlage. Das Ziel ist ein möglichst konsistentes Klangbild, egal wo du im Raum stehst oder sitzt.
Die eigentliche Magie des HomePod 2 passiert im Zusammenspiel aus Hardware und Software. Im Inneren rechnet ein S7-Chip – ein SoC, den Apple in ähnlicher Form aus der Apple Watch kennt – permanent die Raumakustik nach. Über integrierte Mikrofone analysiert der Apple HomePod 2, wie der Klang an den Wänden und Möbeln reflektiert wird. Diese Information fließt in Echtzeit in die DSP-Algorithmen ein. Der Effekt: Der Bass drückt erstaunlich präzise, selbst wenn der HomePod 2 recht nah an einer Wand steht, und Stimmen rücken im Mix klar nach vorne, ohne scharf zu wirken.
Wer den HomePod 2 mit dem ersten HomePod vergleicht, merkt ein Feintuning: Der Vorgänger neigte dazu, in bestimmten Räumen im Bass etwas aufzudicken, vor allem bei moderater Lautstärke. Der HomePod 2 zeichnet tiefe Frequenzen straffer, konturierter. E-Bässe pulsieren, Kickdrums bekommen ein definierteres Anschlaggeräusch, ohne dass der typische Apple-Wohlklang verloren geht. Er bleibt warm, aber nicht mehr „mollig“. Für geschulte Ohren ist das ein klares Upgrade.
Interessant wird der Apple HomePod 2, wenn man ihn mit klassischen Smartspeakern vergleicht. Viele Amazon-Echo-Modelle oder Google-Nest-Lautsprecher liefern inzwischen ordentlichen Klang, aber die räumliche Darstellung bleibt oft flach. Der HomePod 2 zieht hier gerade bei sauber produzierter Musik und Apple Music mit Dolby-Atmos-Inhalten davon. Streicher scheinen sich aus der physischen Hülle zu lösen, Synth-Pads schweben etwas höher im Raum, und gut gemixte Live-Aufnahmen profitieren von der breiten Stereowirkung – selbst aus nur einem Gerät.
Damit dieses 3D-Erlebnis funktioniert, arbeitet der Apple HomePod 2 mit beamformenden Hochtönern. Vereinfacht gesagt richten diese Tweeter bestimmte Frequenzbereiche gezielt in den Raum – für Direkt- und Diffusschall. Zusammen mit der intelligenten Raumkalibrierung entsteht das, was Apple als 3D Audio mit Dolby Atmos vermarktet. Im Alltag hört sich das nicht nach „Kinosound im Kleinformat“ an, sondern eher nach einer sehr großzügigen Stereo-Bühne mit Höhenstaffelung. Wer sich in der Apple-Welt mit Apple Music bewegt, profitiert besonders, weil viele Titel dort in Dolby Atmos vorliegen.
Richtig spannend wird der HomePod 2 im Stereo-Paar. Zwei Geräte lassen sich zu einem Stereosystem koppeln – allerdings nur, wenn es sich um zwei identische Generationen handelt. Ein erster HomePod und ein HomePod 2 lassen sich nicht zu einem Stereopaar kombinieren. Wer also von einem alten Modell kommt und echtes Stereo will, muss zwangsläufig in ein zweites Exemplar des Apple HomePod 2 investieren. Ist das Setup einmal eingerichtet, entschädigt der Klangumfang für diese Einschränkung: Die Bühne breitet sich breit und stabil aus, Vocals zentrieren sich in der Mitte, Becken und Details lösen sich hörbar von den Gehäusen.
Für eine typische Wohnzimmersituation – Couch, TV, etwas Wandabstand – kann ein solches Stereo-Paar des HomePod 2 eine Soundbar ernsthaft ersetzen oder ergänzen. Apple zielt genau darauf ab: In Verbindung mit einem Apple TV werden zwei HomePods 2 zu einem kabellosen Heimkino-Setup, das sich nahtlos ins Wohnzimmer integriert. Kein Subwoofer, kein AV-Receiver, keine Kabelschlacht. Dafür ein sehr aufgeräumtes Setup, das akustisch deutlich erwachsener klingt als man es von einem „Smartspeaker“ erwarten würde.
Natürlich bleibt Physik Physik: Tiefbass unterhalb von etwa 40 Hz erreicht der HomePod 2 nur bedingt, hier bleibt ein dediziertes Subwoofer-System überlegen. Aber was zwischen 50 und 80 Hz passiert, ist für die Größe beeindruckend. Basslines sind präsent und körperlich, ohne dass das Gehäuse zu dröhnen beginnt. Selbst bei höheren Pegeln hält die Elektronik den Treiber sauber im Zaum. Der Apple HomePod 2 komprimiert Musik etwas, bevor er hörbar verzerrt – ein typischer Apple-Komfortschutz, der im Alltag eher positiv auffällt, weil der Klang in sich stimmig bleibt.
Neben dem Klang ist der Apple HomePod 2 in erster Linie ein Smartspeaker für Menschen, die tief im Apple-Ökosystem verankert sind. Siri ist Sprachassistent und Schaltzentrale in einem. Per „Hey Siri“ (oder mit der neuen Option, nur „Siri“ zu sagen) lassen sich Wiedergabe, Lautstärke, Playlists, HomeKit-Geräte und Automationen steuern. Das Mikrofon-Array versteht Sprachbefehle in der Regel zuverlässig, auch wenn Musik läuft – solange man nicht zu weit entfernt ist oder sich direkt neben der Küchenabzugshaube befindet.
Die Sprachqualität von Siri hat in den letzten Jahren hörbar zugelegt. Der HomePod 2 profitiert davon und wirkt weniger begriffsstutzig als frühe Siri-Generationen. Befehle wie „Siri, spiel entspannte Jazz-Playlist im Wohnzimmer“ oder „Siri, dimme das Licht auf 30 Prozent im Esszimmer“ funktionieren intuitiv – vorausgesetzt, die Geräte sind in Apple Home bzw. der Home-App sauber benannt und organisiert. Genau hier trennt sich aber auch die Zielgruppe: Wer seine Smart-Home-Welt bisher mit Alexa oder Google Assistant aufgebaut hat, wird beim Umstieg auf den Apple HomePod 2 einiges neu strukturieren müssen.
Ein zentrales Update des Apple HomePod 2 ist der Support für Matter, den neuen Smart-Home-Standard, der endlich Herstellergrenzen überbrücken soll. Gemeinsam mit Thread-Unterstützung – je nach Gerät und Setup – kann der HomePod 2 als Steuerzentrale für ein herstellerübergreifendes Smart Home dienen. Im Idealfall bedeutet das: Philips-Hue-Lampen, Nanoleaf-Panels, smarte Steckdosen oder Thermostate unterschiedlicher Marken laufen unter einem Dach zusammen, gesteuert per Stimme über Siri oder per Home-App auf iPhone, iPad und Mac.
Im Alltag zeigt sich Matter-Support als strategischer Vorteil: Wer heute in den Apple HomePod 2 investiert, kauft nicht nur einen Smartspeaker, sondern einen potenten Home-Hub. Automationen wie „Wenn ich das Haus verlasse, schalte alles aus und senke die Heizung“ oder „Wenn der erste HomePod 2 morgens Musik spielt, fahre die Rollos hoch und dimme das Licht warm“ werden damit ohne zusätzliche Bridge lösbar, solange die anderen Geräte Matter oder HomeKit unterstützen.
Praktisch ist außerdem der integrierte Temperatur- und Feuchtigkeitssensor des HomePod 2. Was nach Spielerei klingt, fühlt sich im Alltag erstaunlich nützlich an. Die Daten aus dem Raum lassen sich für Automationen nutzen: Wenn die Temperatur im Wohnzimmer über 24 Grad steigt, schalte automatisch den Ventilator ein. Oder: Wenn die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer unter 40 Prozent sinkt, erinnere mich abends daran, den Luftbefeuchter zu starten. Der Apple HomePod 2 wird so zum unsichtbaren Wächter des Raumklimas.
Auch die Mediensteuerung fühlt sich typisch Apple an: Ein iPhone oder iPad in die Nähe halten, schon „springt“ die Wiedergabe vom mobilen Gerät auf den HomePod 2. AirPlay 2 erlaubt es, Musik von praktisch jeder App zum Lautsprecher zu schicken, unabhängig davon, ob diese nativ Apple Music unterstützt oder nicht. Für Streamingdienste jenseits von Apple Music, etwa Spotify, gibt es zwar keine direkte Siri-Anbindung wie bei Apple Music, aber der Umweg über AirPlay funktioniert stabil und ohne hörbare Qualitätsverluste.
Wer sich fragt, ob der Apple HomePod 2 gegen klassische HiFi-Anlagen anstinken kann, muss ehrlicherweise sagen: Gegen hochwertige passive Lautsprecher mit dediziertem Verstärker und sorgfältiger Raumaufstellung wird es eng. Physikalische Grenzen, Gehäusevolumen und flexible Lautsprecherbestückung sind dort im Vorteil. Aber der Vergleich hinkt ein wenig, denn der HomePod 2 ist mehr als ein Lautsprecher – er ist Streaming-Client, DSP, Raumkorrektur und Smart-Home-Zentrale in einem.
Verglichen mit vielen Kompakt-Anlagen und All-in-One-Systemen, vor allem im ähnlichen Preisbereich, wirkt der HomePod 2 äußerst konkurrenzfähig. Er spielt transparenter und kontrollierter als die meisten günstigen Multiroom-Lautsprecher, die oft den Bass aufdicken und in den Höhen glitzern lassen, um Eindruck zu schinden. Der Apple HomePod 2 klingt erwachsener: ausgewogener, stabiler über verschiedene Genres hinweg und deutlich souveräner bei niedrigen Lautstärken. Genau hier scheitern viele Konkurrenten – sie klingen nur laut gut. Der HomePod 2 bewahrt seine tonale Balance auch im Hintergrundbetrieb.
Was die Konkurrenz beim Thema Sprachassistent angeht, bleibt Amazon Alexa bei der reinen Funktionsbreite für Smart-Home-Bastler derzeit im Vorteil. Wer hunderte Skills nutzt, Drittanbieter-Dienste verschachtelt und gerne experimentiert, fühlt sich mit einem klassischen Echo-Ökosystem möglicherweise freier. Der Apple HomePod 2 spielt seine Stärken aus, wenn ein Nutzer Wert auf Datenschutz, geschlossene Integrationen und ein aufgeräumtes User-Erlebnis legt. Apple betont, dass Sprachaufnahmen standardmäßig lokal verarbeitet werden und nur anonymisiert in die Cloud gehen – ein Argument, das für viele Käufer inzwischen mehr zählt als ein zusätzlicher Gimmick-Skill.
Beim Design geht Apple beim HomePod 2 den bekannten Weg: Minimalistisch, fast schon unauffällig. Der zylindrische Körper ist in einem fein gewebten Mesh-Stoff gehüllt, wahlweise in Weiß oder Mitternacht (einem sehr dunklen Blau-Schwarz-Ton). Oben sitzt ein Touchfeld mit hintergrundbeleuchteter Siri-Animation. Das Feld dient zur Steuerung von Play/Pause, Lautstärke, zum Vor- und Zurückspringen sowie zum Auslösen von Siri per Tap. Die Haptik ist angenehm, das Feedback klar, auch wenn man ohne Blickkontakt nicht immer exakt die richtige Stelle für „Lauter“ oder „Leiser“ trifft.
Der Stoffüberzug des Apple HomePod 2 wirkt hochwertig, ist aber auch ein Staubmagnet. Gerade das weiße Modell wird in Küchen oder Haushalten mit Haustieren schneller optische Spuren zeigen. Wer den HomePod 2 nah an der Küchenzeile oder im offenen Wohn-Ess-Bereich einsetzt, sollte das im Hinterkopf behalten. Klanglich ist dieser Aufstellort übrigens kein Problem – die automatische Raumanpassung fängt sehr viel ab, auch wenn der Lautsprecher mal in einer Ecke oder näher an einer Wand steht.
Beim Stromkabel ist Apple beim HomePod 2 einen pragmatischen Weg gegangen: Es ist nicht fest vergossen wie beim ersten Modell, sondern abnehmbar, wenngleich nicht mit einem Standard-Kaltgerätestecker. Praktisch für Transport und Austausch, falls das Kabel Schaden nimmt. Einen Akku hat der HomePod 2 nicht – er ist ganz klar als stationäres Gerät konzipiert.
Ein weiterer Aspekt, der in der Praxis größer ist, als es auf dem Papier wirkt: die Stabilität und Verzögerungsarmut von AirPlay 2. Ein Apple HomePod 2 reagiert im Multiroom-Verbund schnell, gruppiert sich verlässlich mit anderen HomePods oder AirPlay-2-Lautsprechern, und Lippen-Synchronität bei Filmen über Apple TV ist – mit zwei HomePods 2 – erstaunlich gut. Es fühlt sich weniger nach einem „angeflanschten Streaming-Feature“ an und mehr nach einer nativen Audio-Erweiterung der Apple-Geräte.
Wer bereits einen HomePod mini besitzt und überlegt, ob der Apple HomePod 2 ein sinnvolles Upgrade ist, sollte sich fragen, was der Fokus ist. Für Sprachbefehle, einfache Hintergrundmusik und ein paar Smart-Home-Aktionen reicht der HomePod mini akustisch völlig. Der große Unterschied liegt in der Musikalität, im Volumen und in der räumlichen Darstellung. Der HomePod 2 klingt deutlich voller, kräftiger und souveräner – gerade bei orchestraler Musik, elektronischen Bässen oder Rock. Der Sprung ist nicht subtil, sondern eindeutig hörbar.
Im Vergleich zum ersten HomePod positioniert sich der HomePod 2 als „Refinement“. Die grundsätzliche Klangsignatur bleibt Apple-typisch: warm, rund, nie nervig. Aber der Detailgrad im Hochton ist verbessert, das Timing im Bass straffer und die Integration von 3D Audio konsistenter. Wer einen ersten HomePod besitzt, der noch einwandfrei funktioniert, muss nicht zwingend wechseln – aber wer ohnehin über ein zweites Gerät für Stereo nachdenkt oder sein Setup modernisieren will, trifft mit einem Doppelpack HomePod 2 eine zukunftssichere Wahl.
Auch im Zusammenspiel mit dem Apple TV zeigt sich der HomePod 2 im Alltag erstaunlich reif. Dialoge in Serien klingen verständlich, ohne dass man ständig an der Lautstärke drehen muss. Explosionen und Soundeffekte besitzen Druck, aber überlagern die Stimmen nicht. Viele Soundbars neigen dazu, bei Filmen etwas „im Gesicht“ zu kleben, während der Apple HomePod 2 die Klangbühne optisch breiter macht. Vorausgesetzt, die Geräte stehen sinnvoll, also links und rechts vom Fernseher oder symmetrisch um den Sehplatz.
Wichtig ist zu wissen: Der HomePod 2 ist für Apple-Kundschaft optimiert. Ohne iPhone oder iPad, ohne Apple ID und ohne Apple-Ökosystem verliert er viele seiner Stärken. Ja, man kann ihn über AirPlay 2 von anderen Geräten füttern – etwa einem Mac oder einem passenden Windows-Client – aber die eigentliche Eleganz entsteht erst mit iOS, macOS und Apple TV. Wer Android nutzt und keine Lust auf Workarounds hat, wird mit alternativen Smartspeakern von Sonos oder Amazon vermutlich glücklicher.
Beim Thema Datenschutz und Sicherheit spielt Apple wieder die bekannte Karte. Der Apple HomePod 2 verarbeitet viele Anfragen lokal, bevor Daten in die Cloud wandern. Einstellungen erlauben es, das Speichern von Sprachaufnahmen zu begrenzen oder auszuschalten. Auch in der Rolle als Home-Hub ist der HomePod 2 so gebaut, dass Smart-Home-Daten verschlüsselt übertragen werden. Für technisch affine Käufer ist das nicht allein kaufentscheidend, aber es ist ein Puzzlestück in dem Gesamtbild, in dem der HomePod 2 als „vertrauenswürdiger“ Mittelpunkt des vernetzten Hauses dasteht.
Ein weiteres Detail, das im Alltag Freude macht, ist die Art, wie der HomePod 2 mit mehreren Nutzern umgeht. Über die Erkennung verschiedener Stimmen kann Siri persönliche Anfragen unterschiedlich beantworten: Der Kalender des einen, die Erinnerungen der anderen, persönliche Playlists je nach Stimme. Die Personalisierung ist nicht perfekt, aber sie reduziert Reibung, wenn mehrere Menschen im Haushalt den Apple HomePod 2 intensiv nutzen.
Natürlich ist nicht alles makellos. Siri bleibt in manchen Nischen-Fragen hinter Alexa oder Google Assistant zurück. Wissensabfragen jenseits von Wetter, Fakten oder klassischen Wissensgebieten scheitern manchmal an Suchergebnissen, die man sich lieber schnell im Browser holen würde. Auch einige Streamingdienste lassen sich nicht so tief einbinden, wie man es sich wünschen würde. Hier merkt man, dass Apple den Fokus ganz klar auf die eigene Service-Welt, vor allem Apple Music, Apple TV+ und die Home-App, legt.
Trotzdem stellt sich beim Hören und Benutzen wieder und wieder dieses Gefühl ein, dass der HomePod 2 sehr bewusst gebaut wurde: nicht als Universalinstrument für jede Plattform, sondern als nahezu perfekter Sound- und Smart-Home-Knoten für Menschen, die sich ohnehin in Apples Welt zu Hause fühlen. Wer ein iPhone, ein iPad, vielleicht ein MacBook, eine Apple Watch und einen Apple TV besitzt, bekommt mit dem Apple HomePod 2 ein Gerät, das all diese Puzzleteile akustisch und funktional zusammenführt.
Preislich positioniert sich der HomePod 2 im Premiumsegment der Smartspeaker. Er ist teurer als viele Echo- oder Nest-Geräte, spielt aber auch klanglich und von der Verarbeitung her in einer anderen Liga. Gegenüber manchen Sonos-Speakern liegt er je nach Modell ähnlich oder leicht darunter, bietet dafür aber eine tiefere Apple-Integration, während Sonos bei Diensten und Plattformen offener ist. Letztlich entscheidet hier die Frage: Lebst du primär in der Apple-Blase oder bewegst du dich bewusst plattformneutral?
Für audiophile Nutzer, die keinen klassischen HiFi-Turm mehr im Wohnzimmer wollten, aber nie ganz mit dem flachen, blechernen Klang vieler Smart-Lautsprecher warm wurden, ist der Apple HomePod 2 ein sehr spannender Kompromiss. Er klingt „erwachsen“ genug, um ernsthaft Musik zu hören – von Jazz über Ambient und Singer-Songwriter bis hin zu elektronischen und Pop-Produktionen. Gleichzeitig bleibt er schnell, bequem und alltagstauglich. Ein Befehl, und die Musik läuft. Kein Fummeln mit Apps, kein Nachdenken über Eingänge oder Quellen.
Unterm Strich ist der Apple HomePod 2 kein Lautsprecher, den man wegen eines einzigen Features kauft. Er lebt von der Summe seiner Eigenschaften: Die Klangarchitektur mit Woofer und Tweeter-Ring, die DSP-gesteuerte Raumkorrektur, 3D Audio mit Dolby Atmos, Siri als Sprachschnittstelle, Matter-Support fürs Smart Home, die tiefe Integration ins Apple-Ökosystem. Wer all das nutzt, bekommt ein System, das sich schnell so selbstverständlich anfühlt wie Lichtschalter oder Wasserhahn – nur eben für Musik, Stimmen und vernetzte Geräte.
Damit richtet sich der Apple HomePod 2 glasklar an eine Zielgruppe: Apple-User, die Musik lieben, Wert auf ein aufgeräumtes Setup legen und ihr Smart Home eher kuratiert als wild zusammengeklickt aufbauen. Wer seine Streamingdienste quer über alle Plattformen nutzt, regelmäßig zwischen Android und iOS wechselt oder Alexa-Skills wie ein Baukasten-System bespielt, wird im HomePod 2 eher eine stilvolle, aber begrenzte Insel sehen.
Für alle anderen gilt: Wenn ein smarter Lautsprecher nicht nur Tool, sondern Herzstück des Wohnzimmers werden soll, ist der Apple HomePod 2 eine der elegantesten Lösungen auf dem Markt. Er klingt so, wie viele sich moderne HiFi wünschen – detailreich, kontrolliert und gleichzeitig entspannend – und verknüpft diesen Klang mit einer Smart-Home-Intelligenz, die sich meistens im Hintergrund hält, aber zur Stelle ist, wenn sie gebraucht wird.
Für wen lohnt sich der HomePod 2?
- Apple-Poweruser, die iPhone, iPad, Mac und Apple TV besitzen und ein zentrales Audio- und Smart-Home-Herzstück suchen.
- Musikliebhaber, denen klassische Smart-Lautsprecher zu dünn, zu spitz oder zu unpräzise klingen.
- Design-orientierte Nutzer, die eine minimalistische, aufgeräumte Wohnumgebung schätzen.
- Smart-Home-Nutzer, die auf HomeKit und Matter setzen und einen zuverlässigen, datenschutzorientierten Hub wollen.
Wem der Apple HomePod 2 eher nicht zu empfehlen ist:
- Menschen, die überwiegend Android nutzen und keine Lust auf AirPlay-Umwege haben.
- User mit stark Alexa- oder Google-basiertem Smart-Home-Setup, die diese Strukturen beibehalten möchten.
- Preisbewusste Käufer, die primär einen einfachen Küchenradio-Ersatz suchen.
Wenn du dich jedoch in Apples Kosmos zu Hause fühlst und Musik nicht einfach nur im Hintergrund laufen lassen willst, sondern hören, fühlen und im Raum erleben möchtest, ist der Apple HomePod 2 ein sehr plausibles Upgrade – ob als Solo-Performer in kleineren Räumen oder als Stereo-Duo am Fernseher. Er ist nicht perfekt, aber bemerkenswert konsistent in dem, was er verspricht: smarter Klang statt nur smarter Lautstärke.
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