Apple HomePod 2 im Hörtest: Wie gut ist der neue HomePod 2 als Apple Smartspeaker wirklich?
07.02.2026 - 02:17:22Wenn der HomePod 2 startet, füllt er den Raum nicht einfach mit Musik – er spannt eine Bühne auf. Stimmen lösen sich von dem kompakten Zylinder, Bässe rollen tief, ohne zu wummern, und Effekte wandern hörbar durch den Raum. Genau hier setzt Apple mit dem neuen Apple HomePod 2 an: weniger Technik-Show, mehr Atmosphäre. Die Frage ist nur: Ist er das Upgrade wert – vor allem, wenn du schon im Apple-Ökosystem lebst?
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Optisch bleibt Apple beim vertrauten Stoffzylinder – nur etwas weicher gezeichnet. Der Apple HomePod 2 wirkt wie ein dezentes Designobjekt statt wie ein Technikwürfel. Das Touchfeld oben ist jetzt hintergrundbeleuchtet und zeigt eine größere, lebendigere Siri-Animation. In Weiß fügt er sich in helle Wohnzimmer ein, in Mitternacht (einem sehr dunklen Blau-Schwarz) wirkt er neben dem Fernseher angenehm unauffällig.
Spannend wird es im Inneren: Apple verbaut im HomePod 2 einen großen, nach oben abstrahlenden High-Excursion-Woofer und einen Ring aus fünf Hochtönern, jeweils mit eigenem Verstärker. Das ist weniger als die sieben Tweeter des ersten HomePod, aber der Clou ist die neue Signalverarbeitung. Der S7-Chip analysiert den Raum in Echtzeit, steuert Beamforming und Bassdynamik und nutzt das eingebaute Mikrofon-Array, um Reflektionen zu erkennen. Ergebnis: Der Bass drückt überraschend präzise, selbst wenn der Smartspeaker nah an einer Wand steht.
Im Hörtest beeindruckt der Apple HomePod 2 mit einem klar definierten Mittenbereich – Stimmen in Podcasts und Serien stehen sehr präsent und verständlich im Raum. Bei Jazz-Aufnahmen lassen sich einzelne Instrumente gut orten, Becken schimmern fein, ohne scharf zu werden. Dreht man auf, bleibt der Klang bemerkenswert stabil: kein nerviges Zischeln, keine verzerrenden Vocals. Gerade für Apple Music mit Lossless- und 3D-Audio-Inhalten ist das ein deutlicher Schritt über typische Mainstream-Smartspeaker hinaus.
Richtig interessant wird es bei 3D Audio und Dolby Atmos. Nutzt du den HomePod 2 im Stereo-Paar, baut er mit kompatiblen Apple-TV-Inhalten eine überraschend breite Klangbühne auf. Effekte ziehen hörbar über die Front, Dialoge bleiben mittig verankert. Echte Deckenlautsprecher ersetzt das Set natürlich nicht, aber im Vergleich zu vielen Soundbars in ähnlicher Preisregion spielt das Duo erstaunlich souverän – vor allem für Nutzer, die bereits Apple TV 4K einsetzen.
Ein weiterer Pluspunkt: die automatische Raumkalibrierung. Nach dem Aufstellen misst der Apple HomePod 2 mit seinen Mikrofonen, wie der Raum klingt, und passt Frequenzgang und Timing an. Stellst du ihn in eine Raumecke, bleibt der Bass kontrollierter, als man es bei der Größe vermuten würde. Wer sensibilisiert für Dröhnen oder stehende Wellen ist, merkt hier, wie stark die DSP-Arbeit eingreift – und zwar positiv.
Als Apple Smartspeaker rückt natürlich Siri in den Fokus. Gute Nachricht: Die Spracherkennung wurde hörbar verbessert. Selbst bei moderater Zimmerlautstärke versteht Siri Befehle meist zuverlässig, auch aus der Ecke des Raums. Musik steuern, Timer setzen, Nachrichten abhören, HomeKit-Szenen starten – das läuft inzwischen spürbar flüssiger. Für Power-User bleibt Siri zwar hinter Alexa bei Drittanbieter-Skills zurück, aber die alltäglichen Smart-Home- und Audio-Kommandos beherrscht der HomePod 2 souverän.
Apple öffnet sich zudem endlich beim Thema Smart-Home-Standard. Der Apple HomePod 2 unterstützt Matter und Thread, fungiert als Thread-Border-Router und Home-Hub. Übersetzt heißt das: kompatible Lampen, Steckdosen, Sensoren und Schlösser verschiedenster Hersteller lassen sich über den HomePod in Apple Home einbinden. Wer bisher mit HomeKit allein etwas eingeschränkt war, profitiert von einer deutlich breiteren Gerätebasis. Gerade in Kombination mit iPhone, iPad und Apple Watch entsteht ein stimmiges, schnelles Smart-Home-Erlebnis.
Neben der Steuerung per Stimme klappt auch die Übergabe von Musik sehr intuitiv: Hältst du dein iPhone in die Nähe des oberen Touchfelds, übernimmt der HomePod 2 nahtlos die Wiedergabe. Umgekehrt kannst du Audio vom Smartspeaker zurück aufs iPhone ziehen – praktisch, wenn du die Playlist im Zimmer starten und mit Kopfhörern unterwegs weiterhören willst. AirPlay 2-Unterstützung ermöglicht Multiroom-Setups mit weiteren HomePods, HomePod mini oder kompatiblen Lautsprechern anderer Hersteller.
Im Vergleich zum ersten HomePod setzt Apple beim HomePod 2 weniger auf reine Rohleistung und mehr auf Effizienz und Integration. Die leicht reduzierte Anzahl der Tweeter hört man im Alltag kaum; die Software-Optimierung fängt viel ab. Was man aber deutlich merkt: Die Einbindung ins Smart Home wurde moderner, der Temperatursensor und Feuchtigkeitssensor eröffnen Automationen (etwa: Lüfter einschalten, wenn es zu warm wird). Das macht den Apple HomePod nicht nur zum Musikgerät, sondern zum stillen Regisseur deines Zuhauses.
Im Marktvergleich positioniert sich der HomePod 2 oberhalb typischer Echo- oder Google-Nest-Lautsprecher. Wer einfach nur einen günstigen Smartspeaker für Küchenradio und Timer sucht, bekommt bei Amazon oder Google preiswertere Lösungen – mit teilweise flexibleren Assistenten. Wer allerdings bereits tief im Apple-Kosmos steckt, Apple Music oder Apple TV intensiv nutzt und Wert auf eine audiophile Abstimmung legt, findet beim Apple HomePod 2 eine deutlich hochwertigere Klanglösung mit nahtloser Integration.
Auch als TV-Lösung ist der Apple Smartspeaker interessanter geworden: Zwei HomePod 2 vor dem Fernseher, ein Apple TV 4K als Zentrale – und du hast ein Setup, das für Filme, Serien und Gaming gleichermaßen überzeugt. Dynamische Bässe, klare Dialoge und 3D-Audio-Unterstützung machen viele klassische Soundbars im gleichen Preisbereich nervös. Wer allerdings HDMI-eARC, zig physische Eingänge oder feinste Surround-Feintuning-Menüs sucht, ist mit spezialisierten AV-Receivern oder High-End-Soundbars weiterhin besser bedient.
Unterm Strich richtet sich der Apple HomePod 2 klar an Nutzer, die bereits ein iPhone besitzen und ihr Zuhause mit Apple-Geräten organisieren. In diesem Kontext spielt er seine Stärken voll aus: kraftvoller, kontrollierter Klang, sehr gute Multiroom-Fähigkeiten, Matter- und Thread-Support sowie eine Siri, die im Alltag jetzt deutlich weniger Frust erzeugt. Wer dagegen Android nutzt oder seine Streaming-Welt auf Spotify und Google Assistant aufgebaut hat, bekommt seine Bedürfnisse bei anderen Ökosystemen besser erfüllt.
Wer den ersten HomePod besitzt, erhält mit dem HomePod 2 vor allem smartere Integration, 3D Audio-Verbesserungen, moderne Standards und eine leicht andere Klangsignatur – etwas straffer im Bass, etwas klarere Stimmen. Der Sprung ist spürbar, aber kein Pflichtkauf, sofern der alte noch gut läuft. Wer jedoch neu einsteigt oder vom HomePod mini aufrüstet, bekommt mit dem Apple HomePod 2 ein deutlich erwachseneres Klangfundament, das große Räume füllen kann, ohne zu übertreiben.
Fazit: Der HomePod 2 ist kein Gimmick, sondern ein ernstzunehmender Lautsprecher für alle, die Apple als Zentrum ihres digitalen Lebens nutzen. Klanglich spielt er sauber, kräftig und kontrolliert, smart-home-seitig ist er durch Matter und Thread zukunftsfähig, und als Apple Smartspeaker fühlt er sich in einem Ökosystem aus iPhone, Apple TV und Mac erst richtig wohl. Wer genau hier unterwegs ist, macht mit diesem Upgrade sehr wenig falsch.
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