Apple-Betrüger, Nutzer

Apple-Betrüger setzen Nutzer mit Kinderporno-Vorwürfen unter Druck

04.01.2026 - 12:02:12

Kriminelle geben sich als Apple-Ermittler aus und beschuldigen Opfer illegaler iCloud-Inhalte, um per Fernzugriff und Zahlungen Daten zu stehlen. Apple warnt vor der perfiden Masche.

Eine neue Betrugswelle zielt auf iPhone- und Mac-Nutzer ab. Kriminelle geben sich als angebliche Apple-Ermittler aus und beschuldigen ihre Opfer, illegale Inhalte in der iCloud zu speichern. Die Masche nutzt gezielt Panik aus, um an Geld und Daten zu gelangen.

So läuft der perfide Anruf ab

Die Betroffenen erhalten einen Anruf mit gefälschter Nummer, die als “Apple Inc.” angezeigt wird. Am anderen Ende der Leitung meldet sich jemand von der erfundenen “Apple Special Investigations Unit”. Diese Person konfrontiert das Opfer mit einem schockierenden Vorwurf: In dessen iCloud-Speicher seien kinderpornografische Inhalte gefunden worden.

Die Täter zeigen sich zunächst “verständnisvoll”. Sie bieten die Erklärung an, ein Hacker habe das Material platziert. Anschließend wechseln sie in die Helferrolle: Sie versprechen, den Vorfall “intern” zu bereinigen – bevor die Polizei eingeschaltet werde.

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Die doppelte Falle für ahnungslose Opfer

Dafür fordern die Betrüger zwei Dinge:
* Fernzugriff auf den Computer des Nutzers, angeblich zur Säuberung. Dabei installieren sie oft Malware oder stehlen Daten.
* Zahlungen in hoher Höhe, typischerweise via Geschenkkarten oder Kryptowährung, für die angebliche Dienstleistung.

Apple warnt: So schützen Sie sich

Das Unternehmen stellt klar: Eine “Special Investigations Unit”, die Kunden proaktiv anruft, existiert bei Apple nicht. Der Konzern kontaktiert Nutzer niemals unaufgefordert, um über illegale Inhalte zu informieren oder Geld für deren Löschung zu verlangen.

Was sollten Betroffene tun?
* Legen Sie sofort auf.
* Geben Sie keine persönlichen Daten preis.
* Installieren Sie keine Software auf Aufforderung des Anrufers.
* Kontaktieren Sie im Zweifel die echte Apple-Hotline über die offizielle Website.

Die aktuelle Welle zeigt eine gefährliche Professionalisierung der Cyberkriminalität. Die Täter setzen auf emotionalen Hochdruck statt auf technische Tricks. Verbraucherschützer rechnen damit, dass diese Masche in den kommenden Wochen weiter zunimmt.

@ boerse-global.de