Apple Airpods, Apple AirPods Pro 3 Test

Apple Airpods im Härtetest: Wie gut sind die Apple AirPods Pro 3 wirklich?

17.03.2026 - 05:28:02 | ad-hoc-news.de

Die Apple Airpods gelten als Synonym für kabellose Freiheit. Doch wie schlagen sich die neuen Apple AirPods Pro 3 mit verbessertem ANC, 3D-Audio und smarterm Case im Alltag – und lohnt sich das Upgrade wirklich?

Apple Airpods im Härtetest: Wie gut sind die Apple AirPods Pro 3 wirklich? - Foto: über ad-hoc-news.de
Apple Airpods im Härtetest: Wie gut sind die Apple AirPods Pro 3 wirklich? - Foto: über ad-hoc-news.de

Der Moment, in dem der Alltag verstummt, ist bei guten In?Ears wie ein kleiner Zaubertrick. Die Apple AirPods Pro 3 setzen genau dort an: einsetzen, kurzer Druck – und die Welt blendet sich aus. Oder zumindest verspricht Apple das. Die Frage ist: Ziehen die neuen Apple Airpods Pro 3 das Noise Cancelling noch einmal auf ein neues Level oder ist es nur Feintuning für Fans des Ökosystems?

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Wer die bisherigen Pro?Modelle kennt, weiß: Schon die zweite Generation war im Apple-Kosmos schwer zu schlagen. Der Sprung zu den Apple AirPods Pro 3 ist daher weniger eine Revolution als eine akribische Evolution. Apple schraubt an drei entscheidenden Stellschrauben: Active Noise Cancelling (ANC), räumliches Audio und smarter Komfort. Genau dort, wo sich Alltagstauglichkeit und audiophiler Anspruch treffen.

Bevor wir in die Details eintauchen: Die Apple Airpods Pro 3 richten sich klar an Nutzer, die im Apple?Universum zu Hause sind – iPhone, iPad, Mac, Apple Watch. Wer Android nutzt, bekommt zwar technisch starke In?Ears, verzichtet aber auf viele smarte Extras wie dynamisches 3D Audio mit Head-Tracking oder ultraschnelles Device-Switching.

Auf der Herstellerseite unter apple.com/de/airpods-pro zeichnet Apple die übliche Vision: „Magisch einfach, verblüffend immersiv, beeindruckend leise“. Hinter dem Marketing-Sprech stecken aber einige ziemlich konkrete technische Upgrades – unter anderem ein weiter optimiertes H?Chip?Design, feinere Adaptive?Audio?Algorithmen und ein Case, das mehr kann, als nur laden.

Im Kern bleiben die Apple AirPods Pro 3 kompakte True-Wireless-In?Ears mit Silikonaufsätzen in mehreren Größen, personalisiertem Spatial Audio, adaptivem Transparenzmodus und intensivem ANC. Doch wie schlagen sie sich gegen Platzhirsche wie die Sony WF?1000XM5 oder Bose QuietComfort Earbuds II, die beim ANC seit Jahren die Messlatte setzen?

Beim ersten Einsetzen fällt vor allem eines auf: Die Passform ist vertraut. Wenn du bereits AirPods Pro 2 gewohnt bist, fühlst du dich hier sofort zuhause. Apple nimmt keine radikalen Design-Experimente vor, sondern verfeinert die Ergonomie. Die Schäfte bleiben kurz, die Silikon-Tips sitzen leicht drehend im Gehörgang, ohne sich aggressiv festzukrallen. Das Ergebnis: hoher Tragekomfort über Stunden – ein Punkt, an dem viele Konkurrenzmodelle mit wuchtigeren Gehäusen scheitern.

Die Apple AirPods Pro 3 nutzen weiterhin ein Druckventil-System, das den typischen In?Ear-Staudruck reduziert. Das Ohr fühlt sich weniger „verstopft“ an, der eigene Herzschlag dröhnt nicht unangenehm im Kopf. Das klingt nach einer Kleinigkeit, doch im Alltag macht es den Unterschied zwischen „Ich nehme sie kurz raus“ und „Ich vergesse, dass ich sie trage“.

Apple ergänzt das Ganze um den bekannten Passformtest in iOS. Über das iPhone-Mikrofon wird geprüft, wie dicht die Apple Airpods im Ohr sitzen. Ein guter Seal ist nicht nur für Bass entscheidend, sondern auch für das ANC. Schlechter Sitz, schwächeres Noise Cancelling. Hier führt Apple den Nutzer vorbildlich an die Hand und macht aus Technik eine simple, geführte Erfahrung.

Klanglich bleiben die Apple AirPods Pro 3 dem Apple-Sound treu – mit einem Fokus auf Ausgewogenheit, leichter Wärme und hoher Sprachverständlichkeit. Wer extrem bassbetonte Signaturen im Stil mancher Gaming- oder Hip-Hop-In-Ears erwartet, liegt hier falsch. Der Bass ist da, und wie – er kickt präziser als bei der vorherigen Generation, ohne den Rest des Spektrums zuzukleistern.

Der Low-End-Bereich wirkt straffer, kontrollierter. Kickdrums haben Punch, Basslines zeichnen sauber, ohne zu dröhnen. Anders als bei den Bose QuietComfort Earbuds II, die im Grundton gerne etwas „dicker“ klingen, setzt Apple auf eine linearere Wiedergabe. Pop, Indie, akustische Musik profitieren, weil Stimmen nicht im Basssumpf versinken.

In den Mitten zeigt sich, warum viele Hörer die Apple Airpods auch für Podcasts, Hörbücher und Calls lieben. Stimmen stehen klar im Vordergrund, leicht nach vorne geschoben, fast so, als würde der Sprecher einen halben Schritt näherkommen. Wer jeden Tag Stunden in Teams- oder Zoom-Calls verbringt, wird diesen Tuning-Ansatz zu schätzen wissen.

Die Höhen sind detailreich, aber nicht schneidend. Apple meidet scharfe Spitzen, die auf Dauer anstrengend werden können. Hi?Hats und Zischlaute bleiben sauber, ohne in Sibilanz abzurutschen. Im direkten Vergleich wirken manche Sony WF?1000XM5 ein Quäntchen analytischer – dafür verzeihen die Apple AirPods Pro 3 auch schlechter gemasterte Tracks deutlich besser. Ein pragmatischer, alltagsfreundlicher Sound – mit genug Feinzeichnung, um auch bei komplexen Arrangements nicht einzubrechen.

Spannend wird es beim 3D Audio. Apple kombiniert Kopferkennung (Head-Tracking) mit personalisiertem Spatial Audio, das via iPhone-Kamera auf deine Ohrform angepasst werden kann. Das Ergebnis: ein Klangraum, der sich weniger nach „Gimmick-Surround“ anfühlt und mehr nach einer Bühne, die sich um den Kopf legt.

Bei auf Dolby Atmos gemasterten Songs – etwa auf Apple Music – öffnet sich die Stereobühne hörbar. Gitarren rücken nach außen, Backing-Vocals bekommen greifbare Tiefe, Hallfahnen ziehen sich weiter nach hinten. Bei gut produzierten Live-Alben kann der Effekt fast schon erschreckend realistisch werden. Die Musik löst sich deutlich besser von den Ohrhörern als bei den meisten herkömmlichen In?Ears ohne Spatial Audio.

Im Vergleich zu den AirPods Pro 2 wirkt das Spatial Audio der Apple AirPods Pro 3 stabiler und natürlicher. Die Bewegungsverfolgung des Kopfes – etwa beim Drehen oder Nicken – führt seltener zu diesen kurzen, irritierenden Versatzmomenten, die man von frühen Head-Tracking-Implementierungen kannte. Apple scheint an der Latenz und an den Interpolationsalgorithmen gefeilt zu haben.

Für Filme und Serien ist das ein echter Mehrwert. Eine gut abgemischte Dolby-Atmos-Spur auf dem iPad in Kombination mit den Apple Airpods Pro 3 kann eine klassische Soundbar erstaunlich gut ersetzen – insbesondere in Mietwohnungen, in denen man die Nachbarn nicht mit brachialen Bässen belasten will. Der virtuelle Center-Kanal sitzt stabil vor dir, Dialoge bleiben verankert, während Surround-Effekte sich um dich herum bewegen.

Herzstück des neuen Modells ist das Active Noise Cancelling. Schon die zweite Generation war leise, doch die Apple AirPods Pro 3 drücken das Grundrauschen des Alltags noch einmal entschlossener herunter. Apple setzt weiterhin auf eine Kombination aus außenliegenden und innenliegenden Mikrofonen, präzisem Gegenphasensignal und adaptiven Algorithmen, die ständig nachregeln.

In der U?Bahn, einem der härtesten Testszenarien, wirkt die Reduktion tief frequenten Dröhnens beeindruckend. Das Rollen der Räder und das Heulen des Motors werden auf ein gedämpftes Säuseln reduziert. Die Stille ist fast gespenstisch, gerade wenn man beim Umstieg kurz die Apple Airpods absetzt und von der rohen Geräuschkulisse getroffen wird.

Gegenüber Sony und Bose haben die Apple AirPods Pro 3 ihren eigenen ANC-Charakter. Bose bleibt bei tiefen und mittleren Frequenzen in vielen Situationen noch einen Hauch brutaler in der Dämpfung, die Sony WF?1000XM5 sind enorm flexibel und lassen sich über die App extrem fein anpassen. Apple kontert mit einer sehr natürlichen Stille, die weniger Druckgefühl erzeugt und beim Gehen oder Rennen seltener dieses leichte „Pumpen“ im Ohr hinterlässt.

Eines der spannendsten Features ist „Adaptives Audio“, das ANC und Transparenz intelligent kombiniert. Statt ständig manuell zwischen vollem Noise Cancelling und vollem Transparenzmodus hin- und herzuschalten, analysieren die Apple AirPods Pro 3 die Umgebung und passen die Intensität dynamisch an. Im Büro wird leise Hintergrundbeschallung reduziert, Stimmen von Kollegen bleiben aber gerade so präsent, dass man ansprechbar ist. In der Bahn legt das System eine Schippe Dämpfung drauf, Gespräche werden weiter zurückgedrängt.

Hinzu kommt der adaptiv arbeitende Transparenzmodus, den Apple schon bei der zweiten Generation eingeführt und nun weiter verfeinert hat. Laute Störgeräusche – etwa Sirenen oder Presslufthämmer – werden gezielt im Pegel reduziert, während die restliche Umwelt weitgehend natürlich klingt. Das klingt im ersten Moment nach Magie, ist aber schlicht clevere Signalverarbeitung und selektive Dämpfung bestimmter Frequenzbereiche.

Wer täglich in der Stadt unterwegs ist, wird diesen Modus lieben. Musik läuft, du hörst deinen eigenen Schrittklang, Vogelgezwitscher, Stimmen in der Nähe – aber wenn ein Krankenwagen an dir vorbeischießt, wird das nicht mehr zur schmerzhaften Lärmsalve. Das ist einer der Momente, in denen Technik nicht nur Komfort, sondern auch reale Hörgesundheit bringt.

Im Vergleich zu den Sony WF?1000XM5, die ihrerseits einen sehr guten Transparenzmodus bieten, wirken die Apple Airpods etwas natürlicher im Ton und weniger „mikrofonig“. Stimmen klingen näher an der realen Umgebung, weniger digital. Für Puristen, die ihr Gehör nicht komplett von Algorithmen dressieren lassen wollen, ist das ein wichtiges Detail.

Eine weitere Stärke der Apple AirPods Pro 3 ist die Integration ins Apple-Ökosystem. Die Verbindung zu iPhone, iPad oder Mac ist dank H?Chip so schnell, dass klassische Bluetooth-Pairing-Menüs fast anachronistisch wirken. Case aufklappen, iPhone in die Nähe halten, kurzer Pop?up-Dialog, fertig. Wer bereits andere Apple-Geräte nutzt, wird dieses „It just works“-Gefühl kaum mehr hergeben wollen.

Die automatische Geräteumschaltung bleibt ein Killerfeature. Hörst du Musik am Mac und nimmst auf dem iPhone einen Anruf an, springen die Apple Airpods Pro 3 ohne merkliche Verzögerung um. Das funktioniert mittlerweile so zuverlässig, dass viele Nutzer vergessen, wie umständlich klassisches Bluetooth-Switching früher war. Im direkten Vergleich wirkt die Multi?Point-Lösung von Sony zwar flexibler (etwa mit Android + PC), aber weniger nahtlos im Zusammenspiel mit Apple-Hardware.

Zu den Signature-Features gehört auch die präzise Steuerung über die druckempfindlichen Stiele. Statt simpler Touch-Gesten setzt Apple auf ein leichtes Quetschen der Stiele, das mit einem akustischen Klick quittiert wird. Play/Pause, Trackwechsel, Moduswechsel zwischen ANC und Transparenz – alles geht blind und ohne Frustklicks. Drückt man länger, kann man zum Beispiel zwischen Adaptivem Audio, vollem ANC und vollem Transparenzmodus wechseln.

Auch Mikrofonqualität und Call-Performance sind typisch Apple: klar, stabil, verlässlich. Windgeräusche werden recht effektiv reduziert, Stimmen klingen in den meisten Szenarien präsent und verständlich. Wer viele Telefonate draußen führt, wird zwar an stürmischen Tagen auch mit den Apple AirPods Pro 3 nicht immer studioartige Klarheit erleben, aber gegenüber vielen günstigeren True?Wireless-Modellen ist das hier eine andere Liga.

Bei der Akkulaufzeit bleibt Apple konservativ, aber alltagstauglich. Die Apple AirPods Pro 3 bieten – je nach Lautstärke und aktivem Noise Cancelling – etwa 6 Stunden Wiedergabe mit ANC, das Ladecase bringt das Paket insgesamt auf rund 30 Stunden. In der Praxis bedeutet das: mehrere Tage Pendeln, Workouts und Hörsessions, bevor du an eine Steckdose denken musst.

Im Vergleich zu manchen Konkurrenten, die mit „bis zu 8 Stunden“ werben, wirken diese Zahlen vielleicht unscheinbar, doch Apple punktet mit realistischen Angaben. Viele Hersteller erreichen ihre Maximalwerte nur ohne ANC und bei untypisch niedriger Lautstärke. Die Apple AirPods Pro 3 liefern ihre 5–6 Stunden selbst bei Mischbetrieb und moderater Lautstärke relativ stabil.

Das Ladecase selbst ist weit mehr als nur eine Powerbank. Apple integriert Präzisions-Suche über das „Wo ist?“-Netzwerk, inklusive U1/U2?Chip für eine Art Mini-Radar auf dem iPhone. Verlegst du das Case zwischen Sofakissen oder in der Wohnung, kannst du dir am iPhone anzeigen lassen, wie nah du dran bist – inklusive Richtungspfeil und Distanzanzeige. Das reduziert das klassische „Wo hab ich das verdammte Case hingelegt?“ spürbar.

Das Case unterstützt weiterhin kabelloses Laden via MagSafe oder kompatiblen Qi-Ladepads, dazu klassisches Laden per Lightning- oder USB?C-Stecker, je nach Generation und Region. Für den Alltag heißt das: Case auf die MagSafe-Scheibe auf dem Nachttisch legen, morgens mit vollem Akku los. Wer bereits eine MagSafe-Powerbank nutzt, kann die Apple Airpods Pro 3 auch unterwegs bequem nachladen.

Interessant ist der direkte Vergleich mit den AirPods Pro 2. Rein äußerlich unterscheiden sich die Modelle nur in Nuancen. Die großen Unterschiede spielen sich im Inneren ab – verfeinertes ANC, smartere Adaptive-Audio-Algorithmen, optimiertes Spatial Audio, teilweise verbesserte Energieverwaltung. Für Nutzer der ersten Pro?Generation ist der Sprung enorm: besseres ANC, spürbar gesteigerte Klangqualität, mehr Akkulaufzeit, ein deutlich intelligenterer Transparenzmodus und das modernere Case.

Für Besitzer der AirPods Pro 2 ist die Entscheidung diffiziler. Sind dir die verbesserten ANC- und Adaptive-Audio-Fähigkeiten den Aufpreis wert? Wenn du täglich im lauten Umfeld unterwegs bist – Großraumbüro, Pendelstrecke, Flüge – dann kann die feinere Geräuschunterdrückung mit adaptivem Verhalten tatsächlich einen merklichen Komfortsprung bringen. Hörst du vor allem im ruhigen Wohnzimmer Podcasts und Musik, ist der Zugewinn subtiler.

Im Konkurrenzvergleich sieht das Bild differenziert aus. Sony und Bose sind nach wie vor absolute ANC-Schwergewichte. Die Sony WF?1000XM5 glänzen mit umfangreicher App, detailliertem EQ und enormer Anpassbarkeit. Für Klangbastler, die ihren Sound bis ins letzte dB formen wollen, bleibt Sony die flexiblere Wahl. Die Bose QuietComfort Earbuds II beeindrucken mit fast schon unverschämt starkem ANC im Tieftonbereich, das selbst Flugzeugtriebwerke erstaunlich effektiv wegbügelt.

Die Apple AirPods Pro 3 kontern nicht mit brutaler Gewalt oder maximaler Konfigurierbarkeit, sondern mit Systemintelligenz und Alltagstauglichkeit. Adaptives Audio, dynamischer Transparenzmodus, nahtlose Integration ins Apple-Ökosystem, personalisiertes 3D Audio – das alles ergibt ein Paket, das sich anfühlt wie ein natürlicher Bestandteil des iPhones, nicht wie ein zusätzliches Gadget.

Wer in der Apple-Welt lebt, muss sich tatsächlich fragen, ob es überhaupt ernsthafte Alternativen gibt. Ja, du kannst Sony oder Bose mit einem iPhone nutzen, klanglich sind das hervorragende Optionen. Aber du verzichtest dann auf Spatial Audio in der gleichen Tiefe, auf das reibungslose Geräte-Switching, auf Find?My-Integration und auf viele Komfort-Funktionen, die den Alltag subtil, aber permanent angenehmer machen.

Die kehrseite: Wer Android nutzt, zahlt bei den Apple AirPods Pro 3 für Features, die er nie voll ausschöpfen kann. Spatial Audio funktioniert nur eingeschränkt, einige Komfortfunktionen entfallen, die tiefe Betriebssystemintegration fehlt. In diesem Szenario sind Sony, Bose oder auch Sennheiser Momentum True Wireless 4 meist die sinnvollere Wahl.

Spannend ist auch die Frage nach der Klangphilosophie. Die Apple Airpods setzen auf ein sehr konsumentenfreundliches, balanciertes Tuning. Beats-typische „U?Kurve“ mit massivem Bassboost gibt es hier nicht. Wer Club?Bass und gnadenlos hervorgehobenen Oberbass will, wird eher zu bassbetonten Modellen greifen. Die Apple AirPods Pro 3 zielen klar auf einen breiten musikalischen Alltag, in dem sowohl Billie Eilish als auch Beethoven, sowohl Podcasts als auch Blockbuster-Soundtracks souverän funktionieren.

Die Bedienlogik ist typisch Apple reduziert. Es gibt keine Flut an Schiebereglern und Profilen; stattdessen wenige, aber gut integrierte Optionen. Das wird nicht jeden glücklich machen. Audio-Nerds, die eine 10?Band-EQ-Matrix erwarten, könnten die Einschränkung spüren. Auf der anderen Seite: Viele Nutzer möchten ihre Kopfhörer nicht konfigurieren, sondern einfach nutzen. Genau diese Zielgruppe trifft Apple mit den Apple AirPods Pro 3 präzise.

Zu den unterschätzten Stärken gehören die barrierefreien Features in iOS. Apple nutzt die Mikrofon- und ANC-Fähigkeiten der Apple Airpods auch, um Menschen mit Hörschwächen zu unterstützen – etwa über Funktionen wie „Live-Mithören“ oder individuelle Hörprofil-Anpassungen. Das macht aus den Apple AirPods Pro 3 in manchen Fällen fast schon eine Art diskrete Hörunterstützung, die über das klassische „einfach nur Musik hören“ hinausgeht.

Im Sporteinsatz schlagen sich die Apple AirPods Pro 3 gut. Der Halt im Ohr ist auch bei moderatem Laufen stabil, solange die richtigen Tips gewählt werden. Für extrem schweißtreibende Workouts oder Trailruns gibt es sicherlich Modelle mit noch festerem Sitz und zusätzlicher Ohrbügelstabilisierung, aber der Sweetspot zwischen Komfort und Sicherheit ist hier gelungen. Die IPX-Einstufung (wasser- und schweißresistent) reicht locker für Gym, Jogging und gelegentliche Regenschauer.

Beim Gaming oder Video-Content überzeugt die niedrige Latenz auf Apple-Geräten. Lippen-Synchronität bei YouTube, Netflix oder Apple TV+ ist unauffällig, Spiele auf dem iPhone fühlen sich reaktiv an. Hardcore-Gamer, die kompetitive Shooter mit absolut minimaler Verzögerung spielen, werden weiterhin auf kabelgebundene Lösungen oder spezielle Low-Latency-Dongles setzen, aber für den Alltag ist die Performance der Apple AirPods Pro 3 mehr als ausreichend.

Bleibt die Frage: Wer sollte upgraden, wer kann gelassen bleiben? Nutzer der ersten AirPods Pro bekommen mit den Apple AirPods Pro 3 ein deutlich, fast dramatisch besseres Gesamtpaket: stärkeres ANC, hörbar verbesserte Klangqualität, längere Akkulaufzeit, intelligentes Adaptives Audio, ein smarteres Case und tiefer integriertes Spatial Audio. Hier ist das Upgrade mehr als eine kosmetische Auffrischung – es ist ein Generationensprung.

Besitzer der AirPods Pro 2 müssen genauer hinsehen. Wenn du mit dem ANC aktuell zufrieden bist, selten in extrem lauten Umgebungen unterwegs bist und Spatial Audio ohnehin nur gelegentlich nutzt, wird der Mehrwert subtil sein. Ja, die Apple AirPods Pro 3 sind objektiv besser – aber nicht radikal. Das ist Feintuning mit Feinsinn, keine brachiale Neuerfindung.

Wer hingegen täglich mit Bahn, Bus oder Flugzeug pendelt, wird die feinere Stille und das intelligentere Verhalten des Adaptiven Audios durchaus wahrnehmen. Dass laute Störimpulse herausgefiltert werden, während der Rest der Welt halbwegs natürlich bleibt, macht aus den Apple Airpods Pro 3 plötzlich ein Gerät, das fast schon vergisst, dass da überhaupt Technologie im Spiel ist. Man setzt sie ein – und sie machen einfach das Richtige.

Preislich bewegen sich die Apple AirPods Pro 3 im oberen Segment. Du zahlst nicht nur für Treiber, Chips und Kunststoff, sondern für ein Ökosystem-Ticket. Wer rein rationell auf ANC?Stärke pro Euro schaut, findet bei Sony oder Bose teilweise attraktivere Deals. Wer aber sowohl emotional als auch technisch tief im Apple-Kosmos verankert ist, bekommt mit den Apple AirPods Pro 3 die derzeit kompletteste Interpretation „kabelloser Apple Kopfhörer“.

Unterm Strich sind die Apple AirPods Pro 3 kein exzentrischer Rockstar, der mit brachialem Bass und wildem Design auffällt. Sie sind eher der diskrete Studioprofi: präzise, verlässlich, angenehm, mit ein paar sehr cleveren Tricks im Hintergrund. Die Musik klingt ehrlich, modern, eindringlich – und der Lärm der Welt tritt einen Schritt zurück, ohne dass du den Kontakt zur Umgebung komplett verlierst.

Wenn du bereits tief in der Apple-Welt lebst, regelmäßig Musik und Podcasts hörst, Filme auf dem iPad schaust, viele Calls führst und dir Stille in Bus, Bahn oder Flugzeug wichtig ist, dann sind die Apple AirPods Pro 3 derzeit eine der schlüssigsten Allround-Empfehlungen. Für alle anderen gilt: genau hinschauen, Prioritäten klären – und dann bewusst entscheiden, ob du eher maximale Konfigurierbarkeit (Sony), brutales ANC (Bose) oder maximalen Systemkomfort (Apple) willst.

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