App-Ausgaben, Milliarden

App-Ausgaben steigen 2025 weltweit auf 156 Milliarden Euro

23.01.2026 - 05:42:12

Trotz sinkender Downloads steigen die globalen App-Ausgaben durch Abonnements stark an. Nutzer müssen ihre wiederkehrenden Kosten aktiv managen, um versteckte Belastungen zu vermeiden.

Der Trend zum Abo-Modell treibt die Ausgaben für Smartphone-Apps trotz rückläufiger Download-Zahlen in neue Höhen. Für Nutzer wird die Kontrolle über wiederkehrende Kosten damit immer wichtiger.

Ein aktueller Bericht zeigt das massive Wachstum des mobilen Abo-Marktes: Weltweit gaben Verbraucher 2025 fast 156 Milliarden Euro für Apps aus – ein Anstieg von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein in den USA stiegen die Ausgaben um 18 Prozent auf 55,5 Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert: Dieser Anstieg erfolgte, während die Gesamtzahl der App-Downloads leicht zurückging. Das unterstreicht den fundamentalen Wandel hin zur Subscription Economy. Für viele Nutzer, besonders Einsteiger, birgt die einfache Anmeldung für kostenlose Testphasen die Gefahr der „Abonnement-Erschöpfung“. Vergessene, wiederkehrende Abbuchungen können so unmerklich die Haushaltskasse belasten.

Das Phänomen „Subscription Creep“

Die App-Wirtschaft setzt heute fast vollständig auf wiederkehrende Einnahmen statt auf Einmalkäufe. Für Entwickler bedeutet das planbare Umsätze, für Verbraucher jedoch eine neue Verantwortung. Kleine monatliche Beträge wirken oft unbedeutend, summieren sich aber schnell zu einer spürbaren Belastung. Dieser schleichende Kostenanstieg, „Subscription Creep“ genannt, entsteht häufig unbeabsichtigt: durch automatisch verlängerte Testphasen oder nicht mehr genutzte Dienste. Der globale Markt für In-App-Käufe soll weiter rapide wachsen. Experten raten zu einer einfachen Regel: Wer eine abonnierte App in den letzten zwei Wochen nicht genutzt hat, sollte über eine Kündigung nachdenken.

Schritt-für-Schritt: Das iPhone-Abo-Management

Apple bietet Nutzern eine zentrale Übersicht für alle mit der Apple ID verknüpften Abos. So gehen Sie vor:
1. Öffnen Sie die Einstellungen-App.
2. Tippen Sie oben auf Ihren Namen und die Apple ID.
3. Wählen Sie „Abonnements“.
Hier werden alle „Aktiven“ und „Abgelaufenen“ Abonnements aufgelistet. Ein Tipp auf einen aktiven Dienst zeigt Details wie das nächste Verlängerungsdatum und den Preis. Die Kündigung ist von diesem Bildschirm aus mit einem weiteren Tipp möglich. Nutzer können auch zwischen verschiedenen Abo-Stufen, wie einem oft günstigeren Jahresabo, wechseln.

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Kostenlose Testphasen: Die versteckte Falle

Kostenlose Testversionen sind ein beliebtes Werbemittel, werden für Unachtsame aber oft zur Kostenfalle. Viele übersehen eine wichtige Apple-Regel: Um eine Abbuchung zu vermeiden, muss ein kostenloses oder ermäßigtes Probeabo mindestens 24 Stunden vor Ablauf der Testphase gekündigt werden. Eine Stornierung am letzten Tag führt meist trotzdem zur Belastung. Diese 24-Stunden-Frist soll reibungslose Verlängerungen sicherstellen, überrascht aber viele Nutzer. Der beste Tipp: Stellen Sie sich eine Kalendererinnerung zwei Tage vor Ablauf ein. So bleibt Zeit, den Nutzen des Dienstes zu bewerten und rechtzeitig zu kündigen oder zu behalten.

Kosten senken mit Family Sharing

Neben der Kündigung ungenutzter Abos bietet Apple mit Family Sharing ein mächtiges Werkzeug zur Kostenteilung. Bis zu sechs Familienmitglieder können damit berechtigte App-Store-Abos gemeinsam nutzen. Ist die Funktion beim Entwickler aktiviert, zahlt nur ein Familienmitglied – alle anderen erhalten vollen Zugriff. Das kann die Kosten für Dienste wie Apple Music, Apple Arcade, iCloud+ und immer mehr Drittanbieter-Apps erheblich senken. Der Familienorganisator aktiviert die Weitergabe unter Einstellungen > Familiengruppe > „Abonnements“ durch das Umschalten von „Mit Familie teilen“.

Analyse: Die fest verankerte Abo-Ökonomie

Der deutliche Anstieg der App-Ausgaben bei sinkenden Download-Zahlen bestätigt: Das Abonnement-Modell ist im Mobilmarkt fest etabliert. Es garantiert Entwicklern stetige Einnahmen für kontinuierliche Updates, verlagert die Verantwortung für das Finanzmanagement aber stark auf die Verbraucher. Apples zentrale Verwaltungstools sind hierfür essenziell, doch die letzte Verantwortung bleibt beim Nutzer. Das Wachstum des Sektors zieht auch die Aufmerksamkeit von Regulierungsbehörden auf sich. In verschiedenen Regionen, darunter der EU, gelten bereits Gesetze für transparentere Vertragsbedingungen und einfachere Kündigungsverfahren bei automatischen Verlängerungen.

Die Entwicklung geht hin zu mehr Kontrolle für Nutzer. Es ist zu erwarten, dass Tech-Konzerne wie Apple in künftigen iOS-Updates noch umfangreichere Finanzmanagement-Tools einführen werden. Denkbar sind monatliche Ausgabenübersichten, Budget-Werkzeuge oder proaktivere Warnungen vor Verlängerungen und Preiserhöhungen. Bis dahin bleibt die effektivste Strategie die regelmäßige Überprüfung der digitalen Abos – damit das Smartphone ein Werkzeug der Wertschöpfung und keine unbemerkte Geldabflussstelle bleibt.

@ boerse-global.de