Moller, Maersk

AP Moller - Maersk: Ocean-Division mit 192-Mio-Verlust

08.05.2026 - 02:30:03 | boerse-global.de

Maersks Schifffahrtssparte rutscht trotz hoher Auslastung in die Verlustzone. Logistik und Terminals zeigen positive Entwicklung.

AP Moller - Maersk: Ocean-Division mit 192-Mio-Verlust - Foto: über boerse-global.de
AP Moller - Maersk: Ocean-Division mit 192-Mio-Verlust - Foto: über boerse-global.de

Volle Schiffe, sinkende Margen – bei Maersk klaffen operative Auslastung und finanzielle Realität weit auseinander. Trotz eines deutlichen Anstiegs der transportierten Mengen rutschte das Kerngeschäft auf See im ersten Quartal 2026 tief in die roten Zahlen. Der Konzernumsatz sank leicht auf 13,0 Milliarden USD, während das EBITDA auf 1,8 Milliarden USD einbrach. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert noch bei 2,7 Milliarden USD gelegen. Das operative Ergebnis (EBIT) schrumpfte massiv auf 340 Millionen USD.

Überangebot drückt die Frachtraten

Besonders die Sparte Ocean, das Herzstück des dänischen Logistikriesen, steht unter Druck. Hier verbuchte Maersk einen operativen Verlust von 192 Millionen USD. Das überrascht auf den ersten Blick, da das Transportvolumen um 9,3 Prozent zulegte und die Flotte zu 96 Prozent ausgelastet war. Die Schiffe sind also voll, bringen aber kaum noch Gewinn ein.

Grund für diese Entwicklung ist ein massives Überangebot am Markt. Die durchschnittlichen Frachtraten brachen im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent ein. Dieser Preisverfall macht die Effizienzgewinne durch die hohe Auslastung fast vollständig zunichte.

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Lichtblicke in Logistik und Terminals

Abseits der Schifffahrt zeigt sich ein freundlicheres Bild. Die Sparte Logistics & Services steigerte ihr EBIT um 22 Prozent auf 173 Millionen USD. Das Segment verbesserte damit im achten Quartal in Folge seine Margen. Parallel dazu entwickelten sich die Terminals positiv. Hier kletterte das operative Ergebnis um 11 Prozent auf 436 Millionen USD, was einer starken Marge von 33,2 Prozent entspricht.

Die geopolitische Lage im Nahen Osten belastet den Konzern zusätzlich. Maersk schätzt die monatlichen Mehrkosten durch den Konflikt auf rund 500 Millionen USD. Anleger reagierten am Donnerstag nervös auf die Zahlen und die unsicheren Aussichten. Die Aktie verlor im Tagesverlauf 9,12 Prozent und notierte zuletzt bei 1.858,50 Euro.

Für das Gesamtjahr 2026 hat das Management seine Prognose dennoch bestätigt. Erwartet wird ein bereinigtes EBITDA zwischen 4,5 und 7,0 Milliarden USD sowie ein EBIT zwischen minus 1,5 und plus 1,0 Milliarden USD. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, investiert der Konzern in moderne Technik. Acht neue Schiffe mit Dual-Fuel-Antrieb sind bereits bestellt und sollen gegen Ende des Jahrzehnts ausgeliefert werden.

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