AOK-Versicherte, Visier

AOK-Versicherte im Visier neuer Phishing-Welle

04.01.2026 - 22:40:12

Kriminelle locken AOK-Versicherte mit täuschend echten Mails über angebliche Überzahlungen. Experten warnen vor der neuen Masche und geben Verhaltenstipps.

Eine neue Welle täuschend echter Phishing-Mails zielt auf AOK-Versicherte ab. Kriminelle locken mit angeblichen Rückzahlungen und setzen ihre Opfer unter Zeitdruck. Experten mahnen zur höchsten Vorsicht.

Seit wenigen Tagen kursiert eine massive Betrugskampagne. Die E-Mails suggerieren eine „Rückerstattung wegen Überzahlung“ und fordern zum Ausfüllen eines Online-Formulars auf. Die Angreifer nutzen psychologische Tricks und eine professionelle Aufmachung, um an sensible Daten zu gelangen.

So funktioniert die „Rückerstattungs“-Masche

Im Zentrum steht eine Mail mit Betreffzeilen wie „Rückerstattungsformular“ oder „Wichtige Rückerstattung – Handeln Sie jetzt“. Den Empfängern wird eine Überzahlung auf ihrem Versicherungskonto vorgetäuscht. Zur Auszahlung krummer Beträge, etwa 473,42 Euro, soll ein Formular ausgefüllt werden.

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Das Perfide: Die Betrüger setzen eine strikte Frist von meist 14 Tagen. Wer nicht reagiert, dem droht laut Mail der Verfall der Summe oder der Verlust des Portal-Zugangs. Diese künstliche Verknappung soll rationales Denken ausschalten und zu impulsivem Handeln verleiten.

Kaum von echten Mails zu unterscheiden

Die Qualität der aktuellen Phishing-Welle ist hoch. Die Mails sind in fehlerfreiem Deutsch verfasst und im Layout der AOK nachempfunden. Fiktive Referenznummern im Kopfbereich erwecken den Anscheil eines legitimen Verwaltungsvorgangs.

Dennoch verraten sich die Betrüger durch klare Indizien:
* Unpersönliche Anrede: Statt des Namens steht oft „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde“.
* Falsche Links: Der Button zur Rückerstattung führt nicht auf aok.de, sondern auf betrügerische Seiten.
* Fremde Absender: Der Anzeigename mag „AOK Service“ lauten, die eigentliche E-Mail-Adresse gehört zu einer fremden Domain.

Was tun bei Verdacht?

Die offizielle Empfehlung ist eindeutig: Nicht auf Links klicken, keine Anhänge öffnen. Die Nachricht gehört unbeantwortet in den Spam-Ordner.

Wer unsicher ist, sollte die offizielle AOK-Webseite manuell im Browser aufrufen oder die „Meine AOK“-App nutzen. Echte Nachrichten finden sich stets im gesicherten Postfach des Kundenportals.

Falls Sie bereits Daten preisgegeben haben, handeln Sie sofort:
1. Passwörter ändern – für das AOK-Konto und andere Dienste.
2. Bank informieren – bei preisgegebenen Bankdaten.
3. Anzeige erstatten – bei der Polizei und eine Meldung an die Verbraucherzentrale.

Gesundheitsdaten bleiben ein lukratives Ziel

Experten sehen den Gesundheitssektor auch 2026 als Hauptziel für Phishing. Gesundheitsdaten sind auf dem Schwarzmarkt wertvoll für Identitätsdiebstahl. Nach der „Karten-Update“-Masche setzen Kriminelle nun auf das verlockendere „Rückerstattungs“-Narrativ.

Die Angriffe könnten künftig noch personalisierter werden. Krankenkassen investieren in Aufklärung und Sicherheitstechnik wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Der beste Schutz bleibt ein gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten Geldversprechen per E-Mail.

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