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Antimony Resources Aktie: Lock-up-Ablauf und Ressourcenschätzung kollidieren

Veröffentlicht am: 28.06.2026 um 04:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Am Montag fallen Lock-up-Ende und Ressourcenbericht für Bald Hill zusammen. Die Antimony-Aktie steht vor einer entscheidenden Bewährungsprobe.

Antimony Resources: Richtungsentscheidung am Montag
Dunkler, atmosphärischer Bergbautunnel mit Lichtstrahlen, die Erzadern beleuchten, vermittelt ein Gefühl von Spannung und Unsicherheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Am Montag treffen zwei gegensätzliche Kräfte aufeinander. Rund 21 Millionen Aktien und Warrants aus einer früheren Privatplatzierung werden handelbar — und gleichzeitig soll der erste offizielle Ressourcenbericht für das Bald-Hill-Projekt eintreffen. Für die Aktie wird dieser Tag zur Richtungsentscheidung.

Lock-up-Ablauf trifft Ressourcenschätzung

Im Dezember 2025 sammelte Antimony Resources rund 9,5 Millionen Kanadische Dollar ein. Jede Unit bestand aus einer Aktie zum Preis von 0,45 Kanadischen Dollar und einem Warrant, ausübbar bei 0,75 Kanadischen Dollar. Ab Montag können diese Papiere frei verkauft werden.

Den Gegenpol bildet die NI-43-101-konforme Ressourcenschätzung für Bald Hill, erstellt von SRK Consultants. Ursprünglich für April oder Mai angekündigt, verzögerte sich der Bericht. Er soll nun im Juni erscheinen.

Das Szenario ist klar: Ein starkes Ergebnis könnte den Verkaufsdruck aus dem Lock-up-Ablauf auffangen. Ein enttäuschendes Ergebnis trifft auf einen Markt, der bereits mit neuem Angebot überschwemmt wird.

Was der Bericht bestätigen muss

Ein früherer technischer Bericht aus 2025 schätzte das Potenzial des Bohrgebiets auf rund 2,7 Millionen Tonnen mit einem Antimongehalt zwischen 3 und 4 Prozent. Diese konzeptionelle Zahl muss SRK nun in eine formale Ressource überführen.

Die bisherigen Bohrergebnisse sind bemerkenswert. Bohrung BHW-26-04 lieferte 36 Prozent Antimon, BH-26-15 traf 27 Prozent — beide aus rund 240 Metern Tiefe. Die South Zone, etwa 900 Meter südlich des Hauptvorkommens, zeigte im Schnitt 19,5 Prozent Antimon über 200 Meter Streichlänge. Der Spitzenwert lag bei 44,2 Prozent.

Eine laufende Bohrkampagne über 19.000 Meter soll bis Ende des dritten Quartals 2026 diese Ziele in eine gemessene Ressource umwandeln.

Genehmigungen und geopolitischer Rückenwind

Parallel zur Exploration hat das Unternehmen die Genehmigungsphase eingeleitet. GEMTEC Consulting Engineers and Scientists entwickelt einen Genehmigungsfahrplan. Erste Gespräche mit Regulatoren in New Brunswick, Bundesbehörden und dem Department of Indigenous Affairs laufen bereits. Die Einreichung des Genehmigungsantrags plant das Unternehmen für Q4 2026 oder Q1 2027.

New Brunswick hat Bald Hill als strategisch wichtiges Projekt eingestuft. Das Gelände liegt 45 Kilometer von einem Tiefwasserhafen entfernt. Gespräche mit Metallhändlern über Abnahmeverträge laufen.

Den makroökonomischen Rückenwind liefert China. Peking hat sein Exportverbot für Antimon bis zum 27. November 2026 ausgesetzt — für zivile Verwendungszwecke. Militärische Endnutzung bleibt eingeschränkt, jede Lieferung benötigt weiterhin eine Lizenz. Nach dem ursprünglichen Bann brachen US-Importe aus China um 97 Prozent ein. Die USA importieren jährlich zwischen 20.000 und 25.000 Tonnen Antimon — ohne eigene Primärproduktion, seit die Sunshine Mine in Idaho 2001 schloss. Im Mai sicherte sich Perpetua Resources einen milliardenschweren Staatskredit, um ein eigenes Antimonprojekt in den USA zu entwickeln.

Technisches Bild: tief, aber reaktiv

Die Aktie schloss am Freitag bei 0,35 Euro — ein Plus von knapp 3 Prozent auf Tagesbasis, aber 67 Prozent unter dem Märzhoch von 1,05 Euro. Der RSI liegt bei 36, die annualisierte 30-Tage-Volatilität bei 97 Prozent. Das Papier ist technisch überverkauft und reagiert heftig auf Nachrichten.

Eine Ressourcenschätzung, die das konzeptionelle Ziel bestätigt, würde die Grundlage für eine Machbarkeitsstudie legen und den Kursüberhang aus dem Lock-up zumindest teilweise absorbieren. Bleibt das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück, trifft Verkaufsdruck auf einen Kurs, der bereits stark unter Druck steht.

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