Anthropics „Cowork“: KI-Assistent erledigt jetzt Ihre Büroarbeit
25.01.2026 - 09:06:11KI-Sicherheitsunternehmen Anthropic startet mit „Cowork“ einen KI-Agenten, der selbstständig Dateien auf Ihrem Computer verwaltet. Das Tool markiert den Übergang von beratender zu ausführender Künstlicher Intelligenz.
Anthropic hat den direkten Wettlauf um die Führung im Bereich agentischer KI eröffnet. Das Unternehmen stellte „Cowork“ vor – ein Werkzeug, das den KI-Modellen von Anthropic erstmals direkten Zugriff auf den lokalen Dateisystem eines Nutzers gewährt. Dort kann es autonom komplexe Aufgaben planen und ausführen. Die Ankündigung vom 12. Januar und der schrittweise Roll-out seitdem positionieren das US-Unternehmen an der Spitze eines Branchentrends.
Vom Nischen-Tool für Entwickler zum Alltagshelfer
Die Idee zu Cowork entstand aus unerwartetem Nutzerverhalten. Immer mehr Anwender ohne Programmierkenntnisse nutzten das Entwickler-Tool Claude Code für allgemeine Büroaufgaben wie das Sortieren von Dateien. Anthropic erkannte die Nachfrage und entwickelte eine zugänglichere Version.
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In einem bemerkenswerten Beispiel für die Leistungsfähigkeit der eigenen Technologie gab das Unternehmen bekannt, dass Cowork in nur etwa anderthalb Wochen entwickelt wurde – der Großteil des Codes wurde von Claude Code selbst geschrieben. Das Tool basiert auf derselben Architektur und arbeitet nach einem Plan: Es zerlegt komplexe Aufgaben in Schritte und führt sie aus, während es den Nutzer über den Fortschritt informiert.
So arbeitet der digitale Kollege auf Ihrer Festplatte
Cowork benötigt die ausdrückliche Erlaubnis des Nutzers, um auf einen bestimmten Ordner auf dem lokalen Rechner zuzugreifen. Ist diese erteilt, übernimmt es eine Vielzahl von Aufgaben. Es kann etwa ein unübersichtliches Downloads-Verzeichnis in kategorisierte Unterordner sortieren, Daten aus gesammelten Kassenbon-Screenshots für eine Excel-Tabelle extrahieren oder verstreute Notizen zu einem ersten Berichtsentwurf zusammenfassen.
Für erweiterte Funktionen greift Cowork auf „Connectors“ für externe Datenquellen und spezielle „Skills“ für Office-Dokumente zurück. In Kombination mit der „Claude in Chrome“-Browsererweiterung kann es sogar workflows im Browser automatisieren. Aus Sicherheitsgründen läuft das System in einer isolierten virtuellen Maschine, abgeschottet vom Hauptbetriebssystem.
Der Wettlauf um die autonome KI hat begonnen
Die Einführung von Cowork markiert einen strategischen Schwenk: von der konversationellen zur operativen KI. Während Chatbots Informationen liefern und Vorschläge machen, sind agentische Tools wie Cowork darauf ausgelegt, die Arbeit aktiv zu erledigen. Dies ist ein bedeutender Schritt hin zu einem echten digitalen Mitarbeiter.
Anthropic ist mit dieser Vision nicht allein. Alle großen Technologiekonzerne investieren massiv in die Entwicklung autonomer KI-Agenten. Der direkte Zugriff auf das lokale Dateisystem ist jedoch ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber vielen cloudbasierten Assistenten. Das Unternehmen räumt Sicherheitsbedenken ein – etwa das Risiko von „Prompt Injections“ – und rät Nutzern der Forschungsvorschau zu robusten Backup-Strategien.
Verfügbarkeit und nächste Schritte
Der Zugang zu Cowork wird schrittweise gewährt. Nach der Ankündigung am 12. Januar war die Vorschau zunächst „Claude Max“-Abonnenten vorbehalten. Seit dem 16. Januar können „Pro“-Nutzer sie testen, seit dem 23. Januar auch Kunden der „Team“- und „Enterprise“-Pläne.
Eine Version für Windows ist für die Zukunft geplant, aktuell ist das Tool exklusiv für macOS auf Apple-Silicon-Prozessoren verfügbar. Als Forschungsvorschau dient es vor allem dazu, Nutzerfeedback für die Weiterentwicklung von Funktionalität und Sicherheit zu sammeln. Mit Cowork zeigt Anthropic deutlich, dass es seine leistungsstarken KI-Modelle aus dem Chat-Fenster in die tägliche Arbeitsumgebung der Nutzer bringen will.
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