Anthropics, Claude

Anthropics Claude Sonnet 4.5: KI-Agent für die komplette Software-Entwicklung

30.01.2026 - 20:12:12

Das neue KI-Modell von Anthropic erzielt Spitzenwerte in Benchmarks und kann über 30 Stunden autonom an komplexen Entwicklungsprojekten arbeiten, was einen Wendepunkt für KI-Agenten markiert.

KI-Sicherheitsunternehmen Anthropic setzt mit Claude Sonnet 4.5 einen neuen Maßstab für KI-gestützte Softwareentwicklung. Das Modell soll den gesamten Entwicklungszyklus beherrschen – vom ersten Entwurf bis zur Fehlerbehebung in großen Codebasen. Für deutsche IT-Unternehmen und Entwicklerteams könnte dies ein Wendepunkt hin zu autonomen KI-Agenten sein.

Generationensprung bei KI-Coding und Autonomie

Die neue Version stellt einen deutlichen Leistungssprung dar. Auf dem SWE-bench Verified, einem zentralen Benchmark für praktische Software-Entwicklungsfähigkeiten, erzielt Sonnet 4.5 Spitzenergebnisse. Noch beeindruckender ist die Führungsposition beim OSWorld-Benchmark (61,4 %), der die Fähigkeit einer KI misst, Aufgaben auf einem Computer auszuführen.

Die größte Neuerung ist die Ausdauer: Das Modell kann über 30 Stunden autonom an komplexen, mehrstufigen Projekten arbeiten. Diese Langzeitfähigkeit ist entscheidend, um etwa komplette Anwendungen zu bauen oder Sicherheitslücken eigenständig zu patchen. Es geht nicht mehr um einfache Code-Generierung, sondern um proaktives Systemmanagement. Möglich wird dies durch verbessertes Werkzeug-Handling, optimiertes Gedächtnis und die Fähigkeit, Kontext über lange Zeiträume zu verarbeiten.

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Neue Features für den Entwickler-Alltag

Anthropic stattet Sonnet 4.5 mit Wunschfunktionen der Entwickler-Community aus. Das Highlight: „Checkpoints“. Nutzer von Claude Code können ihren Fortschritt speichern und bei Bedarf sofort zu einem früheren Zustand zurückkehren – ähnlich einer Versionierung. Das schafft eine Sicherheitsnetz für Experimente.

Zudem kann das Modell nun Code ausführen und Dateien wie Tabellen, Präsentationen oder Dokumente direkt in seiner Konversationsoberfläche erstellen. Das vereinfacht Workflows erheblich. Mit dem veröffentlichten Claude Agent SDK können Entwickler nun eigene, maßgeschneiderte KI-Agenten bauen, die Gedächtnis, Berechtigungen und Unteragenten koordinieren. Eine überarbeitete Terminal-Oberfläche und eine native VS Code-Erweiterung runden das Paket ab.

Technik, Preise und Verfügbarkeit für den Markt

Unter der Haube arbeitet ein hybrides Architekturmodell. Es kann im schnellen Standardmodus oder in einem „Extended Thinking“-Modus für tiefgreifende Analysen operieren. Der Kontextumfang von bis zu einer Million Tokens ermöglicht es, ganze Codebasen auf einmal zu verarbeiten.

Trotz der gesteigerten Leistung behält Anthropic das Preismodell des Vorgängers bei: 3 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 15 US-Dollar pro Million Output-Tokens. Das Modell ist über die Claude.ai-Website, mobile Apps und die API verfügbar. Für Unternehmen steht es auch auf den großen Cloud-Plattformen Amazon Bedrock, Google Clouds Vertex AI und Microsoft Foundry bereit – eine direkte Konkurrenz zu Lösungen von SAP oder anderen DAX-Konzernen.

Wettbewerbsvorteil durch Sicherheit und Autonomie

Mit diesem Release positioniert sich Anthropic gezielt im hart umkämpften Feld der Unternehmens-KI. Der Fokus auf den kompletten Lebenszyklus und Langzeit-Autonomie markiert einen Trendwandel: Vom simplen Assistenten zum aktiven Teammitglied. Diese Leistungsoffensive verbindet das Unternehmen geschickt mit seinem Kernthema KI-Sicherheit.

Kürzlich veröffentlichte Anthropic eine aktualisierte „Verfassung“ (Constitution) für Claude, die das Verhalten und die Werte der KI lenkt. Diese Doppelstrategie – maximale Leistung bei hohen Sicherheitsstandards – könnte in Europa und besonders in Deutschland, wo Datenschutz und ethische KI eine große Rolle spielen, zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden.

Die Fähigkeiten von Sonnet 4.5 deuten auf eine Zukunft hin, in der KI-Agenten immer komplexere End-to-End-Aufgaben in der Softwareentwicklung übernehmen. Die Rolle des menschlichen Entwicklers könnte sich vom Code-Schreiber zum Architekten und Aufseher autonomer Systeme wandeln. Dass das Modell auch Aufgaben in Cybersicherheit und Finanzanalyse bewältigen soll, zeigt: Dieser Trend wird alle Wissensbranchen erfassen.

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