Anthropic, KI-Champion

Anthropic: KI-Champion sammelt Rekordsumme von 20 Milliarden Euro ein

08.02.2026 - 17:31:12

Der KI-Konkurrent Anthropic steht vor einer Rekordfinanzierung, die seine Bewertung auf rund 350 Milliarden Euro katapultiert. Microsoft und Nvidia gehören zu den Hauptinvestoren.

Der KI-Pionier Anthropic steht kurz vor einer Finanzierungsrunde von über 20 Milliarden Euro. Die Bewertung des OpenAI-Herausforderers könnte damit auf rund 350 Milliarden Euro steigen – ein neuer Meilenstein im Wettrennen um die Vorherrschaft in der Künstlichen Intelligenz.

Die Investoren stürmen die Tore: Das kalifornische Unternehmen Anthropic, einer der schärfsten Rivalen von OpenAI, bereitet eine Kapitalspritze historischen Ausmaßes vor. Die Finanzierungsrunde, die bereits nächste Woche abgeschlossen werden könnte, übertrifft mit mehr als 20 Milliarden Euro die ursprünglichen Erwartungen bei weitem. Sie katapultiert die Bewertung des noch jungen Unternehmens auf etwa 350 Milliarden Euro. Ein klares Signal: Der Kampf um die Spitze im lukrativen KI-Markt wird mit immer größeren Geschützen ausgefochten.

Tech-Giganten und Fonds pumpen Milliarden in den Rivalen

Hinter der Rekordsumme steht ein Who-is-who der Tech- und Investmentbranche. Die Runde wird von einem mächtigen Konsortium aus neuen und bestehenden Investoren getragen. Zu den größten Geldgebern zählen die Investmentfirma Coatue Management, Singapurs Staatsfonds GIC und Iconiq Capital – sie steuern Berichten zufolge jeweils über eine Milliarde Euro bei.

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Die strategisch wohl wichtigsten Partner sind jedoch Microsoft und Nvidia. Ihr gemeinsamer Beitrag könnte bis zu 15 Milliarden Euro erreichen. Ein Teil des Deals ist als „Kapital für Rechenleistung“ strukturiert: Anthropic verpflichtet sich, die Cloud-Infrastruktur der Investoren zu nutzen. Eine symbiotische Beziehung, die dem KI-Unternehmen die nötige Rechenpower sichert und den Partnern einen Großkunden beschert. Weitere namhafte Teilnehmer sind Altimeter Capital, Sequoia Capital, Lightspeed Venture Partners und Menlo Ventures.

Dieser gewaltige Kapitalzufluss folgt auf ein Jahr explosiven Wachstums. Das 2021 von ehemaligen OpenAI-Managern gegründete Unternehmen steigerte seinen Umsatz 2025 laut Berichten von einer Milliarde auf über neun Milliarden Euro. Der Grund: der erfolgreiche Vorstoß in den Unternehmenskunden-Markt mit Modellen wie dem Chatbot Claude.

Talentekrieg: Mitarbeiter dürfen Anteile verkaufen

In dem erbitterten Wettbewerb um die klügsten Köpfe setzt Anthropic auch auf finanzielle Anreize. Parallel zur Finanzierungsrunde plant das Unternehmen ein sogenanntes Tender Offer. Dieser Zweittransaktion ermöglicht es aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, einen Teil ihrer Firmenanteile zum neuen, rekordhohen Bewertungspreis zu verkaufen. Eine Maßnahme, um Spitzentalente zu belohnen und an das Unternehmen zu binden.

Die neue Bewertung markiert einen gewaltigen Sprung. Erst vor fünf Monaten hatte Anthropic in einer Runde 13 Milliarden Euro eingesammelt. Die aktuelle Summe verdoppelt nun nicht nur das ursprüngliche Ziel von zehn Milliarden Euro, sondern stattet das Unternehmen auch mit einem gewaltigen Kriegsschatz für Forschung und Entwicklung aus. Anthropic festigt damit seinen Platz unter den wertvollsten privaten Technologieunternehmen der Welt.

Der Weg an die Börse rückt näher

Mit den Milliarden im Rücken kann Anthropic die Entwicklung seiner Claude-Modelle massiv beschleunigen und seine Angebote für Geschäftskunden ausbauen. Die Strategie zielt darauf ab, nicht nur leistungsstarke, sondern auch besonders zuverlässige und sichere KI-Systeme für unternehmenskritische Anwendungen zu schaffen.

Die erfolgreiche private Runde nährt Spekulationen über einen Börsengang (IPO). Branchenkreise vermuten, dass sowohl Anthropic als auch OpenAI einen Gang an die Börse zwischen der zweiten Hälfte 2026 und 2027 erwägen. Diese Finanzierung könnte die entscheidende Vorstufe sein, um eine solide Marktbewertung zu etablieren und die Bühne für den öffentlichen Auftritt zu bereiten.

Die Mega-Runde verschärft das Duell mit OpenAI um die Führung im KI-Bereich. Beide Unternehmen benötigen gewaltige Kapitalspritzen, um die exorbitanten Kosten für die Entwicklung und das Training immer komplexerer Modelle zu decken. Analysten sehen in Anthropics Fokus auf Sicherheit und seiner starken Position bei Geschäftskunden einen attraktiven Unterschied zu OpenAI.

Der erfolgreiche Abschluss dieser Finanzierung wird genau beobachtet werden – als Stimmungsbarometer für die gesamte KI-Branche. Das Ausmaß des Deals setzt ein neues Präzedenz für kommende Mega-Finanzierungsrunden in diesem Sektor. Der KI-Wettlauf eskaliert weiter, und Anthropic hat sich mit diesem historischen Deal das nötige Feuerpower gesichert, um in der ersten Liga mitzuspielen.

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