Angriff auf neue DAX-Höhen oder fiese Bullenfalle vor dem EZB-Showdown?
02.02.2026 - 19:11:02Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX zeigt sich aktuell in einer klaren Aufwärtsstruktur, aber ohne komplett durchzudrehen – eine Mischung aus vorsichtigem Bullenmarkt und nervöser Seitwärtsphase knapp unter wichtigen charttechnischen Zonen. Die Moves wirken kontrolliert, Rücksetzer werden eher als Chance zum Dip kaufen genutzt, aber jeder kleine Rückgang zeigt sofort: Die Bären sind noch längst nicht tot, sie lauern auf den ersten echten Fehltritt der EZB oder der US-Börsen.
Statt explosiver Rallye sehen wir ein zähes Hochschieben: keine Panik, aber auch keine pure Gier. Die Marktteilnehmer in Frankfurt spielen gerade "Wer blinzelt zuerst?" – Bullen oder Bären. Diese Spannung ist genau das Setup, aus dem entweder ein sauberer Ausbruch nach oben oder ein hässlicher Mini-Crash entstehen kann.
Die Story: Was treibt den DAX aktuell wirklich? Laut den europäischen Marktreports und Headlines steht die Börsenstory weiter auf drei großen Säulen: Zentralbanken, Konjunktur und Unternehmensgewinne.
1. EZB und Christine Lagarde – der Zinshebel über dem Markt
Die Europäische Zentralbank ist weiterhin das dominante Thema für alle DAX-Trader. Nach der aggressiven Zinswende der letzten Jahre hängt jetzt alles an der Frage: Kommt die Wende zur Wende – sprich, wann starten die ersten Zinssenkungen? Die jüngsten Aussagen aus dem EZB-Rat lassen erkennen: Man will sich nicht in die Ecke drängen lassen. Inflation im Euroraum ist zwar klar von den Peaks heruntergekommen, aber sie klebt immer noch hartnäckig oberhalb des langfristigen Zielwerts.
Für den DAX bedeutet das: Jeder neue Inflations- oder Arbeitsmarkt-Datenpunkt wird zum Trigger. Fällt die Teuerung schneller, dann feiern die Bullen und preisen frühere und stärkere Zinssenkungen ein. Bleibt sie zäh, dann sehen wir sofort Gewinnmitnahmen auf dem Frankfurter Parkett, vor allem bei zyklischen Werten und zinssensitiven Branchen wie Immobilien.
2. Deutsche Wirtschaft zwischen Schwäche und Hoffnung
Makroseitig ist Deutschland weiter im Graubereich: kein brutaler Crash, aber auch keine echte Boom-Stimmung. Industrieproduktion und Auftragseingänge schwanken, die Stimmung in der Industrie bleibt eher verhalten. Besonders die deutsche Autoindustrie steht weiter unter Druck: teurer Standort, Konkurrenz aus China, Elektromobilitätswende, schwacher Absatz in Schlüsselmärkten.
Trotzdem: Der DAX ist längst nicht mehr nur ein Auto- und Chemieindex. Tech-nahe Schwergewichte wie SAP sowie Qualitätswerte aus Industrie und Gesundheit puffern die Schwäche der Old-Economy ein Stück weit ab. Gerade die global ausgerichteten Konzerne profitieren von einer gewissen Entspannung bei Lieferketten, einer robusten US-Nachfrage und der Chance, dass schwächere Euro-Phasen ihre Exporterträge stützen.
3. Earnings-Season: SAP, Siemens & Co. liefern die Story
Auf der Unternehmensebene geht es aktuell darum, wer die hohen Erwartungen der Analysten rechtfertigen kann. SAP sorgt regelmäßig für Fantasie im DAX, wenn es um Cloud-Geschäft, Künstliche Intelligenz und Margenausbau geht. Siemens steht für die Industrie-Story: Automatisierung, Infrastruktur, Energy-Tech – alles Themen, die global gespielt werden.
Spannend: Der Markt verzeiht schwächere Ausblicke derzeit kaum. Wer nur leicht unter den Erwartungen landet oder vorsichtig klingt, wird schnell mit scharfen Abverkäufen abgestraft. Das verstärkt die Volatilität im Index – ein Nährboden für aktive Trader, aber ein Risiko für alle, die glauben, der DAX sei gerade ein Selbstläufer nach oben.
4. USA, Nasdaq und globale Risk-On/Off-Wellen
Die Wall Street, vor allem die Tech-Schwergewichte im Nasdaq, bleiben der Taktgeber für die globale Risikostimmung. Drehen die US-Börsen in einen klaren Risk-On-Modus, zieht der DAX häufig hinterher, überperformt manchmal sogar kurzzeitig dank Nachholpotenzial. Kommt dagegen aus den USA eine harte Risk-Off-Welle – etwa durch enttäuschende Zahlen der großen Tech-Konzerne oder hawkishere Aussagen der Fed – dann spüren wir das in Frankfurt meist in Form eines abrupten Stimmungswechsels: gestrige Highflyer werden zu heutigen Abschlagskandidaten.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: Aktuelle DAX-Analyse auf YouTube
TikTok: Markttrend: #dax40 Trends auf TikTok
Insta: Stimmung: #dax40 Insights auf Instagram
Was fällt beim Social Scouting auf? Auf YouTube dominieren aktuell DAX-Videos mit Chartfokus: Trendkanäle, Unterstützungszonen, mögliche Ausbruchsszenarien. Auf TikTok sind Short-Clips mit klaren, zugespitzten Statements im Trend: "Deutschland verpokert sich", "DAX kurz vor Ausbruch" – harte Thesen, maximale Aufmerksamkeit. Auf Instagram sieht man viele Screenshots von Chart-Breakouts und Zielmarken, aber auch Sorge vor einem plötzlichen Rücksetzer nach dem Motto: "Zu viel Euphorie, zu wenig Substanz".
- Key Levels: Charttechnisch dreht sich aktuell vieles um einige eng beieinander liegende Widerstands- und Unterstützungsbereiche. Oben sehen wir eine Zone, in der der Index schon mehrfach ins Stocken geraten ist – ein klassischer Widerstand, an dem Bären auf den nächsten Fehlausbruch hoffen und Short-Setups suchen. Darunter liegen mehrere wichtige Zonen, in denen in der Vergangenheit immer wieder Käufe reinkamen. Solange diese Bereiche halten, bleibt das übergeordnete Bild bullisch-neutral. Erst ein klarer Bruch darunter würde das Drehbuch in Richtung Korrektur oder gar Crash-Szenario umschreiben.
- Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt? Das Sentiment ist aktuell gemischt, aber leicht bullisch. Viele Anleger sind investiert, aber mit der Hand am Abzug. Es gibt kaum blinde Euphorie, eher eine rational begründete Hoffnung: Zinssenkungen sind perspektivisch auf dem Radar, die globale Rezessionsangst hat etwas nachgelassen, die Gewinnsituation bei Qualitätsunternehmen ist stabil bis leicht positiv. Auf der anderen Seite parkt immer noch viel Kapital an der Seitenlinie, weil die Angst vor einem erneuten Makro-Schock – etwa durch Geopolitik, Energiepreise oder eine neue Inflationswelle – nicht verschwunden ist. Das sorgt für eine gefährliche Mischung: Kommt ein positiver Katalysator, kann FOMO eine schnelle Rallye zünden. Kommt ein negativer Schock, kann ein plötzlicher Risk-Off-Switch die Bären in die Karten spielen.
Technische Szenarien – so könnte der nächste größere Move aussehen
Aus charttechnischer Sicht bieten sich aktuell drei Hauptszenarien an:
1. Der saubere Ausbruch nach oben
Der DAX arbeitet sich langsam aber kontinuierlich an den oberen Widerstandsbereich heran. Gelingt ein überzeugender Ausbruch mit hohem Handelsvolumen und positiver Nachrichtenlage (z. B. freundliche EZB-Kommentare, starke US-Tech-Zahlen, solide deutsche Blue-Chip-Earnings), könnte der Index in eine neue Rallyephase übergehen. In diesem Modus werden Rücksetzer schnell gekauft, Breakout-Trader springen auf, und die Angst, den Zug zu verpassen, treibt zusätzliches Kapital in den Markt.
2. Die fiese Bullenfalle
Das Risiko: Ein kurzer Spike über die bekannte Widerstandszone, viele Breakout-Orders triggern – und dann kippt die Stimmung, weil die Makrodaten oder Zentralbank-Statements nicht mitspielen. In diesem Fall sehen wir schnelle Gewinnmitnahmen, gefolgt von beschleunigten Verkaufswellen, wenn kurzfristige Trader ausgestoppt werden. Die Folge wäre ein unschöner Rutsch zurück in die alte Range oder sogar darunter. Genau dieses Szenario wird an den Märkten aktuell heftig diskutiert.
3. Zähe Seitwärtsphase / Range-Trading
Wer auf den ganz großen Move wartet, könnte auch frustriert werden: Nicht selten folgen auf starke Phasen längere Seitwärtsperioden, in denen der Index in relativ klaren Spannen rauf- und runterpendelt. Für Swing-Trader kann das ein Paradies sein: unten kaufen, oben verkaufen, klare Marken, klarer Risiko-Reward. Für langfristige Anleger bedeutet das: Nerven behalten, Qualitätstitel halten oder selektiv nachkaufen, wenn der Markt zwischendurch schwache Tage einlegt.
Fazit: Der DAX steht aktuell in einer spannenden Übergangsphase zwischen Vorsicht und Aufbruchstimmung. Die Bullen haben das Heft nicht komplett in der Hand, aber sie geben den Takt vor, solange die großen Unterstützungszonen verteidigt werden und keine makroökonomische Schocknachricht alles über den Haufen wirft. Die Bären wiederum setzen darauf, dass die hohen Bewertungen einiger Qualitätswerte, eine fragile deutsche Konjunktur und mögliche Enttäuschungen bei den Zinserwartungen der EZB irgendwann zu einem deutlicheren Rücksetzer führen.
Für aktive Trader heißt das: klare Strategie, klare Levels, klares Risikomanagement. Wer den Dip kaufen will, sollte genau wissen, wo er aussteigt, wenn der Markt gegen ihn läuft. Wer auf die Bärenfalle hofft, braucht Geduld und Timing – und muss akzeptieren, dass ein echter Ausbruch nach oben schmerzhafte Short-Coverings auslösen kann.
Für Investoren mit längerer Perspektive gilt: Nicht die Überschrift des Tages entscheidet über den Erfolg, sondern die Qualität der Unternehmen im DAX, ihre globale Wettbewerbsfähigkeit und die Fähigkeit, Margen in einem anspruchsvollen Umfeld zu halten oder auszubauen. Solange die EZB schrittweise von der Bremse geht und keine tiefe Rezession in Europa einschlägt, bleiben Rücksetzer im DAX eher Chancen als Katastrophen.
Unterm Strich: Der Markt spielt gerade Hochspannung mit offenem Ende. Ob wir den Angriff auf neue Indexhöhen sehen oder in eine brutale Bullenfalle laufen, entscheidet sich an wenigen entscheidenden Datenpunkten und Chartmarken. Wer vorbereitet ist, kann beide Szenarien für sich nutzen – wer nur hofft, wird vom Markt früher oder später abgestraft.
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