Angriff auf das DAX-Allzeithoch – Riesenchance oder brutale Bullenfalle?
03.02.2026 - 02:00:11Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 zeigt sich aktuell nervös, aber klar im Bullenmodus: eine grüne, aber wackelige Rallye, die immer wieder von kurzen Rücksetzern und Gewinnmitnahmen unterbrochen wird. Die Kurse tendieren in der Nähe einer markanten Widerstandszone, der Markt flirtet also sichtbar mit dem Allzeithoch. Kein klarer Crash, kein müder Seitwärtstrend – eher ein angespanntes Tauziehen zwischen hartnäckigen Bären und selbstbewussten Dip-Käufern auf dem Frankfurter Parkett.
Die Tageskerzen wirken typisch für eine späte Phase im Aufwärtstrend: oben lange Dochte, unten aber immer wieder beherzte Käufe, sobald die Kurse ein Stück zurücksetzen. Das ist das klassische Muster einer Marktphase, in der institutionelle Investoren Stück für Stück in Stärke verkaufen, während Retail und kurzfristige Trader gierig jeden Dip kaufen. Kurz: Der DAX testet die Nerven aller Marktteilnehmer – und wer hier ohne Plan unterwegs ist, wird schnell zum Spielball der Volatilität.
Die Story: Makro ist aktuell der Boss – und Europa mischt ganz vorne mit. Im Fokus steht vor allem die Europäische Zentralbank um Christine Lagarde. Nach der jahrelangen Zinswende von Nullzins hin zu deutlichen Straffungen ist der Markt jetzt im Modus: Wie schnell kommen die Zinssenkungen, und wie stark werden sie ausfallen?
Die jüngsten Inflationsdaten aus der Eurozone zeigen eine klare Abkühlung gegenüber den Hochphasen direkt nach der Energiekrise. Die Teuerung bleibt zwar oberhalb des langfristigen EZB-Ziels, aber sie wirkt deutlich entschärft. Genau das füttert die Bullen: Fallende oder zumindest nicht weiter steigende Zinsen sind Treibstoff für Aktien, vor allem für Tech, Wachstumsstories und hochverschuldete Geschäftsmodelle. Für den DAX heißt das: Rückenwind für Schwergewichte wie SAP, Siemens, Infineon und die exportstarken Industriewerte.
Gleichzeitig lasten jedoch strukturelle Themen auf dem deutschen Markt: schwächere globale Nachfrage, Diskussionen über Standortnachteile, hohe Energiepreise und ein angeschlagener Ruf des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Besonders die Autoindustrie – also verlässliche DAX-Schwergewichte wie Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen – steht im Dauerstress. Konkurrenz aus China, der brutale Preiskampf im E-Auto-Sektor und politische Handelsrisiken setzen die Margen unter Druck. CNBC Europe berichtet immer wieder, dass internationale Investoren Deutschland eher als Underperformer in Europa sehen, während Tech-lastige Indizes wie der Nasdaq oder auch einzelne europäische Tech-Börsen mehr Kapitalzuflüsse sehen.
Auf der anderen Seite stehen positive Unternehmensmeldungen und solide Bilanzen einzelner DAX-Konzerne. SAP profitiert massiv vom Shift in Richtung Cloud- und Abo-Modelle, Siemens profitiert von Automatisierung, Digitalisierung und Infrastrukturprogrammen. Die Mischung ergibt ein zwiegespaltenes Bild: Value- und Old-Economy-Titel tun sich schwer, während Quality-Tech und Industriewerte mit hoher Preissetzungsmacht die Fahne der Bullen hochhalten.
Dazu kommt das Sentiment-Thema: Die Angst vor der Rezession ist zwar nicht verschwunden, aber sie ist deutlich leiser geworden. Statt Panik dominiert aktuell eher vorsichtiger Optimismus – und genau das sieht man im Fear-&-Greed-Setup: Kein extremer Euphorie-Peak, aber spürbare FOMO, sobald der Markt Richtung Hochs läuft. Viele Portfolio-Manager sitzen auf Cash oder sicheren Anleihen und werden nervös, wenn der DAX wieder Richtung Rekordlevel zieht. Dieses "Career Risk" – also die Angst, die Rallye zu verpassen – kann schnell zum Brandbeschleuniger für einen Ausbruch werden.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: https://www.youtube.com/results?search_query=DAX+Analyse+aktuell
TikTok: Markttrend: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Stimmung: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/
Scrollst du durch diese Feeds, siehst du genau den Mix, den der Chart widerspiegelt: Auf YouTube dominieren Titel wie "DAX vor dem Ausbruch", "Letzte Chance zum Dip-Kauf" oder "Crash-Gefahr am Allzeithoch". TikTok zeigt schnelle Clips zu Finanzen in Deutschland, mit Fokusthemen wie Inflation, EZB, Immobilien-Blase und DAX-Trading-Setups. Auf Instagram pushen Börsen-Accounts Charts, die wichtige Zonen im DAX markieren und Szenarien zwischen bullischem Ausbruch und brutaler Bärenfalle skizzieren. Die Social-Media-Community ist also nicht entspannt – sie ist aktiv, laut und gespalten. Genau das erzeugt Volatilität.
- Key Levels: Der Markt respektiert derzeit einige markante Widerstands- und Unterstützungszonen, die wie Magneten wirken. Oben liegt eine dominante Widerstandszone rund um die Region des bisherigen Allzeithochs – hier prallen Kurse immer wieder ab, begleitet von plötzlichen Gewinnmitnahmen. Darunter bilden sich mehrere wichtige Zonen, in denen Bullen regelmäßig Dips kaufen und die Verkäufer ausbremsen. Bricht eine dieser Zonen, kann daraus schnell eine heftige Korrektur werden. Hält sie, bleibt der Weg nach oben offen.
- Sentiment: In Frankfurt haben formal die Bullen die Kontrolle, aber sie kämpfen gegen eine lauernde Bärenfront. Viele Trader gehen nur noch selektiv long, sichern sich mit engen Stopps oder Hedging ab, während andere bewusst auf den "Pain Trade" setzen: Sie spekulieren darauf, dass ein Ausbruch nach oben noch einmal eine kurzfristige Short Squeeze auslöst. Netto ist die Stimmung also leicht bullisch, aber klar risiko- und nachrichtengetrieben.
Technische Szenarien – wie spielst du diesen Markt?
Aus technischer Sicht lässt sich der DAX aktuell grob in drei Szenarien denken:
1. Der bullische Ausbruch:
Der Index setzt seine grüne Rallye fort, durchbricht den hartnäckigen Widerstand und etabliert ein neues Hoch. Volumen zieht an, gerade bei Zyklikern, Industriewerten und ausgewählten Tech-Titeln. In diesem Szenario belohnen die Märkte die Erwartung, dass die EZB bei Zinssenkungen nicht zu spät kommt und dass die globale Konjunktur soft landet statt hart zu crashen. Trader-Strategie: prozyklisch Breakouts handeln, Dips aggressiv kaufen, aber immer mit Stopps unter den letzten markanten Zonen.
2. Die Bullenfalle:
Der DAX kratzt noch einmal heftig an der Widerstandszone, vielleicht mit einem kurzen Überschießen intraday, nur um dann scharf abzudrehen. Nachrichtenseitig könnte so etwas durch schwächere Konjunkturdaten, enttäuschende Unternehmenszahlen oder eine überraschend harte EZB-Kommunikation ausgelöst werden. Plötzlich dominieren rote Tage, die Gewinnmitnahmen beschleunigen sich, und aus einem harmlosen Rücksetzer wird ein saftiger Rückgang. Trader-Strategie: Vorsicht bei Long-Engagements in unmittelbarer Allzeithoch-Nähe, Teil-Gewinne realisieren, defensiv mit kleineren Positionsgrößen agieren oder kurzfristig auch Short-Chancen nutzen.
3. Der zähe Seitwärtsmarkt:
Die dritte Variante: Der DAX läuft in eine nervige Spanne, schwankt zwischen wichtigen Zonen, ohne klare Richtung. Das passiert oft nach starken Trends, wenn Großinvestoren Positionen umschichten. Der Markt wirkt zwar latent bullisch, aber ohne Durchzugskraft. Trader-Strategie: Range-Trading, also unten kaufen, oben verkaufen, klar definierte Zonen spielen statt den großen Trend zu jagen.
Fazit: Der DAX steht an einem Punkt, an dem sich Chancen und Risiken extrem verdichten. Makroseitig liefert die EZB den Spannungsbogen: Signalisiert Christine Lagarde bald eine klarere Wende hin zu echten Zinssenkungen, könnten die Bullen neuen Treibstoff bekommen. Bleibt die Sprache der Notenbank dagegen vorsichtig oder warnt sogar vor zu viel Optimismus, drohen Enttäuschungen und scharfe Rücksetzer.
Unternehmensseitig liegt der Fokus auf den Schwergewichten: Liefern SAP, Siemens, die Autohersteller und die großen Finanzwerte ordentliche Zahlen und einen halbwegs robusten Ausblick, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Fallen dagegen mehrere DAX-Schwergewichte gleichzeitig mit schwachen Ausblicken auf, kann das aus der vermeintlich stabilen Rallye sehr schnell einen ausgewachsenen Korrekturmodus machen.
Für dich als Trader oder Anleger heißt das: Blindes All-in ist in dieser Marktphase brandgefährlich – aber komplett draußen zu bleiben kann genauso teuer werden, wenn der Ausbruch nach oben tatsächlich kommt. Die Lösung liegt im Mix: gestaffelte Einstiege, klare Risikobegrenzung, Fokus auf Qualitätsaktien mit starken Bilanzen und strukturellem Rückenwind. Wer den DAX mit Plan handelt, kann diese Phase nutzen, statt von ihr überrollt zu werden.
Der Markt sendet ein klares Signal: Wir stehen an einer Weggabelung. Entweder es folgt der große Angriff auf neue Höhen – oder die Bullenfalle schnappt zu. Welche Seite gewinnt, entscheiden in den kommenden Wochen EZB-Rhetorik, Makrodaten und die Zahlen der DAX-Schwergewichte. Bereite dein Setup jetzt vor – der nächste große Move kommt nicht dann, wenn alle entspannt sind, sondern genau in dieser Phase maximaler Unsicherheit.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


