Angriff auf das DAX-Allzeithoch – echte Chance oder brutale Bullenfalle?
26.01.2026 - 15:08:58Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 zeigt sich aktuell in einer klar konstruktiven Phase: keine Panik, keine Crash-Stimmung, sondern eine stabile Aufwärtsdynamik mit typischen Gewinnmitnahmen zwischendurch. Auf dem Parkett in Frankfurt dominiert der Eindruck, dass die Bullen das Ruder in der Hand haben, aber noch immer Respekt vor den Makro-Risiken herrscht. Charttechnisch sprechen viele Trader von einem laufenden Bullenmarkt, in dem Rücksetzer eher als Chance zum Dip kaufen und weniger als Beginn eines großen Absturzes gewertet werden.
Wichtig: Die Aufwärtsbewegung ist nicht der wilde Raketenstart wie in manchen US-Tech-Indizes, sondern eher eine reife, kontrollierte Rallye. Man spürt: Institutionelle Gelder kommen zurück nach Europa, aber niemand will blind all-in gehen. Genau dieses Spannungsfeld zwischen Chance und Risiko macht den DAX aktuell so spannend für aktive Trader.
Die Story: Was treibt diesen Move? Drei große Blöcke: EZB-Politik, Konjunktur- und Inflationsdaten sowie Unternehmensnews aus den DAX-Schwergewichten.
1. EZB & Christine Lagarde – von Zinsangst zu Zinshoffnung
Auf der Makro-Seite schauen alle auf die Europäische Zentralbank. Die Phase aggressiver Zinserhöhungen liegt hinter uns, und der Markt spekuliert zunehmend auf eine geldpolitische Wende. Die jüngsten Signale aus Frankfurt deuten darauf hin, dass der Peak bei den Zinsen erreicht ist. Für Aktien – besonders für zyklische Werte und zinssensitive Sektoren – ist das ein massiver Rückenwind.
Christine Lagarde kommuniziert zwar weiterhin vorsichtig und betont, dass die Inflation im Euroraum noch nicht endgültig besiegt ist. Aber die Dynamik der Teuerung hat sich klar abgeschwächt. Neuere Daten aus Deutschland und der Eurozone zeigen eine nachlassende Inflationsdynamik, während die Wirtschaft zwar schwach, aber nicht im freien Fall ist. Das ist die klassische Kombination für eine Erleichterungsrallye: weniger Zinsdruck, aber auch kein Horror-Szenario einer tiefen Rezession, das bereits eingepreist war.
2. Deutschland zwischen Industrieflaute und Resilienz
Die Narrativ-Schlagzeilen der letzten Monate: „kranker Mann Europas“, Deindustrialisierung, Energiepreise, schwächelnde Exporte. Aber am Markt handelt man nicht die Schlagzeile von gestern, sondern die Erwartung von morgen. Und genau da wird es interessant.
Aus dem Newsflow, wie er auch auf europäischen Finanzportalen diskutiert wird, zeichnet sich ein Bild ab: Die ganz großen Crash-Ängste in Bezug auf die deutsche Wirtschaft haben nachgelassen. Ja, das Wachstum ist mau, die Industrie kämpft, insbesondere Chemie und Teile der Autoindustrie. Aber eine tiefe, systemische Krise mit Flächenbrand ist bisher ausgeblieben. Viele DAX-Konzerne sind zudem global aufgestellt, profitieren von den USA und Asien und hängen nicht nur am Binnenmarkt Deutschland.
Die Folge: Investoren differenzieren wieder. Statt Deutschland komplett zu meiden, suchen sie gezielt nach Qualitätsaktien mit globalem Geschäft, starkem Cashflow und Preissetzungsmacht. Das stützt den DAX als Index und erklärt, warum trotz gemischter Konjunkturdaten eher eine stabile Aufwärtsbewegung als ein nervöser Seitwärtscrash zu sehen ist.
3. Earnings-Season: SAP, Siemens & Co. liefern Storys für die Bullen
Auf Unternehmensebene treiben insbesondere die Schwergewichte aus Tech, Industrie und Finanzen den Index. In vielen aktuellen Marktkommentaren wird auf Software- und Industrie-Champions verwiesen, die mit robusten Zahlen und soliden Ausblicken überzeugen. Auch die große Frage rund um die deutsche Autoindustrie – E-Mobilität, Preiskampf mit China, schwächelnde Nachfrage – bleibt zwar ein Risiko, aber selbst dort ist der Newsflow nicht nur negativ. Investoren unterscheiden zwischen klassischen Verbrenner-Stories und denjenigen, die ernsthaft auf Software, Plattformen und E-Strategie setzen.
Parallel dazu spielt der Bankensektor den Zinsvorteil aus. Höhere Zinsmargen haben in den letzten Quartalen für bessere Ergebnisse gesorgt, was dem Finanzsektor im DAX Rückenwind verleiht. Solange die Konjunktur nicht komplett wegbricht, bleibt das ein Pluspunkt für den Index.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: Aktuelle DAX Analyse auf YouTube
TikTok: Markttrend: #dax40 auf TikTok
Insta: Stimmung: #dax40 auf Instagram
Auf Social Media ist der Vibe klar: Viele Retail-Trader diskutieren über Ausbruchsszenarien, Allzeithoch-Tests und darüber, ob man jetzt noch einsteigen oder lieber auf den nächsten Crash warten sollte. Die Klassiker: „Ich warte noch auf den großen Dip“ vs. „Trend is your Friend, solange die Musik spielt“.
- Key Levels: Charttechnisch sprechen Trader von wichtigen Zonen im Bereich des Allzeithochs, mit einer breiten Unterstützungszone darunter, in der Käufer bisher zuverlässig in Rücksetzer reinspringen. Darüber hinaus werden potenzielle Ausbruchsniveaus nach oben diskutiert, die bei einem nachhaltigen Überwinden als Startschuss für eine neue, starke Aufwärtswelle gelten könnten.
- Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt?
Aktuell liegt der Vorteil klar bei den Bullen, aber nicht im Modus „blinde Euphorie“. Man könnte es als vorsichtige Gier bezeichnen. Jeder Rückgang wird aufmerksam beobachtet: Ist es nur eine gesunde Konsolidierung oder der Beginn größerer Gewinnmitnahmen? Die Bären sind nicht tot, sie lauern – aber ihnen fehlt momentan der Katalysator für den großen Schlag.
Technische Szenarien – wie spielen die nächsten Wochen?
Szenario 1: Sauberer Ausbruch und Trendbeschleunigung
In diesem bullischen Setup setzt der DAX seine Aufwärtsbewegung fort, testet die Hochzonen und kann sich darüber etablieren. Volumen zieht an, insbesondere in Qualitätswerten und exportstarken Konzernen. Social Media kippt stärker in Richtung FOMO: „Ich muss rein, sonst verpasse ich die Deutschland-Rallye“. Trader suchen Breakout-Setups, arbeiten mit engen Stopps knapp unterhalb der Durchbruchsmarken und nehmen Intraday-Dips aggressiv auf.
Szenario 2: Bullenfalle am Hoch und schmerzhafte Korrektur
Hier kommt der klassische Pain-Trade: Der Index läuft an die Hochzone, vielleicht sogar kurz darüber, doch anstatt durchzuziehen, setzen kräftige Gewinnmitnahmen ein. Nachrichten zu schwächeren Konjunkturdaten, eine härtere EZB-Rhetorik oder ein externer Schock (z. B. aus den USA oder China) könnten den Trigger liefern. In diesem Fall wäre eine spürbare Korrektur denkbar, die viele späte Käufer kalt erwischt. Dann haben die Bären kurzfristig Oberwasser und der Slogan lautet: „Wer zu spät verkauft, zahlt die Zeche.“
Szenario 3: Zähe Seitwärtsphase – das Play für geduldige Trader
Der DAX pendelt in einer breiten Range, Bullen und Bären neutralisieren sich. Die große Story wäre dann: Der Markt wartet auf den nächsten Makro- oder Earnings-Katalysator. Für aktive Trader bedeutet das: Range-Handel zwischen Widerstand und Unterstützung statt großer Trendritt. Breakout-Versuche nach oben scheitern, Crash-Szenarien nach unten aber ebenso. Ideal für kurzfristige Swing-Trades, aber frustrierend für alle, die nur auf den großen Move spekulieren.
Wie positionieren sich smarte Trader?
Viele erfahrene Marktteilnehmer fahren aktuell einen Mix aus Chance und Risiko-Kontrolle:
- Sie respektieren den Aufwärtstrend und handeln nicht stur gegen die Bullen.
- Sie nehmen Teilgewinne mit, wenn der Markt in überhitzte Zonen läuft, statt gierig bis zum letzten Punkt zu halten.
- Sie nutzen Rücksetzer in starken Qualitätsaktien zum selektiven Dip kaufen, aber immer mit klar definiertem Stopp.
- Sie bleiben flexibel gegenüber dem Makro-Bild: Ein überraschend aggressiver EZB-Ton oder schlechte Konjunkturüberraschungen können das Sentiment schnell drehen.
Fazit: Der DAX steht an einem spannenden Punkt der Marktgeschichte. Die Panikphase ist vorbei, die Bullen haben den Ball übernommen, aber das Spielfeld ist voller Stolperfallen. EZB-Politik, deutsche Konjunktur und die globalen Earnings bleiben die drei großen Hebel, die den nächsten dicken Move auslösen können – nach oben oder nach unten.
Für dich als Trader bedeutet das: Blindes All-in ist keine Strategie. Aber den aktuellen Bullenmarkt komplett zu ignorieren, kann ebenso teuer werden wie ein Crash. Wer die Story hinter den Kursbewegungen versteht, konsequent mit Risiko-Management arbeitet und sich nicht von kurzfristigen Social-Media-Hypes treiben lässt, kann diese Phase nutzen – egal, ob am Ende der große Ausbruch oder die Bullenfalle dominiert.
Der Schlüssel: Szenarien durchdenken, Level im Blick behalten, Stops respektieren. Dann wird der DAX nicht zur Falle, sondern zur Bühne für saubere, planbare Trades.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


