Angriff auf das Allzeithoch oder brutale Bullenfalle im DAX 40?
27.01.2026 - 12:58:25Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 liefert aktuell eine nervöse, aber extrem spannende Show. Kein klarer Durchmarsch, keine Panik – eher ein zähes Ringen zwischen Bullen und Bären. Die Kurse schwanken, Rücksetzer werden immer wieder aufgekauft, doch jeder kleine Versuch eines Ausbruchs wird von Gewinnmitnahmen abgewürgt. Kurz: Der Markt wirkt wie kurz vor einem großen Move – aber die Richtung ist noch offen.
Die letzten Handelstage zeigen ein Muster: Nach kurzen grünen Phasen folgen wieder skeptische Tage, an denen die Bären auf den Plan treten. Der Index hängt in einer Zone, die nach Entscheidung schreit – Test eines Hochbereichs, aber ohne echtes Durchzugsvolumen. Genau diese Mischung aus Hoffnung und Unsicherheit macht die Lage brandgefährlich für FOMO-Trader, aber hochspannend für geduldige Strategen.
Die Story: Was treibt diese zähe Seitwärts- bis Aufwärtssituation? Im Kern sind es drei große Blöcke: EZB, deutsche Konjunktur und Unternehmenszahlen.
1. EZB & Christine Lagarde – Zinswende „light“ statt Turbo
Auf CNBC Europe dreht sich vieles um die Frage: Wie weit und wie schnell kann die EZB die Zinsen im Jahr 2026 tatsächlich lockern, ohne die Inflation wieder anzuheizen? Die Inflation in der Eurozone hat sich deutlich abgekühlt, liegt aber immer noch nicht tiefenentspannt im Komfortbereich. Christine Lagarde signalisiert zwar Bereitschaft für weitere Lockerungsschritte, bleibt aber verbal auf der Bremse. Keine klare Tauben-Rede, eher vorsichtiger Zwischenton.
Für den DAX bedeutet das: Der Markt preist eine vorsichtige, graduelle Zinsentspannung ein – also Rückenwind für Aktien, aber kein Vollgas-Bullenmarkt aus dem Nichts. Banken und Versicherer reagieren launisch auf jede Nuance aus Frankfurt, während Wachstums- und Tech-Werte eher von der Hoffnung auf sinkende Finanzierungskosten leben.
2. Deutsche Wirtschaft – „Okay“ ist das neue „Gut“
Die CNBC-Berichte zu Deutschland zeichnen ein Bild zwischen „müde“ und „stabilisiert“. Kein kräftiger Boom, aber auch kein akuter Absturz: Der Industrie fehlt der ganz große Drive, die Auftragsbücher sind durchwachsen, doch insbesondere der Exportsektor scheint sich etwas zu fangen. Der große Bremsklotz bleibt die anhaltende Unsicherheit: Energiepreise, geopolitische Spannungen, globaler Wettbewerb.
Der deutsche Auto-Sektor steht sinnbildlich für diesen Mix: Die klassischen Hersteller kämpfen mit Preisdruck und E-Mobilitätswende, während Investoren sich immer stärker fragen, wer im globalen Wettbewerb mit USA und China mithalten kann. Positive Meldungen zu neuen Modellen, Kostensenkungen oder starken Quartalszahlen werden gefeiert – aber schlechte Nachrichten schlagen sofort durch und verstärken jeden Rücksetzer im DAX.
3. Earnings Season – SAP, Siemens & Co. als Taktgeber
Im Fokus der CNBC-Europe-Coverage stehen immer wieder die DAX-Schwergewichte: SAP, Siemens, Allianz, Deutsche Telekom und die großen Finanztitel. Gute Zahlen aus dem Software- und Tech-Bereich geben dem Index immer wieder Auftrieb. Cloud, KI, Automatisierung – dieser Themenkomplex sorgt für Fantasie, auch im traditionell eher „old economy“-lastigen DAX.
Aber gleichzeitig sind die Erwartungen hoch. Jeder Ausblick, der nur „solide“ statt „überragend“ klingt, wird am Parkett kritisch beäugt. Genau daraus entsteht das aktuelle Marktverhalten: grüne Schübe, gefolgt von Gewinnmitnahmen, sobald die Fantasie im Kleingedruckten der Unternehmensberichte einen Dämpfer bekommt.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: https://www.youtube.com/results?search_query=DAX+Analyse+2026
TikTok: Markttrend: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Stimmung: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/
Auf YouTube diskutieren die Trader derzeit vor allem zwei Lager: Die einen sehen eine ausgewachsene Rallye im Aufbau und sprechen von „Accumulation-Phase“, die anderen warnen lautstark vor einer Bullenfalle, weil die Konjunktur nicht mit der Kursfantasie Schritt hält. Auf TikTok dominieren kurze Clips mit Schlagworten wie „Dip kaufen“, „Crash-Angst“ und „Zinswende-Play“. Instagram dagegen zeigt das gewohnte Bild: Screenshots von Depotentwicklungen, Chart-Setups, aber auch zunehmend skeptische Kommentare unter DAX-Posts – die Euphorie ist deutlich weniger einseitig als in früheren Rallyephasen.
- Key Levels / Wichtige Zonen: Charttechnisch kämpft der DAX in einer breiten Widerstandszone, die man klar als „Entscheidungsbereich“ bezeichnen kann. Oberhalb dieser Zone lauert ein mögliches neues Allzeithoch-Szenario mit Ausbruchspotenzial. Unterhalb droht hingegen ein Rückfall in eine frustrierende Seitwärts-Range, aus der ein heftiger Rücksetzer entstehen kann, falls Makro-Daten oder Earnings enttäuschen. Trader achten auf markante Hoch- und Tiefpunkte der letzten Wochen – diese Zonen werden im Orderbuch hart verteidigt.
- Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt?
Aktuell ist das Sentiment gemischt-neugierig: Die Bullen halten die Stellung und kaufen Dips, aber sie wirken nicht mehr übermächtig. Jeder Rückgang wird zwar aufgefangen, doch die Anschlusskäufe nach oben bleiben oft schwach. Die Bären dagegen sind noch weit entfernt von Panikmodus, setzen aber verstärkt auf selektive Short-Setups in überbewerteten Titeln und zyklischen Branchen. Insgesamt dominiert ein vorsichtiger Optimismus – mit erhobenem Zeigefinger.
Technische Szenarien – Wie kann es weitergehen?
Szenario 1: Der bullische Ausbruch
Wenn die EZB in den kommenden Sitzungen eine etwas weichere Rhetorik anschlägt, die Inflation weiter kontrolliert bleibt und große DAX-Schwergewichte mit soliden bis positiven Ausblicken überraschen, könnte der Index nach oben aus seiner Entscheidungszone ausbrechen. Dann spricht vieles für eine neue Aufwärtswelle, in der Wachstums- und Qualitätswerte den Ton angeben. Trader würden in diesem Fall klassische Breakout-Strategien fahren, Rücksetzer knapp über ehemaligen Widerständen als Einstiegsgelegenheiten nutzen und auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends setzen.
Szenario 2: Die Bullenfalle
Gefährlich wird es, wenn der DAX kurz über die dominanten Widerstandsbereiche hinausspiked, die FOMO-Welle auslöst und danach abrupt abdreht. Ein Mix aus enttäuschenden Unternehmensguidances, schwachen Konjunkturdaten und vielleicht einem härteren EZB-Ton könnte so eine Bullenfalle zünden. In diesem Fall sehen wir zunächst ein scheinbar bullisches Signal, nur um dann einen kräftigen Rücksetzer zu erleben, bei dem kurzfristige Longs aus dem Markt gespült werden. Das wäre das perfekte Umfeld für taktische Short-Trades und aggressivere Gewinnmitnahmen.
Szenario 3: Zähe Seitwärtsphase
Ebenso denkbar: Der DAX verharrt weiter in einer breiten Range. Keine klaren Impulse von der EZB, durchwachsene Makro-Daten, teils gute, teils enttäuschende Earnings – und der Markt schaukelt sich zwischen Widerstand und Unterstützung hin und her. Für kurzfristige Trader ist das ein Eldorado für Range-Trading, für Trendfolger dagegen ein nerviges Umfeld mit vielen Fehlsignalen. Wer langfristig denkt, kann solche Phasen nutzen, um Qualitätswerte sukzessive einzusammeln, statt jeder Kerze hinterherzuspringen.
Wie sollten Privatanleger jetzt denken?
Statt im Modus „All-in oder All-out“ zu agieren, lohnt sich ein strukturiertes Vorgehen:
- Diversifikation zwischen defensiven und zyklischen Werten, dazu ausgewählte Qualitäts-Techs.
- Klare Risikobudgets je Trade statt Bauchgefühl auf Basis von Social-Media-Hypes.
- Planen, welche Zonen im DAX für dich Kauf- oder Verkaufsbereiche sind – nicht erst im Eifer des Gefechts entscheiden.
- Makro-Themen (EZB, Inflation, Arbeitsmarkt, Industrieproduktion) bewusst verfolgen, statt sie als „Rauschen“ abzutun.
Fazit: Der DAX 40 steht im Januar 2026 in einer spannenden, aber sensiblen Marktphase. Kein klarer Crash, aber auch kein risikofreier Höhenflug. Die Kombination aus vorsichtiger EZB, durchwachsener deutscher Konjunktur und hohen Erwartungen an die DAX-Schwergewichte erzeugt eine brisante Mischung. Die Bullen haben noch nicht aufgegeben, doch sie müssen liefern – in Form echter Ausbrüche mit Volumen, nicht nur optischer Kursfeuerwerke.
Für aktive Trader bedeutet das: Disziplin, sauberes Risikomanagement, Fokus auf die zentralen Zonen im Index und ein gesundes Misstrauen gegenüber überhitzten Narrativen. Für Anleger mit längerem Horizont kann diese Phase dagegen eine Chance sein, Positionen in starken Qualitätswerten Schritt für Schritt aufzubauen – aber ohne die Risiken von Hebelprodukten oder Zockerei zu unterschätzen.
Ob wir den Angriff auf neue Hochbereiche sehen oder die Bären die Kontrolle übernehmen, hängt in den nächsten Wochen vor allem von der Tonlage der EZB, den kommenden Daten aus der deutschen Industrie und der Berichtssaison ab. Auf dem Frankfurter Parkett ist der Game-Modus jedenfalls aktiviert – jetzt entscheidet sich, ob der DAX 40 zur Rallyebühne oder zur Bullenfalle wird.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


