DAX40, DaxIndex

Angriff auf 20.000 Punkte oder fiese Bullenfalle im DAX?

06.02.2026 - 07:37:56

Der DAX wirkt, als hätte jemand den Turbo gezündet – doch unter der Oberfläche knirscht es gewaltig: EZB-Zinsdebatte, schwächelnde Konjunktur, Tech-Hype und Short-Squeeze-Vibes. Ist das die letzte große Rallye vor dem Crash oder erst der Anfang eines neuen Bullenmarkts?

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Vibe Check: Der DAX 40 zeigt sich aktuell von seiner dynamischen Seite: statt lethargischer Seitwärtsphase sehen wir eine schwungvolle Aufwärtsbewegung, garniert mit schnellen Rücksetzern, nervösen Gewinnmitnahmen und immer neuen Testversuchen in der Nähe der bisherigen Hochs. Die Kursstruktur schreit förmlich nach "Risk-On": Wachstumswerte und Tech-orientierte Schwergewichte ziehen den Index nach oben, während klassische Zykliker und Teile der Old-Economy eher gemischt unterwegs sind. Shortseller werden regelmäßig auf dem falschen Fuß erwischt, Rückschläge werden zügig wieder aufgekauft – typischer Bullenmarkt-Flow, aber mit klar spürbarer Nervosität im Hintergrund.

Charttechnisch wirkt der DAX wie im Modus "Ausbruch mit Ansage": Aufwärts-Trendkanal intakt, Rücksetzer werden bisher als Gelegenheit gesehen, den Dip zu kaufen, und die großen Adressen testen immer wieder, wie viel Kaufdruck im Markt steckt. Gleichzeitig ist die Volatilität nicht komplett eingeschlafen – wir reden nicht von ruhigem Fahrstuhl nach oben, sondern von einer Treppe mit gelegentlichen Stolperstufen. Genau das ist das perfekte Umfeld für aktive Trader: Chancen ohne Ende, aber nur für die, die ein klares Setup und einen sauberen Risiko-Plan haben.

Die Story: Fundamentaler Treiber Nummer eins ist wie so oft die Europäische Zentralbank. Die Marktteilnehmer spielen aktuell das Narrativ: Der Zinsgipfel im Euroraum ist erreicht, weitere aggressive Anhebungen sind vom Tisch, und die Diskussion verschiebt sich Schritt für Schritt Richtung erster Zinssenkung im weiteren Jahresverlauf. Christine Lagarde bleibt in ihren Aussagen zwar vorsichtig und betont weiterhin den Kampf gegen die Inflation, aber der Markt liest zwischen den Zeilen: Der härteste Teil des Straffungszyklus scheint vorbei zu sein.

Die Inflationsdaten aus der Eurozone zeigen eine rückläufige Tendenz, auch wenn der Rückgang nicht linear ist. Für den DAX ist das ein zweischneidiges Schwert: Einerseits stützen sinkende Preisraten die Hoffnung auf niedrigere Finanzierungskosten und bessere Bewertungsmultiples, andererseits deuten schwächere Preis- und Wachstumszahlen auf konjunkturelle Ermüdungserscheinungen hin. Genau hier entsteht der Spannungsbogen: Läuft Deutschland Richtung weiche Landung oder in eine zähe Stagnationsphase?

Die deutschen Konjunkturdaten bleiben gemischt. Die Industrieproduktion zeigt nur verhaltene Erholung, das Verarbeitende Gewerbe kämpft mit hoher Energiebelastung und anhaltender Unsicherheit. Besonders die Autoindustrie steht weiter im Scheinwerferlicht: Der Konkurrenzdruck aus China im E-Auto-Segment und die Transformationskosten drücken die Margen, gleichzeitig versuchen die Hersteller, mit höherwertigen Modellen und Software-Erlösen gegenzusteuern. Die Börse reagiert selektiv: Je klarer die Story in Richtung E-Mobilität und Software-Skalierung ist, desto eher honoriert der Markt die Titel – wer nur zögerlich liefert, wird abgestraft.

Auf der Gewinnerseite stehen weiterhin die großen deutschen Tech- und Software-Schwergewichte. Themen wie Cloud, KI-Integration in Geschäftsprozesse und digitale Transformation der Industrie werden gnadenlos gespielt. Wenn die US-Techs vorlegen, zieht der DAX-Softwaresektor häufig hinterher – ein klassischer Risk-On-Hebel im Index. Auch Industrietitel mit hoher Exportquote profitieren von der Aussicht auf stabilere globale Lieferketten und einen zumindest nicht weiter eskalierenden Energiepreisschock.

Von der Makroseite kommen dazu die üblichen Dauerbrenner: Rezessionsangst versus Hoffnung auf ein globales Soft Landing, Diskussionen um Fiskalpolitik und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, sowie die Frage, wie robust die Unternehmensgewinne wirklich sind. Die letzten Earnings-Runden haben gezeigt: Wer solide Zahlen und halbwegs positive Ausblicke liefert, wird belohnt. Aber Enttäuschungen werden gnadenlos abgestraft – der Markt verzeiht aktuell wenig. Genau dieses Null-Toleranz-Sentiment gegenüber Underperformern sorgt für eine klare Zweiteilung im DAX: Qualität wird gesucht, Unsicherheit wird gemieden.

Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: Aktuelle DAX-Analyse auf YouTube
TikTok: Markttrend: TikTok-Hashtag #dax40
Insta: Stimmung: Instagram-Trendtag #dax40

Auf Social Media sieht man sehr deutlich, wie zweigeteilt die Community ist: Ein Lager feiert den Bullenmarkt und postet Chart-Screens mit klaren Aufwärtstrends, das andere Lager warnt vor einer fiesen Bullenfalle, angefeuert von Notenbank-Fantasien und FOMO-getriebenen Käufen. Besonders beliebt sind derzeit Short- und Long-Setups rund um markante Chartzonen – wer da ohne Plan rein- und rausspringt, wird schnell vom Markt bestraft.

  • Key Levels: Aktuell achten viele Trader auf mehrere wichtige Zonen im DAX-Chart: Oben liegen markante Widerstandsbereiche nahe der bisherigen Rekordstände, die wie ein Magnet wirken, aber zugleich immer wieder Gewinnmitnahmen triggern. Darunter verlaufen entscheidende Unterstützungszonen, an denen die Bullen bislang konsequent den Dip kaufen. Bricht eine dieser unteren Zonen dynamisch, könnte sich die Stimmung sehr schnell drehen – dann reden wir nicht mehr von gesunden Rücksetzern, sondern von einem ernsthaften Stimmungsumschwung.
  • Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt? Momentan haben die Bullen formal das Momentum auf ihrer Seite: Aufwärtstrend intakt, Rückschläge werden aufgefangen, Risk-On-Sektoren laufen. Gleichzeitig sitzen die Bären im Hintergrund auf der Lauer und verweisen auf die makroökonomischen Risiken, die nach wie vor ungelöst sind: Wachstumsflaute, geopolitische Unsicherheiten und das Risiko, dass die EZB länger restriktiv bleibt als derzeit vom Markt eingepreist. Man könnte sagen: Die Bullen führen auf dem Parkett, aber die Bären geben den Marktpsychologen.

Fazit: Der DAX 40 steht an einem neuralgischen Punkt: Die Story vom Angriff auf die ganz großen runden Marken befeuert den Hype, doch fundamental und makroökonomisch ist das Umfeld alles andere als sorgenfrei. Für Investoren und Trader bedeutet das: Reines Buy-and-Hope ist in diesem Umfeld brandgefährlich, aber kontrolliertes Chance-Risiko-Management kann extrem profitabel sein.

Wer mittel- bis langfristig unterwegs ist, sollte genau hinschauen, welche DAX-Titel wirklich strukturelles Wachstum, Preissetzungsmacht und solide Bilanzen vereinen. In einem Umfeld, in dem Zinsen nicht mehr bei null kleben, fliegt reine Story-Bewertung schneller auseinander. Qualität, Cashflow und Wettbewerbsvorteile sind der neue Hard Skill im Depot. Zyklische Werte können als Hebel auf eine globale Erholung spannend sein, aber hier ist Timing entscheidend – Stichwort: Nicht dem Konjunkturzug hinterherlaufen, sondern rechtzeitig einsteigen.

Trader dagegen leben aktuell in einem Traumumfeld, wenn sie diszipliniert sind: Klar erkennbare Trendbewegungen, immer wieder saftige Intraday-Schwankungen und ein Markt, der auf News und Daten sehr sensibel reagiert. Wer sich mit sauber gesetzten Stopps, klar definierten Einstiegszonen und einem Plan für Gewinnmitnahmen bewegt, kann diese Volatilität ausspielen. Wer jedoch ohne Struktur agiert, landet schnell in der berüchtigten Bullen- oder Bärenfalle und wird im nächsten Rücksetzer aus dem Markt gespült.

Der Schlüssel für die nächsten Wochen: Die EZB-Kommunikation genau verfolgen, Inflations- und Konjunkturdaten ernst nehmen, Earnings der DAX-Schwergewichte im Blick behalten und gleichzeitig das Sentiment checken – nicht nur an der Wall Street, sondern auch in der heimischen Social-Media-Bubble. Wenn Fear & Greed-Skala und harte Daten auseinanderlaufen, entstehen oft die spannendsten Setups.

Am Ende ist die große Frage: Wird der aktuelle Lauf zum Startschuss eines neuen, nachhaltigen Bullenmarktes oder zum letzten großen Feuerwerk vor einer deutlicheren Korrektur? Die Antwort kennt niemand – aber wer vorbereitet ist, mit Szenarien arbeitet und das eigene Risiko aktiv steuert, muss sich vor keinem der beiden Outcomes fürchten. Genau jetzt trennt sich im DAX der wilde Zocker vom strategischen Marktprofi.

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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