Angriff auf 20.000 Punkte – oder fette Bärenfalle im DAX 40?
06.02.2026 - 04:05:47Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 zeigt sich aktuell mit einer klar bullischen Grundstimmung, aber die Luft in der Höhenzone wirkt dünn. Wir sehen keine brutalen Crash-Bewegungen, eher eine nervöse, aber konstruktive Aufwärtsphase mit typischen Rücksetzern, die von den Bullen immer wieder aggressiv gekauft werden. Es ist kein entspannter Bullenmarkt, sondern ein ständiger Schlagabtausch: Intraday-Fehlausbrüche, schnelle Gewinnmitnahmen und dann wieder Käufe in den Dip. Kurz: Das ist kein Markt für Schlafmützen, sondern für Trader mit Plan.
Die Story: Was treibt dieses Hin und Her im Leitindex? Der zentrale Faktor bleibt die Europäische Zentralbank mit Christine Lagarde im Spotlight. Der Markt preist eine Phase ein, in der die EZB von einer harten Inflationsbekämpfung schrittweise in einen Modus der vorsichtigen Unterstützung der Konjunktur wechselt. Die Inflation in der Eurozone zeigt zwar Tendenzen zur Entspannung, liegt aber in vielen Bereichen noch über dem EZB-Ziel. Das sorgt für eine heikle Gratwanderung: Zu schnelle Zinssenkungen könnten die Inflation wieder anfachen, zu späte Senkungen könnten die ohnehin schwache Industrie – insbesondere in Deutschland – tiefer in die Rezession drücken.
Deutschland selbst bleibt das Sorgenkind Europas: schwache Industrieproduktion, zähe Investitionstätigkeit, eine Autoindustrie im Strukturwandel und anhaltende Diskussionen über Standortnachteile. Gleichzeitig sind genau diese Negativfaktoren bereits tief in die Stimmung eingepreist. Viele institutionelle Investoren waren monatelang untergewichtet in deutschen Aktien – und genau das schafft jetzt Sprengstoff nach oben, wenn die Daten nicht mehr schlechter, sondern nur noch „weniger schlecht“ werden.
Auf Sektorebene stechen weiterhin Tech- und Softwarewerte, vor allem Schwergewichte wie SAP, sowie Industrie- und Automationstitel wie Siemens, als Stabilitätsanker hervor. Der Markt folgt einem klaren Muster: Qualitätswerte mit soliden Margen, Preissetzungsmacht und globaler Exposure werden bevorzugt. Zykliker ohne klare Story werden bei jeder negativen Schlagzeile abverkauft. Parallel spielen die Investoren das AI- und Digitalisierungsnarrativ – alles mit strukturellem Wachstum bekommt einen Bewertungsaufschlag, alles rein Zyklische wird kritisch beäugt.
Von der Makroseite kommen gemischte Signale: In den USA halten sich Arbeitsmarkt und Konsum wacker, was den globalen Risikoappetit stützt. Gleichzeitig bleiben die Diskussionen um eine mögliche „weiche Landung“ oder doch eine spätere Rezession im Hintergrund. Für den DAX bedeutet das: Solange die USA nicht klar in den Krisenmodus kippen und die EZB nicht wieder überraschend auf die Bremse steigt, bleibt das Umfeld grundsätzlich risikofreundlich – aber ohne Sicherheitsnetz.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: DAX Analyse – Marktüberblick vom Parkett
TikTok: Markttrend: #dax40 auf TikTok
Insta: Stimmung: #dax40 auf Instagram
Wenn du in die Feeds schaust, erkennst du das Muster: Auf YouTube dominieren technische Analysen mit Fokus auf Ausbruchslevels und kurzfristigen Pullbacks. Auf TikTok wiederum feiern die Clips mit schnellen „Buy-the-Dip“-Narrativen, während auf Instagram viele Charts geteilt werden, die den DAX in einem strukturellen Aufwärtstrend zeigen – garniert mit Angst vor der nächsten Bullenfalle. Pure FOMO trifft auf Crash-Trauma.
- Key Levels: Kurzfristig stehen mehrere wichtige Zonen im Fokus. Oben testet der Index eine markante Widerstandsregion, die in der Vergangenheit mehrfach zu scharfen Rücksetzern geführt hat. Dort entscheidet sich, ob wir einen sauberen Ausbruch mit Anschlusskäufen sehen oder erneut eine Bärenfalle, in der späte Long-Einsteiger abgefischt werden. Darunter verläuft eine breite Unterstützungszone, in der Dip-Käufe bislang zuverlässig auf den Plan traten. Fällt diese Zone nachhaltig, wäre das ein klares Warnsignal, dass der aktuelle Aufwärtstrend kippen kann.
- Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt? Aktuell haben tendenziell die Bullen den Vorteil, aber ohne totale Dominanz. Die Stimmung ist eher „vorsichtig optimistisch“ als euphorisch. Viele Profis bleiben nur teilinvestiert, um bei Rücksetzern nachlegen zu können. Die Bären dagegen warten geduldig auf Übertreibungen, um Short-Setups zu spielen – bislang aber ohne nachhaltigen Durchbruch. Der Fear-&-Greed-Mode ist im Bereich „leichte Gier“, aber weit weg von extremem Hype, was Raum nach oben lässt, aber auch zeigt: Der Markt ist sensibel für Enttäuschungen.
Technische Szenarien – wie könnte es weitergehen?
Szenario 1: Der saubere Bullen-Ausbruch. In diesem Setup verteidigt der DAX seine Unterstützungszonen, kleinere Rücksetzer werden konsequent gekauft und der Index arbeitet sich Schritt für Schritt in Richtung neuer Hochs vor. Aus charttechnischer Sicht würde das bedeuten: höhere Tiefs, Ausbruch über die aktuelle Widerstandszone, steigendes Handelsvolumen bei grünen Tagen. In diesem Fall könnte der Markt mittel- bis langfristig tatsächlich einen Angriff auf die viel diskutierten psychologischen Hochzonen fahren. Trader setzen hier auf Breakout-Strategien und Trendfolge, Investoren auf „Buy and Hold“ in Qualitätswerten.
Szenario 2: Die Bullenfalle. Hier sehen wir zunächst einen scheinbar bullischen Ausbruch, vielleicht neue Zwischenhochs, gefolgt von einem schnellen, scharfen Reversal. Typisch: Fehlausbruch über einen Widerstand, sofortiger Rückfall in die Range, anschließend beschleunigter Abverkauf durch Stopp-Loss-Wellen. Auslöser könnten enttäuschende Konjunkturdaten, eine überraschend harte EZB-Kommunikation oder ein externer Schock (Geopolitik, US-Konjunkturdaten, Gewinnwarnungen großer DAX-Konzerne) sein. In diesem Szenario dominiert kurzfristig die Angst, die Bären gewinnen Oberwasser, und wir sehen eine Phase von Gewinnmitnahmen und Absicherungsstrategien.
Szenario 3: Seitwärts-Schleife. Nicht spektakulär, aber für Trader extrem interessant. Der DAX pendelt in einer breiten Range, Bullen und Bären kommen jeweils nur kurzfristig zum Zug. Solche Phasen sind perfekt für Range-Trading, aber nervig für Trendfolger. Fundamental würde das bedeuten: Keine klaren neuen Impulse von EZB, Konjunktur und Unternehmensgewinnen, die Lage bleibt „okay, aber nicht berauschend“.
Was heißt das für dich als Marktteilnehmer?
Ohne Plan wird dieser Markt dich durchschütteln. Die Kombination aus globalen Makro-Themen (US-Geldpolitik, schwaches Deutschland, China-Risiken), EZB-Unsicherheit und einem DAX nahe markanten Zonen sorgt für hohe Anfälligkeit für plötzliche Richtungswechsel. Wer nur den Schlagzeilen hinterherrennt, läuft Gefahr, genau am Hoch zu kaufen und im Rücksetzer in Panik zu verkaufen.
Stattdessen brauchst du ein klares Setup:
- Definiere, ob du kurzfristig tradest oder mittel-/langfristig investierst.
- Arbeite mit klaren Risikolevels – wo ist dein Stopp, wo dein Take-Profit?
- Beobachte die Reaktion auf EZB-Statements und wichtige Konjunkturdaten, nicht nur die Daten selbst.
- Nutz die Social-Media-Stimmung als Kontraindikator: Wenn alle „to the moon“ schreien, ist Vorsicht angesagt; wenn Panik dominiert, können sich Chancen im Dip auftun.
Fazit: Der DAX 40 steht in einer spannenden Phase zwischen weiterer Rallye und potenzieller Bärenfalle. Die Bullen haben aktuell einen leichten Vorteil, gestützt von der Hoffnung auf eine weichere EZB, etwas stabilere globale Konjunktur und die Stärke einzelner Qualitätswerte wie große Software- und Industriekonzerne. Gleichzeitig bleibt das Fundament fragil: Deutschlands Wirtschaftsstruktur kämpft mit Energiepreisen, Bürokratie und Investitionsstau, während geopolitische Risiken jederzeit als Katalysator für eine risk-off-Bewegung fungieren können.
Für dich bedeutet das: Chancen ja, aber nur mit Risikobewusstsein. Kein blinder FOMO-Einstieg, sondern selektives Vorgehen. Setups sauber planen, News-Flow im Blick behalten, Sentiment beobachten – und vor allem: akzeptieren, dass der Markt nicht „muss“, was du dir wünschst. Wer das versteht, kann diese Phase nutzen, um nicht nur auf dem Parkett zu überleben, sondern aktiv aus den Swings im DAX 40 Kapital zu schlagen.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


