Angriff auf 20.000 Punkte oder Crash-Gefahr? Wie heiß ist der DAX wirklich gelaufen?
26.01.2026 - 19:31:27Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 präsentiert sich aktuell im klaren Aufwärtstrend – eine grüne Rallye, die viele Marktteilnehmer überrascht. Nach einer Phase zäher Seitwärtsbewegung hat der Index dynamisch nach oben gedreht, testet die oberen Zonen seiner Handelsspanne und rückt optisch immer näher an das große, psychologische 20.000er-Niveau heran. Auf dem Parkett in Frankfurt dominiert spürbar der Bullen-Vibe: Rücksetzer werden zügig aufgekauft, Gewinnmitnahmen bleiben bislang eher verhalten, und viele Trader versuchen, jeden kleinen Dip zu erwischen, um noch irgendwie auf den fahrenden Zug aufzuspringen.
Technisch betrachtet sehen wir ein klares Bullen-Szenario: Ausbruch über zentrale Widerstandsbereiche, Rückläufe werden verteidigt, der Trendkanal zeigt sauber nach oben. Gleichzeitig wird die Luft in der Nähe der Hochs immer dünner: Oszillatoren signalisieren eine überhitzte Marktphase, und die Volatilität kann jederzeit wieder anziehen. Anders gesagt: Der DAX läuft heiß – die Frage ist nur, ob das der Beginn einer neuen Super-Rallye oder der Vorlauf zu einem schmerzhaften Rücksetzer ist.
Die Story: Was treibt diesen Move? Wenn man sich die aktuellen Europa-Märkte und die Berichterstattung ansieht, zeichnen sich mehrere große Treiber ab:
1. EZB und Christine Lagarde: Zinssenkungs-Fantasie vs. Inflationssorge
Der wichtigste Makro-Faktor bleibt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die Märkte spielen das Narrativ, dass die Teuerung im Euroraum spürbar nachgelassen hat und die EZB im weiteren Jahresverlauf Spielraum für Zinssenkungen bekommt. Genau diese Fantasie nährt den Risk-On-Modus an den Aktienmärkten. Je stärker die Spekulation auf fallende Zinsen, desto attraktiver wirken Aktien im Vergleich zu Anleihen.
Doch hier lauert die Bärenfalle: Die EZB kommuniziert weiterhin vorsichtig, fast schon stoisch. Christine Lagarde betont immer wieder, dass die Kerninflation hartnäckig bleiben kann und man sich nicht zu früh in Sicherheit wiegen dürfe. Für den DAX bedeutet das: Jede neue Inflationszahl, jede Äußerung von EZB-Offiziellen kann zum Gamechanger werden. Ein härterer Ton aus Frankfurt oder schwächere Konjunkturdaten könnten die aktuelle Rallye abrupt ausbremsen.
2. Deutsche Konjunktur: Rezessionsgeruch, aber Börse schaut nach vorn
Realwirtschaftlich ist Deutschland alles andere als im Party-Modus: zähe Industrieproduktion, anhaltender Gegenwind durch hohe Energiepreise, schwächelnde Exportnachfrage aus wichtigen Regionen wie China. Offiziell wird weiter über Stagnation und Rezessionsrisiko diskutiert.
Die Börse macht aber, was sie immer macht: Sie spielt Zukunft, nicht Gegenwart. Der Markt preist ein, dass der aktuelle Abschwung seinen Tiefpunkt zunehmend hinter sich lässt und sich die Lage im Laufe des Jahres stabilisiert. Besonders spannend sind dabei drei Sektoren:
- Industrie & Maschinenbau: Profiteur einer möglichen globalen Konjunkturerholung. Schon kleine Lichtblicke bei Auftragseingängen reichen, um die Kurse nach oben zu schieben.
- Technologie & Software: Namen wie SAP sorgen mit solider Cloud-Story und Effizienzprogrammen für Fantasie. Tech bleibt der Liebling der Growth-orientierten Bullen.
- Finanzwerte: Banken profitieren von höheren Zinsniveaus, müssen aber mit dem Risiko schwächerer Kreditnachfrage leben. Trotzdem wirken viele Titel im Vergleich zu ihren Buchwerten weiterhin günstig und ziehen Value-Investoren an.
3. Autos & Deutschland-Brand: Zyklischer Hebel mit Image-Risiko
Die deutsche Autoindustrie ist nach wie vor ein Kernstück des DAX. Und hier prallen Welten aufeinander: Auf der einen Seite strukturelle Sorgen wegen E-Mobilität, China-Konkurrenz und politischem Druck; auf der anderen Seite attraktive Bewertungen und immer noch starke Cashflows.
Solange die globale Nachfrage nicht komplett kollabiert und die Marge hält, bleiben Auto-Werte ein Hebel auf eine weltweite Erholung. Für den DAX bedeutet das: Jeder Newsflow zu Absatzzahlen, China-Geschäft, Subventionsdebatten oder neuen E-Modellen wirkt direkt auf die Stimmung im Index.
4. US-Börsen & Tech-Nasdaq als Taktgeber
Was an der Wall Street passiert, bleibt auch für den DAX der ultimative Stimmungsmacher. Starke Bewegungen im US-Tech-Bereich, gute Quartalszahlen bei den großen Plattform-Konzernen oder schwächere US-Inflationsdaten können den europäischen Markt mitziehen. Läuft die US-Börse im Risk-On-Modus, traut sich der DAX oft mit nach oben. Kippen die US-Indizes, ist die Stimmung in Frankfurt meist sehr schnell wieder deutlich nervöser.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: DAX Analyse – bricht der Leitindex nach oben aus?
TikTok: Markttrend: #dax40 – Trader sprechen über Bullenmarkt und Crash-Gefahr
Insta: Stimmung: #dax40 – Charts, Trading-Setups und Sentiment aus Frankfurt
Auf Social Media ergibt sich ein klares Bild: Die Gen-Z-Trader und viele Neo-Broker-Konten sind bullish unterwegs, sprechen vom „Dip kaufen“, „Bullenmarkt“ und „Angriff auf neue Hochs“. Gleichzeitig posten erfahrene Marktteilnehmer immer häufiger Warnungen vor übertriebenem FOMO und möglichen scharfen Rücksetzern.
- Key Levels: Charttechnisch stehen aktuell mehrere wichtige Zonen im Fokus. Obere Widerstandsbereiche markieren die Region rund um die letzten Rekordstände – hier entscheidet sich, ob ein echter Ausbruch gelingt oder ob eine Bullenfalle zuschnappt. Darunter verlaufen markante Unterstützungszonen, deren Bruch ein Signal für eine tiefere Korrektur wäre. Trader achten besonders auf diese Bereiche, um Breakouts oder Fehlausbrüche zu spielen.
- Sentiment: Haben die Bullen oder die Bären die Kontrolle in Frankfurt?
Momentan haben klar die Bullen das Momentum auf ihrer Seite. Doch unter der Oberfläche sieht man bereits erste Anzeichen von Nervosität: steigende Absicherungsquoten, zunehmende Diskussionen über Bewertungsniveaus und die Frage, ob die Rallye nicht zu weit der realen Konjunktur vorweggelaufen ist. Die Bären stehen bereit – sie warten auf den ersten echten Risiko-Schock, um aggressiv auf der Short-Seite aktiv zu werden.
Trading-Szenarien: Wie kannst du den DAX spielen?
1. Bullen-Szenario – Der Ausbruch wird bestätigt
In diesem Setup setzen Trader darauf, dass die Rallye weiterläuft. Rücksetzer in Richtung wichtiger Unterstützungszonen werden genutzt, um Long-Positionen aufzubauen. Typischer Ansatz: prozyklischer Einstieg nach Bestätigung eines Ausbruchs über eine markante Widerstandszone, enges Risikomanagement, Take-Profit in der Nähe der nächsten Widerstandsregionen. Story dahinter: EZB signalisiert Lockerungsperspektive, US-Börsen bleiben stabil, deutsche Konjunkturdaten enttäuschen nicht weiter – der Markt preist eine sanfte Landung ein.
2. Bären-Szenario – Überhitzung, dann schmerzhafter Rücksetzer
Hier spielen Trader das Gegenteil: Sie sehen im aktuellen Niveau eher eine Bullenfalle. Die Rallye wird als zu steil, zu euphorisch, zu weit weg von der Realwirtschaft wahrgenommen. Short-Setups bauen auf Fehlausbrüche, Schwächesignale an Widerstandsbereichen oder negative News (z. B. enttäuschende Quartalszahlen großer DAX-Konzerne, schlechtere Konjunkturdaten oder ein härterer Ton der EZB). Ziel: Rücklauf in tiefere Unterstützungszonen, wo dann später vielleicht wieder langfristige Investoren einsteigen.
3. Sideways-Play – Die große Konsolidierung
Ein oft unterschätztes Szenario: Der DAX läuft nach der starken Aufwärtsbewegung länger seitwärts, pendelt in einer breiten Range, und die große Entscheidung wird vertagt. Für kurzfristige Trader bieten sich in diesem Umfeld Range-Strategien an: oben verkaufen, unten kaufen, klar definierte Stopps, schnelle Gewinnmitnahmen. Makro-Narrativ: Unsicherheit über die EZB-Politik, gemischte Datenlage, kein klarer Trigger in die eine oder andere Richtung.
Fazit: Der DAX steht an einem spannenden Punkt – psychologisch, technisch und fundamental. Die Bullen verweisen auf die Aussicht auf niedrigere Zinsen, eine sich stabilisierende Weltkonjunktur und starke Player im Index wie Industrie- und Tech-Schwergewichte. Die Bären dagegen argumentieren mit Rezessionsrisiken in Deutschland, strukturellen Problemen (Energie, Bürokratie, Standortattraktivität) und der Gefahr, dass die EZB bei der Inflation am Ende doch länger hart bleiben muss als erhofft.
Was heißt das für dich als Trader oder Investor? Du musst dich entscheiden, ob du:
- den nächsten Dip offensiv kaufst und auf die Fortsetzung der Rallye setzt,
- defensiv bleibst, Gewinne sicherst und eher auf den großen Rücksetzer wartest,
- oder ganz nüchtern mit klaren Setups nur die Bewegungen spielst, die der Markt dir wirklich gibt – ohne FOMO, ohne Panik.
Egal, für welchen Weg du dich entscheidest: Disziplin, Risikomanagement und ein klarer Plan sind jetzt Pflicht. Der DAX ist in einem Umfeld, in dem Nachrichtenflüsse aus EZB, USA und China jederzeit die Richtung drehen können. Wer einfach nur dem Hype hinterherläuft, riskiert, genau am Hoch einzusteigen – oder den Boden in einer Panik zu verkaufen.
Die Chance: Wer strukturiert vorgeht, kann in dieser Phase überdurchschnittliche Moves mitnehmen – sowohl auf der Long- als auch auf der Short-Seite. Der DAX ist lebendig, die Volatilität kann jederzeit wieder hochfahren, und genau dann entstehen die besten Trading-Gelegenheiten.
Unterm Strich: Angriff auf die psychologisch wichtigen Hochzonen – aber mit eingebauter Crash-Gefahr. Bullenmarkt ja, aber kein Freifahrtschein. Der Markt belohnt aktuell Mut, aber bestraft Sorglosigkeit. Handle wie ein Profi: Chart, Makro, Sentiment – alles im Blick, Risiko im Griff.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


