Android-Trojaner, Oblivion

Android-Trojaner Oblivion und KI-Phishing bedrohen Smartphones

28.02.2026 - 10:39:54 | boerse-global.de

Sicherheitsbehörden warnen vor einer massiven Angriffswelle mit KI-generierten Phishing-Nachrichten und dem gefährlichen Android-Trojaner Oblivion, der selbst aktuelle Sicherheitssysteme aushebelt.

Eine massive Welle von KI-gestützten Betrugsangriffen trifft derzeit Smartphone-Nutzer. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Verbraucherschutzzentralen warnen vor perfiden Methoden wie Smishing und Quishing. Gleichzeitig sorgt der neu entdeckte Android-Trojaner „Oblivion“ für höchste Alarmbereitschaft. Die Zeiten offensichtlicher Betrugsversuche sind endgültig vorbei.

KI als Brandbeschleuniger für perfide Phishing-Angriffe

Künstliche Intelligenz dient Kriminellen als Turbo für ihre Kampagnen. Moderne Sprachmodelle generieren fehlerfreie und persönliche Betrugsnachrichten in wenigen Minuten. Diese Effizienz ermöglicht polymorphe Angriffe, die herkömmliche Spam-Filter systematisch austricksen.

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Der Fokus liegt klar auf mobilen Geräten. Hier agieren Nutzer oft unbedarfter. Zwei Methoden dominieren die aktuelle Welle: Smishing und Quishing. Beim Smishing kommen gefälschte SMS oder Messenger-Texte von angeblichen Paketdiensten, Banken oder Behörden zum Einsatz. Die Klickraten sind hoch, da SMS noch immer ein hohes Grundvertrauen genießen.

Noch perfider ist das Quishing. Dabei platzieren Betrüger manipulierte QR-Codes im öffentlichen Raum – etwa an Parkautomaten oder E-Ladesäulen. Scannt das Opfer den Code, landet es unbemerkt auf einer gefälschten Login-Seite. Da die schädlichen Links in einem Bildformat stecken, erkennen traditionelle Sicherheitsfilter sie oft nicht.

Oblivion: Der Trojaner, der alle Sicherheitsbarrieren umgeht

Was passiert nach einem falschen Klick? Die Antwort liefert die Analyse des Android-Trojaners „Oblivion“ durch Sicherheitsforscher. Es handelt sich um einen Remote Access Trojan (RAT), der Geräte mit Android 8 bis 16 angreift – und damit fast jedes aktuelle Smartphone.

Die Schadsoftware wird offen in Hacking-Foren als Dienstleistung vertrieben. Kriminelle zahlen ein Abonnement zwischen 300 und 2.200 US-Dollar. Das Besondere: Oblivion umgeht vollautomatisch die Schutzmechanismen großer Hersteller. Die Sicherheitsschichten von Samsungs One UI, Xiaomis HyperOS und anderen Systemen werden laut Berichten ausgehebelt. Selbst die strengen Richtlinien von Android 15 und 16 bieten keinen zuverlässigen Schutz.

Gefälschte Updates und die unsichtbare Gefahr

Die Infektion beginnt meist mit Social Engineering. Nutzer werden durch gefälschte Aufforderungen – etwa zu einem angeblichen Google-Play-Update – dazu verleitet, eine schädliche App zu installieren. Einmal auf dem Gerät, erteilt sich Oblivion selbst weitreichende Berechtigungen. Der Zugriff auf die Bedienungshilfen (Accessibility Service) wird zum Generalschlüssel für das System.

Die größte Gefahr ist die Hidden-VNC-Funktion. Während auf dem Bildschirm eine gefälschte Update-Animation läuft, öffnet die Malware im Hintergrund eine verborgene Sitzung. Der Angreifer hat dann die vollständige, interaktive Kontrolle. Er kann Bank-Apps öffnen, Zwei-Faktor-Authentifizierungen umgehen und Tastatureingaben protokollieren – alles völlig unbemerkt vom Besitzer.

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Da herkömmliche Updates allein oft nicht mehr ausreichen, um moderne Trojaner wie Oblivion zu stoppen, empfehlen Experten zusätzliche Prüfroutinen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie automatische Sicherheitschecks auf Ihrem Android-Smartphone richtig konfigurieren. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen

Paradigmenwechsel: Professionelle Cyberkriminalität für alle

Die Kombination aus KI-Phishing und Malware wie Oblivion markiert einen Wendepunkt. Hochkomplexe Angriffswerkzeuge sind nun für geringe Beträge mietbar. Die technische Einstiegshürde für Kriminelle sinkt massiv, während die Abwehr für Nutzer immer schwieriger wird.

Smartphones sind das primäre Ziel. Sie bündeln die digitale Identität und bieten direkten Zugang zu finanziellen Werten. Dass Trojaner wie Oblivion Zwei-Faktor-Authentifizierungen in Echtzeit aushebeln können, macht traditionelle Sicherheitskonzepte zunehmend wirkungslos.

Wie können sich Nutzer schützen?

Ein gesundes Misstrauen wird zur wichtigsten Verteidigungslinie. Behörden raten dringend: Niemals System-Updates über Links in SMS installieren. Software sollte ausschließlich aus offiziellen App-Stores stammen. Bei unerwarteten Aufforderungen zur Dateneingabe oder QR-Codes im öffentlichen Raum ist äußerste Vorsicht geboten.

Friert ein Smartphone plötzlich auf einem nicht selbst initiierten Update-Bildschirm ein, empfehlen Experten einen sofortigen Neustart. Anschließend sollte das Gerät mit aktueller Sicherheitssoftware überprüft werden. Nur die Kombination aus technischem Schutz und erhöhter Wachsamkeit hält die raffinierten Betrugswellen der Zukunft in Schach.

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