Android-Trojaner, Oblivion

Android-Trojaner Oblivion und KI-Phishing bedrohen Millionen Smartphones

27.02.2026 - 03:39:47 | boerse-global.de

Sicherheitsexperten warnen vor dem Android-Trojaner Oblivion und täuschend echten KI-Phishing-Nachrichten. Das BSI hat die Alarmstufe erhöht und gibt Verhaltenstipps für den Ernstfall.

Eine neue Welle von Cyberangriffen trifft aktuell Smartphone-Nutzer. Sicherheitsexperten warnen vor dem Android-Trojaner "Oblivion" und einer Flut täuschend echter KI-Phishing-Nachrichten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Alarmstufe erhöht.

"Oblivion" kapert Android-Geräte heimlich

Der neu entdeckte Trojaner "Oblivion" wird derzeit in Hacker-Foren aktiv vermarktet. Die Schadsoftware zielt auf Android-Versionen 8 bis 16 ab. Gelangt sie über inoffizielle Quellen auf ein Gerät, erteilt sie sich automatisch weitreichende Rechte über die Bedienungshilfen. Angreifer können dann SMS abfangen, Zwei-Faktor-Codes auslesen und das Smartphone fernsteuern.

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Parallel dazu nutzen Kriminelle fortschrittliche Sprach-KI, um fehlerfreie Phishing-Nachrichten zu generieren. Selbst erfahrene Nutzer fallen darauf herein. Eine besonders tückische Methode ist das sogenannte "Quishing": Betrüger platzieren manipulierte QR-Codes etwa auf Parkautomaten. Wer sie scannt, landet auf gefälschten Login-Seiten. Herkömmliche Sicherheitsfilter erkennen den schädlichen Link im Bild-Code oft nicht.

Diese Warnzeichen verraten einen Hack

Moderne Schadsoftware arbeitet möglichst unauffällig im Hintergrund. Doch es gibt klare Indikatoren für einen Fremdzugriff. Ein plötzlicher Leistungsabfall des Geräts kann ein erstes Warnsignal sein. Auch ein ungewöhnlich schneller Akkuverbrauch oder ein heiß werdendes Smartphone im Ruhemodus deuten auf Malware hin.

Weitere Alarmzeichen sind ein unerklärlich hoher Datenverbrauch, plötzlich auftauchende unbekannte Apps oder eine Flut von Pop-up-Werbung. Vorsicht ist auch geboten, wenn Kontakte seltsame Nachrichten von der eigenen Nummer erhalten. Das deutet stark darauf hin, dass das Gerät kompromittiert und für die Verbreitung von Schadcode missbraucht wird.

Im Ernstfall: Sofort handeln und Schaden begrenzen

Bei Verdacht auf einen Hackerangriff ist schnelles Handeln entscheidend. Experten raten, das betroffene Smartphone sofort in den Flugmodus zu versetzen. Das trennt die Verbindung zum Internet und verhindert, dass weitere Daten abfließen.

Als nächstes sollten Betroffene alle Passwörter für wichtige Konten wie Online-Banking und E-Mail ändern – und zwar von einem anderen, sicheren Gerät aus. Bank und Mobilfunkanbieter müssen über den Vorfall informiert werden, um unerlaubte Abbuchungen zu stoppen. Hartnäckige Malware entfernt man oft nur durch einen kompletten Werksreset. Regelmäßige Backups sind daher unverzichtbar.

So schützen Sie sich im Alltag

Gegen aktuelle Bedrohungen hilft eine mehrstufige Verteidigungsstrategie. Die wichtigste Regel: Apps nur aus offiziellen Stores wie dem Google Play Store laden. Das Sideloading aus unbekannten Quellen ist das größte Einfallstor für mobile Schadsoftware. Prüfen Sie zudem kritisch, welche Berechtigungen eine App wirklich benötigt.

Eine simple, aber effektive Maßnahme empfiehlt sogar die NSA: Starten Sie Ihr Smartphone mindestens einmal pro Woche komplett neu. Das leert den Arbeitsspeicher und stoppt komplexe Exploits, die sich nur temporär einnisten. Ebenso essenziell ist die zeitnahe Installation aller Betriebssystem- und Sicherheitsupdates.

Cyberkriminalität wird professioneller

Die aktuellen Entwicklungen zeigen einen Paradigmenwechsel. Künstliche Intelligenz ermöglicht nun hochgradig personalisierte und fehlerfreie Betrugsversuche im großen Stil. Gleichzeitig sinkt die Eintrittsbarriere für Kriminelle: Schadprogramme wie "Oblivion" werden als fertige Baukästen angeboten.

Der Fokus der Angreifer verlagert sich auf die Schwachstelle Mensch. Da technische Sicherheitsmechanismen robuster werden, setzen Kriminelle verstärkt auf Social Engineering – wie beim Quishing an Parkautomaten. Technischer Schutz allein reicht nicht mehr aus. Kontinuierliche Aufklärung über neue Betrugsmaschen wird zur Überlebensfrage.

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