Android-Sicherheitslücke, Milliarde

Android-Sicherheitslücke: Eine Milliarde Geräte ohne Schutz

05.02.2026 - 22:25:12

Google bestätigt, dass mehr als 40 Prozent aller aktiven Android-Smartphones keine kritischen Sicherheitspatches erhalten. Über eine Milliarde Nutzer sind dadurch Cyberangriffen schutzlos ausgeliefert.

Google bestätigt, dass über 40 Prozent aller aktiven Android-Geräte weltweit ohne kritische Sicherheitsupdates laufen. Mehr als eine Milliarde Nutzer sind damit schutzlos Malware und Cyberangriffen ausgeliefert. Die aktuellen Verteilungszahlen zeigen ein strukturelles Problem des weltweit führenden Betriebssystems.

Alarmierende Zahlen aus dem dritten Quartal 2025

Die im Februar 2026 veröffentlichten Daten zeichnen ein düsteres Bild: Nur 58 Prozent der Nutzer verwenden unterstützte Android-Versionen (13 bis 16). Die restlichen 42 Prozent – über eine Milliarde Geräte – laufen mit Android 12 oder älter und erhalten keine Sicherheitspatches mehr. Die neueste Version Android 16 erreicht gerade einmal 7,5 Prozent Verbreitung.

Für deutsche Nutzer bedeutet dies konkret: Jedes zweite Android-Gerät hierzulande könnte potenziell angreifbar sein. Cyberkriminelle nutzen bekannte Schwachstellen aus, die auf aktuellen Geräten längst behoben sind.

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Das Kernproblem: Fragmentierung des Systems

Anders als bei Apples geschlossenem iOS-Ökosystem durchlaufen Android-Updates einen komplexen Prozess. Nach Googles Veröffentlichung müssen Hersteller wie Samsung oder OnePlus die Updates für ihre Modelle anpassen – das dauert Monate. Zudem endet der Software-Support nach wenigen Jahren, selbst bei Premium-Geräten.

„Geräte werden physisch nicht kaputt, sondern digital unsicher“, erklärt ein Sicherheitsexperte. Diese „End-of-Life“-Smartphones funktionieren im Alltag tadellos, bieten aber keinerlei Schutz gegen neue Bedrohungen.

Reale Gefahren für Nutzerdaten

Die Risiken sind keineswegs theoretisch. Cyberkriminelle entwickeln gezielt Schadsoftware, die ungepatchte Schwachstellen ausnutzt. Dabei geht es um:
* Diebstahl sensibler persönlicher Daten
* Abfangen von Banking-Zugängen
* Überwachung privater Kommunikation

Dienste wie Google Play Protect bieten nur Grundschutz. „Echte Sicherheit kommt nur durch Systemupdates“, betonen Experten. Für Milliarden Nutzer fehlt genau diese Schutzschicht.

Deutscher Markt im Vergleich

Die Situation stellt besonders deutsche Verbraucher vor Probleme. Während Apple-Nutzer hierzulande schnell aktualisieren, hinken Android-Updates hinterher. Das liegt auch an der langen Nutzungsdauer: Deutsche behalten Smartphones im Schnitt drei Jahre – länger als viele Hersteller Updates liefern.

Im Vergleich zu DAX-Unternehmen wie SAP oder Telekom, die strenge Sicherheitsstandards fordern, wirkt die Android-Landschaft fahrlässig. „Das ist, als würde man ein Auto ohne Airbag fahren“, kommentiert ein IT-Sicherheitsbeauftragter.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Die Empfehlungen sind eindeutig:
1. Android-Version prüfen (Einstellungen → „Telefoninfo“)
2. Bei Android 12 oder älter: Gerät ersetzen
3. Beim Neukauf: Auf Update-Garantie achten

Ein aktuelles Einsteiger-Smartphone mit Support ist sicherer als ein altes Flaggschiff ohne Updates. Hersteller müssen die Support-Zeiten verlängern – doch bis dahin bleibt die Sicherheitslücke milliardenfach offen.

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