Android-Sicherheit, Millionen

Android-Sicherheit: Hunderte Millionen Smartphones sind tickende Zeitbomben

31.01.2026 - 02:42:12

Nahezu die Hälfte aller aktiven Android-Smartphones erhält keine Sicherheitsupdates mehr. Das geht aus aktuellen Analysen von Cybersicherheitsexperten hervor. Damit sind Hunderte Millionen Geräte ein leichtes Ziel für Hacker.

Die Gefahr ist akut: Angreifer nutzen bekannte Lücken in veralteter Software, um Schadsoftware zu verbreiten oder persönliche Daten zu stehlen. Selbst „Zero-Click“-Attacken, die keine Nutzerinteraktion benötigen, werden möglich. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt seit Langem vor diesem zentralen Einfallstor.

Warum ist die Lage so dramatisch? Der Hauptgrund liegt in der starken Fragmentierung des Android-Systems. Während Apple iOS-Updates zentral für wenige Gerätemodelle ausspielt, müssen bei Android Hunderte Hersteller Updates für unzählige Hardware-Varianten anpassen.

Das Ergebnis: Viele Smartphones, besonders günstige oder ältere Modelle, erhalten Updates mit großer Verzögerung – oder gar nicht. Oft endet der Software-Support nach nur zwei bis drei Jahren, obwohl die Geräte technisch noch funktionieren. Eine tickende Zeitbombe, denn Nutzer behalten ihre Telefone oft viel länger.

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Banking-Trojaner und unsichtbare Spionage

Die konkreten Risiken sind vielfältig und gravierend:
* Banking-Trojaner fangen Zugangsdaten und Transaktionsnummern (mTANs) ab und können so zu hohen finanziellen Verlusten führen.
* Spyware läuft unbemerkt im Hintergrund und späht sensible Daten wie Nachrichten und Passwörter aus.
* Zero-Click-Exploits kompromittieren Geräte bereits durch den Empfang einer manipulierten Mediendatei – ganz ohne dass der Nutzer etwas öffnet.

Teams wie Googles „Project Zero“ entdecken regelmäßig solche kritischen Lücken, die von Kriminellen gezielt ausgenutzt werden.

Druck auf Hersteller und Politik wächst

In der Branche mehren sich die Signale für einen Kurswechsel. Samsung und Google bieten für neue Gerätegenerationen bereits bis zu sieben Jahre Updates an. Doch das hilft der riesigen Flotte älterer Smartphones nicht.

Auch die Politik handelt: Die EU diskutiert eine gesetzliche Update-Pflicht von mindestens fünf Jahren für Smartphones. Solche Regeln könnten Hersteller zwingen, Sicherheit und Langlebigkeit stärker in den Fokus zu rücken – und gleichzeitig Elektroschrott reduzieren.

So können Sie sich schützen

Was tun, wenn das eigene Smartphone kein Update mehr bekommt? Experten raten bei diesen Geräten dringend davon ab, sensible Transaktionen wie Online-Banking durchzuführen. Der sicherste Weg ist oft der Gerätetausch.

Für alle anderen gelten diese Schutzmaßnahmen:
* Updates sofort installieren: Regelmäßig in den Einstellungen nach Software-Aktualisierungen suchen.
* Vorsicht bei Apps: Nur aus offiziellen Quellen wie dem Google Play Store herunterladen.
* Links kritisch prüfen: Unbekannte Links in Nachrichten oder Mails nicht anklicken.
* Automatische Downloads deaktivieren: In Messengern wie WhatsApp die automatische Mediengalerie ausschalten, um Zero-Click-Risiken zu minimieren.

Ein Virenscanner bietet zusätzlichen Schutz, ersetzt aber niemals ein fehlendes System-Update. In einer wachsenden Bedrohungslage beginnt digitale Sicherheit mit einem aktuellen Betriebssystem.

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