Android-Nutzer, Deutschland

Android-Nutzer in Deutschland: Neue Welle gefährlicher Schadsoftware

26.01.2026 - 07:34:12

Sicherheitsbehörden warnen vor drastisch steigenden Cyberangriffen auf Android-Geräte. Banking-Trojaner und Ransomware nutzen KI und neue Taktiken wie 'Ghost Taps'.

Sicherheitsexperten und das BKA warnen vor einer dramatischen Zuspitzung der Cyber-Bedrohung für Android-Nutzer. Banking-Trojaner und Ransomware greifen in neuer Qualität an – und setzen dabei auf künstliche Intelligenz. Das Smartphone als digitaler Lebensmittelpunkt wird zum Hauptziel von Kriminellen.

Alarmierende Zahlen: Angriffe explodieren

Die Statistiken der letzten Monate sprechen eine klare Sprache. Im ersten Halbjahr 2025 stieg die Zahl der Attacken auf Android-Nutzer um 29 Prozent. Eine andere Analyse verzeichnete sogar einen Anstieg von 151 Prozent bei Android-Schadsoftware. Besonders zwei Kategorien treiben die Zahlen in die Höhe:

  • Banking-Trojaner traten viermal häufiger auf als im Vorjahr. Schadsoftware wie Mamont, Coper und Anatsa fischen gezielt Online-Banking-Daten ab.
  • Spyware verzeichnete einen Zuwachs von 147 Prozent. Diese Programme überwachen heimlich Kamera, Mikrofon und Nachrichten und leiten alle Daten an die Angreifer weiter.

Raffinierte Taktiken: KI, Fake-Apps und “Ghost Taps”

Cyberkriminelle werden nicht nur zahlreicher, sondern auch erfinderischer. Seit Januar 2026 kursiert KI-gesteuerte Android-Malware, die sich besser tarnt und Sicherheitsvorkehrungen umgeht. Ein weiterer Trend ist die Einschleusung schädlicher Apps in offizielle Stores – getarnt als harmlose Tools.

Eine besonders hinterhältige Methode ist die sogenannte “Ghost Tap”-Malware. Sie missbraucht die NFC-Schnittstelle des Smartphones, um unbemerkt kontaktlose Zahlungen auszulösen. Die Infektion erfolgt meist über klassische Tricks:

  • Phishing-SMS (Smishing)
  • Betrügerische Anrufe (Vishing)
  • Links zu manipulierten App-Downloads
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Passend zum Thema Android-Sicherheit: Viele Nutzer übersehen genau die Schutzschritte, die Ransomware und Spyware abwehren können. Ein kostenloses Sicherheitspaket erklärt die fünf wichtigsten Maßnahmen – etwa geprüfte App‑Quellen, automatische Updates und sichere Zahlungs‑Einstellungen – mit leicht verständlichen Schritt‑für‑Schritt-Anleitungen. Der Ratgeber enthält praktische Checklisten und wird per E‑Mail kostenlos zugeschickt, sodass Sie die Schritte sofort umsetzen können. Ideal für alle, die WhatsApp, Online‑Banking oder mobile Zahlungen nutzen. Gratis-Sicherheitspaket für Android anfordern

BKA warnt: Finger weg von “Behörden”-Trojanern

Strafverfolgungsbehörden wie das BKA und das BSI stufen die Lage als “angespannt hoch” ein. Ein Dauerbrenner sind sogenannte BKA- oder Bundespolizei-Trojaner. Diese Ransomware sperrt das Gerät und zeigt eine gefälschte Warnmeldung an, die zur Zahlung eines “Bußgelds” auffordert.

Die Polizei stellt klar: Echte Behörden fordern niemals auf diesem Weg Geld. Es handelt sich um Betrug. Betroffene sollten unter keinen Umständen zahlen, sondern umgehend Anzeige erstatten.

Warum Android? Ein Milliardengeschäft

Die Fokussierung auf Android ist kein Zufall. Das offene Ökosystem und der globale Marktanteil machen es zum lukrativen Ziel. Der wirtschaftliche Schaden durch Cyberkriminalität in Deutschland wird auf über 200 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Kriminelle professionalisieren sich zunehmend. Beim “Ransomware-as-a-Service” (RaaS)-Modell mieten auch technisch weniger Versierte die Schadsoftware – und treiben so die Angriffszahlen weiter in die Höhe. Für Opfer geht es dabei nicht nur um Geld, sondern oft um den Verlust unwiederbringlicher privater Daten.

So schützen Sie Ihr Smartphone

Die Bedrohungslage bleibt angespannt. Neben neuen Sicherheitsmaßnahmen der Hersteller liegt ein großer Teil der Verantwortung bei den Nutzern. Experten und Behörden empfehlen diese grundlegenden Schutzmaßnahmen:

  • Apps nur aus dem offiziellen Google Play Store installieren – und auch dort skeptisch bei unbekannten Anbietern bleiben.
  • Keine Links oder Anhänge von unbekannten Absendern öffnen (E-Mail, SMS).
  • Betriebssystem und Apps immer aktuell halten, um Sicherheitslücken zu schließen.
  • Eine seriöse Antiviren-App für Mobilgeräte nutzen.
  • Bei Ransomware-Befall niemals zahlen und sofort Anzeige bei der Polizei erstatten.
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