Android-Malware, Werbebetrug

Android-Malware nutzt KI für perfekten Werbebetrug

22.01.2026 - 23:16:12

Eine Trojaner-Familie infiziert über offizielle App-Stores Android-Geräte und simuliert mit KI menschliches Klickverhalten, um Werbenetzwerke zu täuschen.

Eine neue Android-Malware nutzt künstliche Intelligenz, um Werbeklicks in bisher ungekanntem Ausmaß zu fälschen. Sicherheitsforscher entdeckten eine Trojaner-Familie, die sich in beliebten Spiele-Apps versteckt und menschliches Verhalten täuschend echt nachahmt. Die Schadsoftware wurde bereits zehntausendfach über einen offiziellen App-Store heruntergeladen.

KI simuliert menschliches Klickverhalten

Im Kern der Bedrohung steht ein cleverer Trick: Statt einfacher Skripte setzt die Malware auf visuelle KI-Analyse. Sie lädt Werbeseiten in einem unsichtbaren Browser, macht Screenshots und analysiert diese mit einem TensorFlow.js-Modell. Die KI erkennt Werbeelemente und simuliert präzise Tipp-Bewegungen.

Dieser Ansatz ist gefährlich effektiv. Er passt sich dynamisch an wechselnde Werbeformate wie Videos an – und imitiert die Unregelmäßigkeiten menschlichen Verhaltens so gut, dass herkömmliche Erkennungssysteme versagen.

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Infektion über Xiaomis offiziellen Store

Besonders alarmierend ist der Verbreitungsweg. Die Cyberkriminellen schleusten ihre Schadsoftware über GetApps, den offiziellen App-Store von Xiaomi, ein. Die Taktik: Zunächst wurden saubere Spiele-Apps eingereicht. Die bösartige Funktionalität folgte erst in späteren Updates.

Zu den betroffenen Apps zählen:
* “Cute Pet House” (ca. 34.000 Downloads)
* “Theft Auto Mafia” (ca. 61.000 Downloads)

Insgesamt schätzen Forscher die Zahl der Infektionen auf über 155.000. Ein klarer Beweis: Selbst offizielle Stores bieten keinen absoluten Schutz.

Zwei Modi: Vollautomatisch und ferngesteuert

Die Malware arbeitet mit einer dualen Strategie, die sie extrem flexibel macht:

Im “Phantom”-Modus läuft der KI-gesteuerte, vollautomatische Klickbetrieb. Parallel dazu existiert ein “Signalling”-Modus. Hier streamt die Malware über WebRTC live den Bildschirm des versteckten Browsers zu den Angreifern. Diese können dann in Echtzeit manuelle Aktionen wie Scrollen oder Texteingaben durchführen.

Diese Kombination ermöglicht sowohl Massenbetrug als auch gezielte, komplexe Interaktionen – eine enorme Herausforderung für die Abwehr.

Warum diese Malware so gefährlich ist

Bisherige Klick-Bots waren oft an ihrem roboterhaften, vorhersehbaren Muster zu erkennen. Die neue Generation mit KI-Unterstützung bricht dieses Muster auf. Sie agiert unregelmäßig und täuscht so die Verhaltensanalysen der Werbenetzwerke.

Für Werbetreibende bedeutet das eine direkte Gefahr: Ihre Budgets könnten von einer unsichtbaren Armee KI-gesteuerter Bots aufgefressen werden. Für die Sicherheitsbranche ist es ein Weckruf. Die Erkennung muss sich weiterentwickeln und nach den subtilen Spuren solcher KI-Aktivitäten suchen.

Das technologische Wettrüsten beginnt

Experten sehen in der Entdeckung einen Wendepunkt. Die Technologie, die einst zur Bedrohungsabwehr entwickelt wurde, wird nun zur Waffe. Künftige Malware könnte KI nicht nur für Werbebetrug, sondern auch zum Umgehen von Captchas oder für ausgeklügelte Phishing-Angriffe nutzen.

Die Antwort kann nur in ebenso intelligenten Abwehrsystemen liegen. Ein Wettlauf zwischen KI-gestützter Malware und KI-gestützter Sicherheit hat begonnen.

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