Android bekommt eine Blackbox gegen Hackerangriffe
15.01.2026 - 22:42:12Google rüstet Android mit einer digitalen Blackbox für mehr Sicherheit auf. Das neue System namens „Intrusion Logging“ protokolliert kritische Aktivitäten auf dem Smartphone, um selbst hochentwickelte Hackerangriffe nachträglich analysieren zu können. Es ist Teil einer größeren Sicherheitsoffensive des Konzerns.
Das System funktioniert wie ein Flugschreiber für Ihr Handy. Es zeichnet automatisch sicherheitsrelevante Ereignisse auf, darunter:
* App-Installationen
* Fehlgeschlagene Entsperrversuche
* USB-Verbindungen
* Änderungen an Systemeinstellungen
Bei einem Verdacht auf einen Hack können diese Protokolle ausgelesen werden. So lassen sich Einfallstore und Methoden der Angreifer nachvollziehen. Die Funktion richtet sich besonders an Hochrisikogruppen wie Journalisten oder Unternehmensführer.
Wie schützt Google meine Privatsphäre?
Der Datenschutz steht im Mittelpunkt des Designs. Alle Aktivitätsprotokolle werden ende-zu-ende verschlüsselt und in einem privaten Ordner in der Google Drive des Nutzers gespeichert. Der Zugriff ist streng geschützt:
* Nur der Nutzer selbst kann die Daten einsehen.
* Zur Entschlüsselung sind sowohl das Google-Konto-Passwort als auch der Gerätecode nötig.
* Weder Google noch Dritte haben Zugang.
* Die Logs werden nach zwölf Monaten automatisch gelöscht.
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Für wen ist die Funktion gedacht?
„Intrusion Logging“ wird nicht für alle Android-Nutzer standardmäßig aktiviert sein. Stattdessen ist es ein Kernbestandteil von Googles „Advanced Protection Program“ (Erweitertes Schutzprogramm). Dieses Programm bündelt die höchsten Sicherheitsstandards und muss manuell in den Geräteeinstellungen freigeschaltet werden.
Warum ist dieser Schritt so wichtig?
Die Einführung markiert einen Paradigmenwechsel. Bisher konzentrierte sich mobile Sicherheit oft auf die Prävention von Angriffen. „Intrusion Logging“ setzt auf die Aufklärung: Es soll auch Angriffe sichtbar machen, die herkömmliche Schutzmechanismen umgehen – wie sogenannte Zero-Day-Exploits.
Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf die stark zunehmende Android-Malware und Spyware. Experten sehen darin eine Demokratisierung von Profi-Werkzeugen, die bislang großen Unternehmen vorbehalten waren.
Wann kommt die Funktion?
Ein genaues Veröffentlichungsdatum steht noch nicht fest. Die Funktion wurde bereits in Vorabversionen der Google Play Services entdeckt. Es wird erwartet, dass sie mit einer der nächsten großen Android-Updates, möglicherweise Android 16 oder 17, für alle Nutzer des Advanced Protection Programms bereitsteht.
Die Zukunft könnte noch mehr bringen: Google dürfte die KI-gestützte Analyse der Protokolldaten weiter ausbauen, um Nutzer künftig noch proaktiver vor verdächtigen Mustern zu warnen.
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