Android, App-Sperre

Android 17 bringt systemeigene App-Sperre

01.02.2026 - 03:00:12

Google rüstet sein Betriebssystem mit Android 17 für mehr Sicherheit auf. Die größte Neuerung: eine tief integrierte Funktion, um einzelne Apps mit der Gerätesperre zu schützen. Das schließt eine lange bestehende Lücke im Datenschutz.

Bisher mussten Nutzer auf herstellerspezifische Lösungen oder Apps von Drittanbietern zurückgreifen, um etwa Banking- oder Messenger-Apps zusätzlich abzusichern. Künftig soll das direkt im System möglich sein.

Die Bedienung verspricht einfach: Ein langer Druck auf ein App-Symbol soll genügen, um den Schutz zu aktivieren. Gesperrte Apps lassen sich dann nur mit der hinterlegten PIN, dem Passwort oder per Biometrie öffnen.

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Ein entscheidender Vorteil ist der Schutz von sensiblen Benachrichtigungen. Sind Apps gesperrt, werden die Inhalte von Nachrichten auf dem Sperrbildschirm und in der Statusleiste ausgeblendet. Statt einer privaten Nachricht erscheint dann nur ein neutraler Hinweis.

Diebstahlschutz und Attacken-Abwehr werden ausgeweitet

Android 17 baut den Schutz vor Gerätediebstahl weiter aus. Die „Factory Reset Protection“ wird verstärkt, um ein unberechtigtes Zurücksetzen zu verhindern. Zudem soll ein neuer, systemweiter „Secure Lock Device“-Modus eingeführt werden.

  • Gegen Brute-Force-Angriffe erhöht Android die Sperrzeiten nach mehreren fehlgeschlagenen Entsperrversuchen deutlich.
  • Erweiterte Identitätsprüfungen sollen künftig nicht nur für Systemeinstellungen, sondern auch für den Zugriff auf bestimmte Apps und verbundene Wearables gelten.

Mehr Transparenz und Kontrolle für Nutzer

Die Sicherheitsarchitektur wird umfassender überarbeitet. Ein Feature mit dem Namen „Local Network Protection“ wird erwartet. Es soll Nutzern mehr Kontrolle darüber geben, welche Apps auf andere Geräte im heimischen WLAN zugreifen dürfen.

Google plant zudem, die Transparenz bei App-Aktivitäten zu erhöhen:
* Live-Indikatoren könnten anzeigen, wann eine App auf Mikrofon, Kamera oder Standort zugreift.
* Eine übersichtliche Aktivitäten-Zeitleiste soll Hintergrundprozesse von Apps protokollieren.
* Sogar die Bildschirmaufnahme wird überarbeitet, um gezielt nur einzelne Apps statt des gesamten Desktops aufnehmen zu können – und so private Benachrichtigungen auszuschließen.

Eine Antwort auf Fragmentierung und Bedrohungen

Die Maßnahmen sind eine klare Strategie, die starke Fragmentierung im Android-Ökosystem bei Sicherheitsfeatures zu reduzieren. Sie reagieren auf immer raffiniertere mobile Malware und steigende Nutzererwartungen.

Indem Google Kernfunktionen wie die App-Sperre selbst in das Betriebssystem integriert, schafft es eine einheitliche, verlässliche Sicherheitsbasis für alle Geräte. Experten sehen darin den Versuch, Sicherheit als zugänglichen Standard für alle Nutzer zu etablieren.

Die Details basieren auf aktuellen Code-Analysen. Eine erste Entwicklervorschau von Android 17 wird in den kommenden Wochen erwartet, der finale Release soll im Herbst 2026 folgen.

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