Android, Banking-Zugriff

Android 16 blockiert Banking-Zugriff ohne Biometrie

04.01.2026 - 22:21:12

Banking-Apps nutzen jetzt eine neue Android-Sicherheit. Sie blockieren den PIN-Zugang außerhalb vertrauenswürdiger Orte. Damit endet eine Ära: Ein ausgespähter Code reicht nicht mehr, um Konten zu plündern.

Das Update bekämpft eine klassische Diebstahlmethode: “Shoulder Surfing”. Dabei spähen Kriminelle die PIN ihres Opfers aus, stehlen das Smartphone und umgehen biometrische Sperren in Apps – bisher konnten sie nach einem fehlgeschlagenen Fingerabdruck einfach den Code nutzen.

Mit Android 16 QPR2 schließt Google diese Lücke. Die Funktion “Identity Check” erkennt, ob sich das Gerät an einem unsicheren Ort befindet. Ist das der Fall, deaktiviert sie für geschützte Apps den PIN-Fallback. Ein Dieb mit dem Entsperrcode kommt so nicht mehr an die Banking-App.

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Sicherheitsexperten feiern den Schritt als eine der wichtigsten Härtungsmaßnahmen der letzten Jahre für Android.

Banken schalten Funktion scharf

Die technische Grundlage lag bereits im Dezember-Update. Jetzt, im Januar 2026, ziehen die Banken nach. Mehrere große Finanzinstitute haben ihre Apps aktualisiert und nutzen die neue Schnittstelle verpflichtend.

Für Nutzer bedeutet das eine klare Trennung:
* Zuhause oder im Büro: Alles bleibt wie gehabt. Bei Problemen mit dem Fingerabdruck springt die PIN ein.
* Unterwegs: Der Zugriff ist nur per Biometrie möglich. Schlägt diese fehl, bleibt die App gesperrt.

Ziel ist es, das sogenannte “Digital Draining” zu stoppen – das schnelle Leerräumen von Konten nach einem Diebstahl.

Die Balance zwischen Sicherheit und Komfort

Die strikte Regelung sorgt für Diskussionen. Was, wenn der Fingerabdrucksensor unterwegs streikt? Google hat vorgesorgt: Die Funktion ist an “Vertrauenswürdige Orte” gekoppelt. Sobald das Gerät einen solchen Ort betritt, lockern sich die Restriktionen.

Aktuell bleibt die Einstellung in den Systemoptionen optional. Experten erwarten aber, dass Banken ihre Apps künftig so programmieren, dass sie ohne aktivierten “Identity Check” nur eingeschränkt nutzbar sind.

Googles Antwort auf Apple

Der Vorstoß ist auch eine Reaktion auf die Konkurrenz. Apple bietet mit “Stolen Device Protection” bereits eine ähnliche Funktion. Analysten sehen eine Angleichung der Sicherheitsstandards zwischen den Plattformen.

Die Notwendigkeit ist da: Moderne Smartphones sind durch Verschlüsselung als Hardware oft wertlos. Das Geschäftsmodell der Diebe hat sich auf die Daten und Finanz-Apps verlagert. “Identity Check” zielt genau darauf ab.

Was kommt als Nächstes?

Nach den Banken werden voraussichtlich auch Passwort-Manager und Krypto-Wallets nachziehen. Google arbeitet bereits an Verfeinerungen. Denkbar ist die Einbindung von Smartwatches als zusätzlichen Authentifizierungsfaktor für unterwegs.

Die breite Masse der Android-Nutzer wird die Funktion im Laufe des ersten Halbjahres 2026 erhalten, wenn Hersteller wie OnePlus und Xiaomi Android 16 in ihre Oberflächen integrieren. Bis dahin gilt: Biometrie pflegen und vertrauenswürdige Orte korrekt einrichten.

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