Andritz: Hydropower-Sparte wächst 230 Prozent
01.05.2026 - 03:45:28 | boerse-global.deEin schwächelndes Autogeschäft und spürbarer Gegenwind bei den Währungen bremsen Andritz im Tagesgeschäft. Dennoch blickt der österreichische Technologiekonzern auf ein historisches erstes Quartal zurück. Ein massiver Großauftrag in Indien katapultiert den Auftragseingang auf ein neues Niveau.
Im Zentrum der jüngsten Entwicklung steht der Geschäftsbereich Hydropower. Dieser Sektor verbuchte einen Zuwachs von knapp 230 Prozent auf 1,88 Milliarden Euro. Maßgeblicher Treiber ist ein riesiges indisches Pumpspeicherprojekt mit einer Kapazität von 3.000 Megawatt.
Insgesamt kletterte der konzernweite Auftragseingang damit um mehr als die Hälfte auf rund 3,6 Milliarden Euro. Indes stabilisierte sich die Sparte Pulp & Paper. Ein Großauftrag für die weltweit größte Papiermaschine in Afrika stützte dieses Segment.
Profitabel trotz starkem Gegenwind
Auf der Umsatzseite wächst Andritz moderater. Die Erlöse stiegen lediglich um 1,7 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro. Negative Wechselkurseffekte in Höhe von knapp 72 Millionen Euro dämpften das Wachstum spürbar.
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Das Management hielt die Profitabilität dennoch auf Kurs. Das operative Ergebnis verbesserte sich leicht auf 147,3 Millionen Euro, was einer Marge von 8,2 Prozent entspricht. Ein starkes Service-Geschäft fing die Währungsbelastungen und die Nachfrageschwäche im Automobilsektor ab. Dienstleistungen machen mittlerweile fast die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.
Auftragsbestand treibt den Kurs
Der historische Auftragsbestand von 12,37 Milliarden Euro verleiht der Aktie sichtbaren Rückenwind. In den vergangenen vier Wochen kletterten die Papiere um über 16 Prozent nach oben. Vor dem Feiertagswochenende schloss der Titel an der Wiener Börse bei 72,30 Euro.
Analysten bekräftigen im Nachgang ihre Kaufempfehlungen. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt aktuell bei 89 Euro. Die UBS sieht den fairen Wert sogar bei 91 Euro und verweist auf das enorme Potenzial im Wasserkraft-Sektor.
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Ausblick bleibt unverändert
Für das laufende Jahr hält der Vorstand an seiner bisherigen Prognose fest. Der Umsatz soll zwischen 8,0 und 8,3 Milliarden Euro landen. Die operative Marge erwartet das Management im Bereich von rund neun Prozent.
Eine direkte Fortschreibung des rasanten Jahresstarts schloss die Führungsetage explizit aus. Die Auslastung ist durch die prallen Auftragsbücher jedoch für lange Zeit gesichert. Die zügige Abarbeitung des indischen Mega-Projekts entscheidet nun maßgeblich über die Gewinnentwicklung der nächsten Quartale.
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